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Saar-Parlament bringt Landarztquote auf den Weg

Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die sogenannte Landarztquote für Medizinstudenten im Saarland kommt. Der Landtag stimmte am Mittwoch einstimmig in erster Lesung einem entsprechenden Gesetzentwurf zu. Er sieht vor, dass vom Wintersemester an bis zu 22 Studenten auch ohne Spitzen-Abitur bevorzugt einen Medizin-Studienplatz erhalten können. Dies sind 7,8 Prozent der Medizin-Studienplätze im Saarland. Sie müssen sich verpflichten, mindestens zehn Jahre in einer Landarztpraxis zu arbeiten.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) sagte, Ziel sei es, eine drohende medizinische Unterversorgung bestimmter Gebiete des Saarlandes zu verhindern. Von 660 niedergelassenen Hausärzten sind derzeit rund 38 Prozent bereits über 60 Jahre alt. Fast jeder fünfte Hausarzt arbeitet über das 65. Lebensjahr hinaus. Schon jetzt sei der Bereich Wadern unterversorgt, in Lebach drohe eine Unterversorgung. Studenten, die nach dem Ende des Studiums die Verpflichtung zur Tätigkeit als Landarzt nicht einhalten, müssen eine Vertragsstrafe von 250 000 Euro bezahlen.

«Wir begrüßen diese Abkehr von der Fixierung auf die Abiturnote», sagte Astrid Schramm (Linke). Mittel- und langfristig seien aber deutlich mehr Studienplätze nötig. «Wir wissen, dass sich die Situation in den nächsten Jahren dramatisch verschärfen könnte», sagte Magnus Jung (SPD). Nach Angaben Bachmanns sind die ersten Landarztquoten-Mediziner im Jahr 2031 zu erwarten. Der Gesetzentwurf wird jetzt im Gesundheitsausschuss beraten.

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Gesetzentwurf Landärzte

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