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Saarland bedauert Tesla-Entscheidung für «Gigafactory»-Bau

Anke Rehlinger (SPD), Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Saarland. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

Anke Rehlinger (SPD), Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr im Saarland. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

Saarbrücken/Berlin (dpa/lrs) - Das Saarland hat enttäuscht auf die Entscheidung des Elektroauto-Herstellers Tesla zum Bau seiner europäischen Fabrik im Berliner Umland reagiert. «Die Entscheidung ist für das Saarland natürlich bedauerlich», sagte die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Mittwoch in Saarbrücken. Das Ministerium sei in den vergangenen Tagen von Tesla informiert worden, dass man sich für einen anderen Standort entschieden habe. Tesla-Chef Elon Musk hatte am Dienstagabend in Berlin angekündigt, die «Gigafactory» im Umland von Berlin bauen zu wollen.

Rehlinger sagte weiter, das Saarland habe aber im Wettbewerb zeigen können, «dass wir ein attraktiver Industriestandort mit Zukunft sind. Das wird auch anderswo gesehen». Seit Monaten habe das Ministerium «intensive und gute Gespräche» mit dem Elektroautobauer geführt. «Unser Angebot ist von Tesla immer sehr honoriert worden», sagte Ministeriumssprecher Julian Lange.

Die nun geplante Fläche für das Werk in Brandenburg sei deutlich größer als ursprünglich geplant: Eine derart große Fläche hätte es im Saarland aufgrund seiner Siedlungsstruktur gar nicht gegeben. Auch hätten wohl «die anfänglichen Ideen eines Standorts mit deutsch-französischem Bezug keine wesentliche Rolle mehr gespielt», sagte Lange.

Tesla hatte schon seit längerem nach einem Standort für eine «Gigafactory» für die Herstellung von Batterien und Fahrzeugen in Europa gesucht. Die Fabrik in Deutschland soll nach bisherigen Angaben voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen. Sie soll zunächst den künftigen Kompakt-SUV Model Y sowie auch Batterien und Antriebe bauen.

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