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Tausende Kinder zurück in Grundschulen und in Kitas

Ein leeres Klassenzimmer in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Ein leeres Klassenzimmer in einer Grundschule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Saarbrücken (dpa/lrs) - Erstmals nach rund zwei Monaten sind Grundschüler im Saarland wieder in Klassenräumen unterrichtet worden. Der Präsenzunterricht sei am Montag gut angelaufen, teilte der Sprecher des Bildungsministeriums in Saarbrücken mit. Der Unterricht laufe im Wechselbetrieb: Jeweils rund die Hälfte der insgesamt 31 500 Grundschüler sei vor Ort im Unterricht, die andere Hälfte lerne von zuhause. Hinzu kommen noch Kinder, die zwar keinen Präsenzunterricht haben, aber am pädagogischen Angebot teilnehmen. Die Präsenzpflicht in Schulen war wegen der Corona-Krise am 16. Dezember aufgehoben worden.

An 145 von 155 Grundschulen sei als Regelfall ein wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenz und Zuhause-Lernen vorgesehen. An zehn Grundschulen gebe es Schichtmodelle, hieß es. Vor Ort gelte auch im Unterricht die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken. Vor den Weihnachtsferien waren auch andere Mund-Nasen-Bedeckungen erlaubt.

«Der Start in den Wechselunterricht für die Grundschülerinnen und Grundschüler ist nach der langen Zeit ohne Präsenzunterricht ein ganz wichtiger Schritt», sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) nach dem Besuch einer Grundschule in Blieskastel-Lautzkirchen.

Zudem seien weiterhin 9750 Schüler in Abschlussklassen im Präsenzunterricht. Sie waren ab dem 11. Januar die ersten, die zurück in die Schulen gingen. Für Schüler in weiterführenden Schulen bleibt es dagegen weiter beim Fernunterricht. Streichert-Clivot sagte, sei setze sich auf der Grundlage der Hygieneregeln dafür ein, «auch weitere Öffnungsschritte an den Schulen zu gehen».

Es werde nach und nach in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes und den örtlichen Praxen ein freiwilliges Testangebot für Beschäftigte an Schulen und Schüler geben, teilte das Ministerium mit. Es würden Antigen-Schnelltests genutzt.

Leider seien derzeit noch keine Schnelltests zur Selbstanwendung zugelassen. Wenn dies der Fall sein werde, würde man auf solche Tests zur Selbstanwendung umsteigen, hieß es. «Selbstverständlich würden wir auch Tests bevorzugen, die in der Anwendung angenehmer sind - das wäre nicht nur für die Anwendung in Kitas und Schulen ein Vorteil.» Bildungsministerin Streichert-Clivot sagte: «Je schneller Schnelltests zur Selbstanwendung zur Verfügung stehen, desto besser.»

Am Montag gingen zudem Kitas zurück in den Regelbetrieb. Der Appell an Eltern, die Kinder, wenn möglich, nicht dorthin zu bringen, entfalle nun, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Kita-Betrieb finde unter Pandemie-Bedingungen statt: Beschäftige müssten Masken tragen, zudem seien regelmäßigen Lüften, feste Gruppe und Hygienemaßnahmen Pflicht. Im Saarland gibt es rund 36 000 Kita-Kinder, die von rund 6700 pädagogischen Fachkräften betreut werden.

Auch in Luxemburg hat am Montag der Präsenzunterricht in den Schulen wieder begonnen. Dies gilt für Schüler aller Schulformen. Es gibt eine generelle Maskenpflicht - auch im Unterricht. Zudem wird dort vermehrt getestet, wie das Bildungsministerium mitteilte.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-534337/4

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