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Saarbrücker Stromsperren-Modell wird zum Vorbild

Das Zählwerk eines Stromzählers. Foto: Jens Büttner/Archiv

Das Zählwerk eines Stromzählers. Foto: Jens Büttner/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Das Saarbrücker Vier-Punkte-Modell zur Vermeidung von Stromsperren macht Schule. Im nordrhein-westfälischen Menden versuchen Stadtwerke, Jobcenter und Sozialamt, nach dem saarländischen Vorbild auch ein Frühwarnsystem gegen Stromsperren zu installieren. Die Saar-Landeshauptstadt hatte bereits Anfang 2013 ihr Projekt gestartet. Trauriger Anlass war eine Brandkatastrophe im Jahr zuvor. Dabei starben vier Kinder, nachdem eine brennende Kerze ein Feuer ausgelöst hatte. Der einkommensschwachen Familie war der Strom und damit auch das Licht abgestellt worden.

Das Saarbrücker Modell basiert auf einer Einwilligungserklärung des Sozialleistungsempfängers, die einen Datenaustausch zwischen dem Grundversorger Energie SaarLorLux und dem zuständigen Jobcenter ermöglicht. Dadurch wird dem Energieversorger erlaubt, das Jobcenter zu informieren, wenn dem Kunden eine Stromsperre droht. Auch auf Landesebene wird das Modell seit knapp fünf Jahren angewendet. Ein erstes Monitoring kam zu dem Ergebnis, dass zwischen Juli 2015 und Juni 2016 im Saarland knapp 88 000 Stromsperren angedroht aber nur ein Prozent davon umgesetzt wurden.

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