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Mutmaßlicher Babymord: Mutter sagt unter Tränen aus

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Frankenthal (dpa/lrs) - Im zweiten Prozess um den mutmaßlichen Mord an einem Baby hat die Mutter, die als Nebenklägerin auftritt, am Mittwoch unter Tränen vor dem Landgericht Frankenthal ausgesagt. Der Vater soll das zwei Monate alte Mädchen im Mai 2016 in Frankenthal aus dem zweiten Stock eines Hauses geworfen und es so getötet haben. Er ist unter anderem wegen Mordes angeklagt.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft war er eifersüchtig auf das Kind, weil dessen Mutter viel Zeit mit dem Baby verbracht habe. Die 22 Jahre alte Frau beschrieb den Mann als gewalttätig, eifersüchtig und unberechenbar. So habe er sie während der gemeinsamen Zeit regelmäßig geschlagen. «Es war die Hölle», sagte sie unter Tränen. Selbst am Tag, als das Kind geboren wurde, habe er sie brutal geschlagen. Ihn zu verlassen, sei schwierig gewesen, auch weil er mit Selbstmord gedroht habe. Auch habe er sie bedroht: «Wenn es keine Liebe gibt, gibt es den Tod», habe er sinngemäß gesagt.

Der Angeklagte, der deutscher Staatsbürger ist, folgte den Ausführungen konzentriert. Ein erster Prozess gegen ihn hatte im November 2016 begonnen, platzte dann aber im vergangenen September, weil eine Richterin schwer erkrankte.

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