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Spannung vor Abstimmung über Mittelrheinbrücke

Marlon Bröhr (CDU) steht an einem Aussichtspunkt bei St.Goar-Werlau. Foto: Thomas Frey/Archiv

Marlon Bröhr (CDU) steht an einem Aussichtspunkt bei St.Goar-Werlau. Foto: Thomas Frey/Archiv

Simmern (dpa/lrs) - In der jahrzehntealten Debatte um die geplante Mittelrheinbrücke sorgt eine Abstimmung im Rhein-Hunsrück-Kreistag an diesem Montag (12. März) für wachsende Spannung. «Ich stelle die Gretchenfrage: Wollt ihr überhaupt die Brücke?», sagte CDU-Landrat Marlon Bröhr in Simmern der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle sie, aber nicht in der Trägerschaft des Kreises, weil dieser damit finanziell überfordert wäre. Die geplante Querung zwischen St. Goar und St. Goarshausen müsse eine Landesbrücke werden.

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) weist dies zurück. Er sieht die Brücke unter anderem angesichts des erwarteten Verkehrsaufkommens als Kreisstraße und bietet hohe Landeszuschüsse. Sollte der Kreistag mehrheitlich gegen eine kommunale Brücke stimmen, das Land aber weiter daran festhalten, wäre das Projekt ungewisser denn je. Bislang gibt es zwischen Koblenz und Mainz keine einzige Rheinbrücke.

Auf der Tagesordnung der öffentlichen Kreistagssitzung am Montag steht noch eine zweite Abstimmung über die Mittelrheinbrücke. Hier geht es auf Antrag der Fraktionen von SPD, FDP und Freien Wählern um den Beginn des Raumordnungsverfahrens: Die Trägerschaft der Brücke könnte später immer noch entschieden werden. Das ist auch die Ansicht des SPD-Landrats Frank Puchtler des gegenüberliegenden Rhein-Lahn-Kreises, schon lange gestützt von einer Entscheidung des dortigen Kreistags.

Bröhr erklärte, er sei nicht gegen ein Raumordnungsverfahren: «Wir haben nur etwas dagegen, wenn wir es beantragen, weil wir nicht zuständig sind.» Der Kreis- und Fraktionschef der SPD im Kreistag in Simmern, Michael Maurer, sagte der dpa, zunächst müssten mit einem Raumordnungsverfahren die Grundlagen geklärt und beispielsweise die alte Verkehrszählung von 2009 aktualisiert werden. Sollte die Mittelrheinbrücke dann eine Landesbrücke werden, müsste sie sich hinter zahlreichen offiziell dringlicheren Projekten im Landesstraßenbauprogramm einreihen. Dann würde sie erst in späteren Jahrzehnten gebaut.

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