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Mutmaßlicher Mord bei Wadgassen: Anklage nach 29 Jahren

Ausgaben der Strafprozessordnung und vom Strafgesetzbuch. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Ausgaben der Strafprozessordnung und vom Strafgesetzbuch. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Saarbrücken (dpa/lrs) - 29 Jahre nach dem Verschwinden eines Mannes hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage wegen Mordes gegen zwei Männer erhoben. Den beiden Tatverdächtigen im Alter von heute 53 und 55 Jahren wird vorgeworfen, ihr Opfer vor fast drei Jahrzehnten unter einem Vorwand in ein Waldstück bei Wadgassen gelockt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Dort sollen sie auf den arg- und wehrlosen Mann mit einem extra präparierten Stock eingeschlagen sowie eingetreten und ihn so vorsätzlich getötet haben.

Den Angaben zufolge sah sich einer der beiden Tatverdächtigen von dem Opfer mit dem Tode bedroht, nachdem er von ihm zusammengeschlagen worden sein soll. Die beiden Männer sitzen laut Staatsanwaltschaft seit Anfang August in Untersuchungshaft. Bisher hätten sie sich nicht zum Tatvorwurf geäußert, hieß es.

In Gang gekommen waren die Ermittlungen des Falles von vor knapp 30 Jahren, nachdem die Polizei im Frühjahr Hinweise aus dem persönlichen Umfeld von einem der beiden Tatverdächtigen erhalten hatte. Die Beweisführung solle «maßgeblich» durch Zeugen erfolgen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen in dem Waldgebiet im Kreis Saarlouis nach der vergrabenen Leiche des damals 27 Jahre alten Opfers gesucht. Die Suche blieb erfolglos, der Leichnam konnte den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge nicht gefunden werden. Der Mann gilt demnach seit 1991 als vermisst.

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