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Saar-Ministerrat stellt Weichen für Landarztquote

Eine Außenansicht des Saarländischen Landtags. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Eine Außenansicht des Saarländischen Landtags. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Saarbrücken (dpa/lrs) - Mit einer sogenannten Landarztquote will die saarländische Landesregierung dem drohenden Ärztemangel in ländlichen Regionen begegnen. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle am 12. Februar erstmals im Landtag eingebracht werden, teilte Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) nach einem Beschluss des Ministerrates am Dienstag in Saarbrücken mit.

Geplant sei, ab dem Wintersemester 2020/21 eine «Landarztquote» für Bewerber um einen Medizin-Studienplatz einzuführen. In einem Vertrag verpflichteten sich diese, nach ihrem Studium für zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Gebieten des Saarlandes zu arbeiten. Bei Vertragsbruch drohe eine Strafe von 250 000 Euro.

Die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung sei zwar gesetzliche Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). «Dennoch unternehmen auch wir als Landesregierung alles, um die hausärztliche Versorgung auf dem Land langfristig zu sichern», teilte Bachmann mit. Die «Landarztquote» sei ein «wichtiger Baustein», um junge Ärzte für das Saarland zu gewinnen.

Im Saarland nahmen im vergangenen Jahr 280 Studierende ein Studium der Humanmedizin auf. Laut Gesundheitsministerium stehen derzeit 83 freie Hausarztsitze zur Verfügung. Von rund 660 niedergelassenen Hausärzten seien fast 38 Prozent über 60 Jahre alt, knapp 19 Prozent arbeiteten über das 65. Lebensjahr hinaus. 2019 seien 23 Hausärzte in den Ruhestand gegangen. Dagegen habe es nur 16 neue Anerkennungen Allgemeinmedizin gegeben, die erteilt wurden.

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