6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Studie: Kein Fortschritt bei Inklusion an Schulen

Ein Junge in einem Rollstuhl nimmt in einer fünften Klasse am Unterricht teil. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Ein Junge in einem Rollstuhl nimmt in einer fünften Klasse am Unterricht teil. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Gütersloh/Saarbrücken (dpa/lrs) - Gut vier Prozent aller Schüler im Saarland werden an einer Förderschule unterrichtet. Ihr Anteil sank von 2008/09 bis 2016/17 nur minimal von 4,23 auf 4,22 Prozent. Im Bundesschnitt ging dieser von den Experten als Exklusionsquote bezeichnete Anteil hingegen von 4,92 auf 4,34 Prozent zurück, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung hervorgeht.

Im Saarland «wurde beim Erreichen der Zielvorgabe der UN-Konvention kein Fortschritt erreicht», stellen die Autoren fest. Deutschland ist der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2009 beigetreten. Darin verpflichten sich die Staaten, dass «Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden».

Alle öffentlichen Schulen im Saarland sollen nach dem erklärten Willen der Landesregierung inklusive Schulen werden. Die Umsetzung begann 2014/15 mit den Grundschulen, gefolgt von den weiterführenden Schulen und ab diesem Schuljahr auch in den Berufsschulen. Eltern von Kindern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf können beantragen, dass ihr Kind in einer der insgesamt 36 Förderschulen mit sieben unterschiedlichen Förderschwerpunkten unterrichtet wird. Am meisten werden Förderschulen laut Bertelsmann wegen einer Lernbeeinträchtigung (1,67 Prozent) besucht. Danach folgen «sonstige Förderbedarfe» wie Hör- und Sehbehinderungen und eine Förderung wegen der geistigen Entwicklung (0,81 Prozent).

Inklusion an Schulen im Saarland

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein