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Klöckner fordert Differenzierung in Islam-Debatte

Julia Klöckner (CDU) spricht in ein Mikrofon. Foto: Soeren Stache/Archiv

Julia Klöckner (CDU) spricht in ein Mikrofon. Foto: Soeren Stache/Archiv

Mainz (dpa/lrs) - Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat ihren Kabinettskollegen Horst Seehofer (CSU) in der Debatte um die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland verteidigt. «Ich bin der Meinung, wir sollten differenzieren. Es gibt nicht den Islam und das hat Herr Seehofer so auch gesagt», sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende am Freitag in Mainz. Sie warnte vor Pauschalisierung: «Zu uns in Deutschland gehört keine Radikalisierung, gehören keine Fundamentalisten. Unsere Wurzel ist die christlich-jüdische, aber natürlich gehören auch Menschen muslimischen Glaubens zu uns.»

Der neue Bundesinnenminister Seehofer sagte der «Bild»-Zeitung: «Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Deutschland ist durch das Christentum geprägt.» Der CSU-Politiker sagte aber auch: «Die bei uns lebenden Muslime gehören aber selbstverständlich zu Deutschland.» Seehofer kündigte zugleich an, er wolle den Dialog mit muslimischen Verbänden suchen und wo nötig ausbauen. Der Satz «Der Islam gehört zu Deutschland» war 2010 vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff geprägt worden. Er hatte eine heftige Debatte ausgelöst.

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