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Jäger fordern Prämien im Kampf gegen Schweinepest

Ein Wildschwein. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Ein Wildschwein. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Mainz (dpa/lrs) - Die Jäger in Rheinland-Pfalz fordern im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest Geld vom Land für jedes geschossene Wildschwein. Das könnte zum Beispiel in Form einer Vermarktungsprämie in Höhe von einem Euro pro Kilogramm Schwarzwild geschehen, sagte Kurt Alexander Michael, Präsident des Landesjagdverbandes, am Freitag in Mainz. Bislang gibt es im Land nur eine Prämie, wenn Jäger Proben von tot aufgefundenem Wild nehmen. Der Verband fordert dieses Entgelt außerdem auch für Tiere, die durch Verkehrsunfälle sterben.

In diesem Jagdjahr werden laut Verband rund 70 000 Wildschweine erlegt - bei einem Schnitt von 50 Kilogramm pro Tier entstünden durch die geforderte Vermarktungsprämie Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Wenn die Schweinepest aber in Rheinland-Pfalz ausbreche und sich rasant verbreite, dann müssten «Millionen und Abermillionen» etwa für die Errichtung von Sperrbezirken in die Hand genommen werden, fuhr Michael fort. Bundesweit rechne die Landwirtschaft sogar mit Milliardenschäden. Bislang ist die für Menschen ungefährliche Schweinepest nicht in Deutschland angekommen.

Die Jäger in Rheinland-Pfalz wünschen sich daneben, dass die Gebühren zum Beispiel für die Fleischbeschau abgeschafft werden. Außerdem sollten die Behörden auf die Hundesteuer für Jagdhunde verzichten und alle Kosten für Beschilderung und Straßensicherung übernehmen, um die Jagd zu erleichtern.

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