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Lafontaine fordert Verstaatlichung der Neuen Halberg Guss

Oskar Lafontaine. Foto: Uwe Anspach/Archiv

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Im anhaltenden Arbeitskampf beim Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) hat Linken-Politiker Oskar Lafontaine seine Forderung nach einer Enteignung des Unternehmens erneuert. «Halberg Guss muss verstaatlicht werden, ein einfaches Landesgesetz genügt», teilte der Fraktionschef der Linken im saarländischen Landtag am Freitag in Saarbrücken mit. Am Donnerstag waren in Frankfurt Verhandlungen zwischen NHG und der Gewerkschaft IG Metall erneut gescheitert. Die Produktionsstandorte Leipzig und Saarbrücken werden seit rund einem Monat bestreikt.

Es könne nicht sein, dass «in Deutschland der Staat, in diesem Fall das Saarland, die Hände in den Schoß legt und tatenlos zusieht, wie in Saarbrücken und in Leipzig 1500 beziehungsweise 700 Arbeitnehmer durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes enteignet werden», hieß es in der Mitteilung von Lafontaine. Wer die Beschäftigten enteigne, der sollte selbst enteignet werden.

Die Prevent-Gruppe habe die NHG gekauft, um in ihrem «unverantwortlichen Preiskampf» mit dem Automobilkonzern VW ein weiteres Druckmittel zu haben. «In rücksichtsloser Weise werden dabei die Arbeitsplätze der Beschäftigten und die Existenz ihrer Familien aufs Spiel gesetzt», sagte Lafontaine.

In dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des Werks in Leipzig mit 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um den zuletzt erwogenen Abbau von 300 der insgesamt 1500 Arbeitsplätze in Saarbrücken. Beide Seiten streiten um einen Sozialtarifvertrag.

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