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Prominente Unterstützer: Gegendemonstration in Kandel

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Mainz (dpa/lrs) - Ein von zahlreichen Prominenten unterstütztes Bündnis hat für den 24. März in Kandel zu einer Demonstration gegen eine weitere Kundgebung der Initiative «Kandel ist überall» aufgerufen. «Kandel ist überall» fordert mit Bezug auf den gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen im Dezember unter anderem die sofortige Schließung der deutschen Grenze und die Abschiebung aller Menschen, die sich illegal in der Bundesrepublik aufhalten.

Das Bündnis «Wir sind Kandel» will sich für Demokratie, Respekt und Vielfalt und gegen Ausgrenzung, Hetze, Rassismus und Hass einsetzen, wie es in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung heißt. Es wirft rechtsextremen Gruppen und Parteien vor, «Kandel zu einem Ort ihrer demokratiefeindlichen Propaganda» gemacht zu haben.

Zu den Unterstützern gehören neben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und mehreren Ministern auch Dreyers Amtsvorgänger Kurt Beck (beide SPD), der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad und DGB-Landeschef Dietmar Muscheid sowie die Landeschefs von SPD, Grünen, FDP und Linker. Auch der Präsident der LVU Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, Gerhard F. Braun, und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Rheinland-Pfalz, Avadislav Avadier, haben unterzeichnet, ebenso der Vorsitzende des Verbandes deutscher Sinti und Roma Landesverband Rheinland-Pfalz, Jacques Delfeld.

Beide Gruppierungen haben schon in Kandel demonstriert. Am 24. März will «Kandel ist überall» die Meinungsfreiheit zum Thema machen. Die 15-Jährige war in einem Drogeriemarkt erstochen worden. Mutmaßlicher Täter ist ihr Ex-Freund, ein Flüchtling aus Afghanistan.

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