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Stromausfall: Schott beziffert Schaden auf knappe Million

Mainz (dpa/lrs) - Dem Mainzer Spezialglas-Hersteller Schott ist bei dem großen Stromausfall im vergangenen November ein Schaden von einer knappen Million Euro entstanden. Unterschiedliche Produkte in verschiedenen Stufen der Produktion seien anschließend nicht mehr zu verwenden gewesen, sagte Unternehmenssprecher Salvatore Ruggiero der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Den Stromausfall am 16. November 2017 hatte ein Kurzschluss in einem Umspannwerk ausgelöst, betroffen waren Teile von Mainz und Wiesbaden. In der Folge waren etwa Ampeln in beiden Städten ausgefallen, Aufzüge reihenweise steckengeblieben und zahlreiche Alarmanlagen waren ausgelöst worden. Die Rettungskräfte waren im Dauereinsatz dies- und jenseits des Rheins. Direkt nach dem Ausfall hatte Schott von geschätzt einem Schaden im einstelligen Millionenbereich gesprochen.

Ruggiero sagte nun, Schaden sei beispielsweise bei der Glasschmelze entstanden, einem Herzstück der Produktion. Hier werde der Rohstoff in Wannen stark erhitzt. Wenn während dieses Vorgangs die Temperatur wegen fehlenden Stroms sinke, könne das Glas in den Wannen anschließend nicht mehr verwendet werden.

Andere Produkte durchlaufen einen langsamen Kühlungsprozess - zum Beispiel Spiegel für die Weltraumforschung. Nach dem Stromausfall sei die Kühlung bis zum Anspringen der Notstromaggregate ausgefallen, dadurch seien Defekte im Glas entstanden. Bei einem Spiegel mit mehreren Metern Durchmesser genüge schon eine kleine Blase in Stecknadelkopfgröße. Und bei einem Spiegel für die Weltraumforschung sei eine Fräsmaschine kurz gestoppt, wodurch ein kleiner Bruch im Glas entstanden sei. Auch er sei nicht mehr zu verwenden gewesen.

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