L109 Güdinger Brücke zwischen Unner und Güdingen in beiden Richtungen Vollsperrung, eine örtliche Umleitung ist eingerichtet, bis 25.06.2018 05:00 Uhr (06:22)

Priorität: Normal

16°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
16°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Halberg Guss plant 300 Stellen weniger in Saarbrücken

In der Neuen Halberg-Guss GmbH in Leipzig wird Schlacke aus einer Gießpfanne gezogen. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

In der Neuen Halberg-Guss GmbH in Leipzig wird Schlacke aus einer Gießpfanne gezogen. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Geschäftsführung der Neuen Halberg Guss hält einen Personalabbau von 300 Stellen am Standort Saarbrücken für möglich. Dieses Szenario habe man am Mittwoch der IG Metall mitgeteilt, sagte ein Sprecher der Firma am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sind im Werk Saarbrücken etwa 1.500 Menschen beschäftigt.

Sofern die Lieferungen von Motorblöcken wie bisher angenommen innerhalb der nächsten zwei Jahre um 20 Prozent zurückgingen, werde man auch 20 Prozent des Personals abbauen müssen. Im Gegensatz zu den geplanten Entlassungen in Leipzig handele es sich bei den 300 Stellen in Saarbrücken jedoch noch nicht um eine beschlossene Sache. Falls die Neue Halberg Guss beispielsweise neue Kunden gewinnen könne, könne sich die Lage anders entwickeln. Der Absatzverlust von 20 Prozent sei im Wesentlichen eine Folge des Streits mit dem Volkswagenwerk.

Die IG Metall fürchtet, dass die beiden Standorte Leipzig und Saarbrücken von der Prevent Gruppe, der auch die Neue Halberg Guss gehört, dicht gemacht werden sollen. «Wir rechnen dasmit, dass die beiden Standorte in absehbarer Zeit geschlossen werden», sagte der Sprecher der IG Metall Bezirk Mitte in Frankfurt, Michael Ebenau. «Wir beobachten im Moment eine Politik, die darauf hinausläuft, die Standorte Saarbrücken und Leipzig auszupressen und dann fallen zu lassen».

Die IG Metall erklärte die Sozialtarifverhandlungen bei der Neuen Halberg Guss für gescheitert. Man leite nun in Leipzig und Saarbrücken die Urabstimmung ein. Wenn sich mindestens 75 Prozent der in der IG Metall organisierten Beschäftigten für einen Arbeitskampf aussprächen, könne es zu Streiks kommen. Die IG Metall fordert eine Qualifizierungsgesellschaft sowie einen arbeitgeberfinanzierten Treuhandfonds, aus dem etwa Abfindungen bezahlt werden.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein