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Landtag lehnt Stopp von Windrädern für Insektenschutz ab

Ein Traktor fährt über einen Acker und zieht eine Staubwolke hinter sich her. Dahinter ist ein Windrad zu sehen. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Ein Traktor fährt über einen Acker und zieht eine Staubwolke hinter sich her. Dahinter ist ein Windrad zu sehen. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Windräder im Saarland werden nicht zwischen April und Oktober jeden Jahres stillgelegt, um das Leben von Insekten zu schützen. CDU, SPD und Linke lehnten am Mittwoch im saarländischen Landtag einen entsprechenden Antrag der AfD ab. Deren Abgeordneter Rudolf Müller hatte auf Studien verwiesen, wonach jedes Jahr in Deutschland rund 1200 Tonnen Insekten von Windkraftanlagen getötet würden. Bis in 2000 Meter Höhe werde die Luft von den Windrädern «durchgequirlt» - und viele Insekten würden durchaus in großer Höhe «erschlagen». «Die grün-ideologische Energiepolitik muss gestoppt werden», sagte Müller.

Widerspruch kam von den anderen Fraktionen. Pia Döring (SPD) warf der AfD vor, «Klima- und Artenschutz gegeneinander auszuspielen». Der Hinweis auf 1200 Tonnen getöteter Insekten sei «absurd, weil er von den eigentlichen Ursachen ablenkt». Die Hauptursachen für das Verschwinden von Insekten seien der Einsatz von Pestiziden, der Verlust von Lebensraum, Abgase und der Klimawandel. «Was Sie hier versucht haben, als Ursache darzustellen, ist bei weitem nicht der Fall», sagte Günter Heinrich (CDU) zur Sorge der AfD um den Insektenschutz. «Es geht Ihnen um das Protestpotenzial gegen Windkraftanlagen.»

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