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Razzia im Rotlichtmilieu: Mann in Freiburg verhaftet

Ein vermummter Polizeibeamter. Foto: Thomas Frey/Archiv

Ein vermummter Polizeibeamter. Foto: Thomas Frey/Archiv

Saarbrücken (dpa/lse) - Im Kampf gegen einen mutmaßlichen Menschenhändlerring sind am Donnerstag mehr als 100 Polizisten in sieben Bundesländern zu einer großangelegten Razzia im Rotlichtmilieu ausgerückt. Im Visier stand eine Bande, die transsexuelle Brasilianer zur Prostitution illegal nach Deutschland eingeschleust haben soll, wie das Landespolizeipräsidium in Saarbrücken mitteilte. Als «Kopf» der Bande sei ein 51 Jahre alter Deutsch-Brasilianer in Freiburg verhaftet worden. Insgesamt seien bei der Aktion 16 Objekte in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland durchsucht worden.

Für die Einschleusung sollen der 51-Jährige und seine Komplizen bis zu 15 000 Euro von den Opfern gefordert haben, die sie bei der Prostitution zunächst «abarbeiten» mussten. Der Ring habe ihnen auch Telefondienste zur Terminvereinbarung und Unterkünfte bereitgestellt, für die sie zahlen mussten.

Bei der Razzia seien auch mehrere Arrestbeschlüsse vollstreckt und umfangreiches Beweismaterial gesichert worden. Die Aktion erfolgte unter Federführung des Landespolizeipräsidiums Saarland. Seit 2017 läuft beim dortigen Dezernat für Schleusung und Menschenhandel ein Ermittlungsverfahren gegen die Bande.

Im Saarland und in Bayern seien jeweils zwei Objekte durchsucht worden. In Baden-Württemberg waren es fünf, in Hamburg vier, in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Berlin jeweils ein Objekt.

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