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Stellenstreichungen beim Saar-Sportverband vorgesehen

Völklingen/Saarbrücken (dpa/lrs) - Im krisengeschüttelten Landessportverband für das Saarland (LSVS) soll es nach einem Konzept des Konsolidierungsberaters zu zahlreichen Kündigungen kommen. Insgesamt seien davon 62 Menschen betroffen, teilte er am Mittwochabend in Völklingen mit. Bei weiteren 30 liefen befristete Verträge in absehbarer Zeit aus oder sie gingen in den Ruhestand. Am Ende sollen dann 77 Mitarbeiter beim LSVS übrig bleiben. Ein Schwerpunkt der Sanierung müsse auf der Reduzierung der Personalkosten von derzeit 6,1 Millionen Euro im Jahr liegen, betonte der Konsolidierungsberater, der Völklinger Anwalt Michael Blank.

Von den sieben Geschäftsstellen des Verbandes sollen dem Konzept zufolge künftig nur noch fünf erhalten bleiben, zwei Geschäftsstellenleiter fielen weg. Dicht machen soll auch die verlustbringende Mensa der Hermann-Neuberger-Sportschule. Externe Caterer sollten künftig die Verpflegung übernehmen. Zudem wird das «Saarsportmagazin» künftig nicht mehr gedruckt, sondern nur noch in eingeschränktem Umfang auf der LSVS-Webseite angeboten.

Der LSVS soll über Jahre hinweg mehr Geld ausgegeben als eingenommen haben. Das strukturelle Defizit liegt den Angaben zufolge im laufenden Jahr bei 2,5 Millionen Euro. Die Affäre führte zum Rücktritt von Landtagspräsident Klaus Meiser (CDU), der auch Präsident des LSVS ist. Gegen ihn und alle anderen LSVS-Präsidiumsmitglieder ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue und Vorteilsgewährung. Auch ein Untersuchungssausschuss des Landtages in Saarbrücken befasst sich mit der Finanzaffäre im Saar-Sport.

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