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Keine einzige Einschulung von Fünfjährigen im Saarland

Saarbrücken/Berlin (dpa/lrs) - Das Saarland ist das einzige Bundesland, in dem im zurückliegenden Schuljahr kein Kind bereits mit fünf Jahren eingeschult wurde. Dies geht aus einer Übersicht des Statistischen Bundesamts hervor. Bundesweit gab es im Schuljahr 2017/18 immerhin 1176 Fünfjährige unter den Erstklässlern, davon 61,8 Prozent Mädchen.

Inzwischen deutet sich auch in anderen Bundesländern eine Trendwende an: In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Berlin gibt es immer weniger Schüler, die sehr jung in die erste Klasse kommen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt. Experten machen dafür nicht nur veränderte politische Weichenstellungen verantwortlich, sondern auch ein Umdenken der Eltern. Eine Rolle spielt demnach auch ein neuer Blick auf Kitas, die inzwischen immer stärker als Bildungseinrichtungen wahrgenommen werden - und nicht mehr lediglich als Orte, an denen die Kinder spielen können.

Der Grundschulverband sieht auch einen Wandel im Verhalten bildungsbewusster Eltern. Eine frühe Einschulung werde nicht mehr so sehr als Bestehen einer ersten Prüfung gesehen, vielmehr schauten Eltern nun stärker auf die gesamte Schullaufbahn, urteilt die Verbandsvorsitzende Maresi Lassek. «Und Eltern ist es auch klar, dass ein Kind, das schon ein Jahr älter ist, von seiner Persönlichkeitsentwicklung her eine bessere, weil stabilere Ausgangslage hat.»

Schulstatistik des Statistischen Bundesamts, Tabelle 3.5

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