20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
20°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Grippewelle sorgt für Versorgungsengpässe bei Blutspenden

Frische Blutkonserven bei einem Blutspendedienst. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Frische Blutkonserven bei einem Blutspendedienst. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Mainz (dpa/lrs) - Überall niest und hustet es zurzeit. Dass die Grippewelle Rheinland-Pfalz erfasst hat, spüren mittlerweile auch Blutspendedienste - denn ihnen fehlen die Spender. «Wir haben seit einigen Wochen dauerhaft Einbrüche von minus 10 bis minus 20 Prozent», sagt Daniel Beiser vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Rheinland-Pfalz. Dies führe man auf die Anzahl der Grippe- und Erkältungskranken zurück. «Wir merken, dass unsere Lagerbestände deutlich zurückgehen.»

Während das DRK normalerweise auf einen Vorrat abzielt, der drei Tage Versorgung sichert, sei man derzeit nur bei Vorräten für etwa einen Tag, sagt Beiser. Problematisch sei vor allem die Versorgung mit der Blutgruppe «0/Rhesus-negativ», die mit allen anderen Blutgruppen kompatibel ist und daher gerne von Krankenhäusern angefragt wird. «Wir geben diese Blutgruppe nur noch sehr vorsichtig heraus.»

Schwierig sei zudem die Belieferung mit Thrombozyten-Konzentraten. Diese seien nur vier Tage haltbar. Hier sei der Bedarf am größten, Thrombozyten-Konzentrate werden unter anderem für die Versorgung von Krebs-Patienten benötigt. Von einer Krise spricht Beiser allerdings nicht. «Die Notfallpatienten können wir immer versorgen.»

In der Tranfusionszentrale des Universitätsklinikums Mainz sind die Auswirkungen der Grippewelle bisher überhaupt nicht zu spüren. «Hier gibt es keine Engpässe», sagt Barbara Reinke, Pressesprecherin des Uniklinikums. Das DRK aber ist laut Beiser wegen der geschrumpften Vorräte auf der Suche nach mehr und neuen Spendern.

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein