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Neuneinhalb Jahre Haft wegen tödlicher Messerstiche

Die Richterbank eines Saals im Landgericht. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Die Richterbank eines Saals im Landgericht. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Der 46-Jährige, der einen Bekannten aus dem Drogenmilieu mit 20 Messerstichen in dessen Wohnung in Saarbrücken getötet hatte, ist wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht ordnete am Donnerstag für den Heroinabhängigen zudem nach zwei Jahren und neun Monaten die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Der in Kasachstan geborene deutsche Angeklagte habe den halbseitig gelähmten russischen Bekannten, von dem er Drogen bezogen hatte, «brutal und in einem Gewaltexzess» getötet, hieß es in der Urteilsbegründung. Eine Notwehrsituation habe die Kammer nicht gesehen, ebenso wenig wie die Verwirklichung eines Mordmerkmals. Allerdings sei wegen der langjährigen Heroinsucht eine erhebliche Verminderung der Steuerungsfähigkeit nicht auszuschließen.

Mit der Strafe blieb die Kammer unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zwölf Jahre gefordert hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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