Bosen, Eiweilerstraße in Höhe Ortseingang in beiden Richtungen Gefahr durch Tiere auf der Fahrbahn (10:33)

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Länder wollen über Zweifelsfälle bei Altersprüfung beraten

Mainz (dpa/lrs) - Die Länder wollen bei einem Treffen darüber sprechen, wann genau das Alter junger Flüchtlinge mit einer medizinischen Untersuchung festgestellt werden soll. Nach der gesetzlichen Regelung prüft ein Jugendamt zuerst die Ausweispapiere. Liegen diese nicht vor, wird der Flüchtling «qualifiziert» in Augenschein genommen. In Zweifelsfällen muss das Alter medizinisch geprüft werden - etwa mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung der Handwurzel. Das Alter ist auch wichtig bei etwaigen späteren Gerichtsverfahren.

«Es ist eine Konkretisierung notwendig», erklärte das Integrationsministerium Rheinland-Pfalz am Donnerstag in Mainz. Gemeinsam mit Niedersachsen hat Rheinland-Pfalz den Bund und die übrigen Länder für den 19. März zum Treffen eingeladen. Das Interesse daran sei groß, teilte das Ressort mit. Das zeige, dass es auch in anderen Ländern Unsicherheiten gebe. Keine Methode biete aber absolute Sicherheit, alle Untersuchungen zusammen enthielten eine Schwankung von ein bis zwei Jahren nach oben und unten.

Die Diskussion über die Altersfeststellung war mit dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens in Kandel in der Pfalz erneut aufgekommen. Die Deutsche war nach Weihnachten 2017 erstochen worden. Mutmaßlicher Mörder ist ihr Ex-Freund, ein Flüchtling aus Afghanistan. Er ist laut einem Gutachten mindestens 17,5 Jahre alt, wahrscheinlich aber etwa 20 - bisher galt er bei den Behörden als 15-Jähriger. Der Kreis Kaiserslautern will das Alter minderjähriger Flüchtlinge nun grundsätzlich per medizinischer Untersuchung überprüfen.

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