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Matrose soll Camperin vergewaltigt haben: Prozessbeginn

Koblenz (dpa/lrs) - Weil ein Matrose eine junge Camperin in Cochem an der Mosel überfallen, verletzt und vergewaltigt haben soll, steht er seit Dienstag vor dem Landgericht Koblenz. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 29-jährigen Steuermann vor, im September 2017 nach Alkoholgenuss der Frau auf einem Campingplatz aufgelauert und sie in ein Toilettengebäude geschleift zu haben. Dabei soll er die 21-Jährige mit einem einen Meter langen Begrenzungspfahl einer Campingparzelle angegriffen und erheblich verletzt haben. Anschließend zwang er sie laut Anklage zu sexuellen Handlungen.

Die junge Frau schrie um Hilfe. Ihr Freund eilte hinzu und konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Täter mit einem Faustschlag vertreiben. Die Polizei nahm den Matrosen kurz darauf in der Nähe des Campingplatzes fest. Die Camperin hatte Knochenbrüche, Prellungen und Platzwunden erlitten und kam ins Krankenhaus.

Der deutsche Steuermann stammt aus Leipzig und ist in Franken aufgewachsen. Vor Gericht wollte der unter anderem wegen Exhibitionismus vorbestrafte Mann außer zu seinen persönlichen Verhältnissen keine Angaben machen. Da die Verteidiger Stefan Schmidt und Mark Neugebauer nach eigenen Worten von neuen Ermittlungsergebnissen überrascht wurden und diese erst mit ihrem Mandanten besprechen wollten, schloss die Vorsitzende Richterin Anke Schenkelberg vorerst die Verhandlung. Der Prozess soll am 19. März fortgesetzt werden. Der Matrose sitzt in Untersuchungshaft.

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