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Terrorverdächtiger vom Weihnachtsmarkt bleibt untergebacht

Ludwigshafen (dpa/lrs) - Der Jugendliche, der Ende 2016 als Zwölfjähriger einen Bombenanschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant haben soll, wird weiter an einem geschützten Ort außerhalb von Ludwigshafen untergebracht und betreut. Das ist das Ergebnis eines Anhörungstermins beim zuständigen Familiengericht, wie die Stadt Ludwigshafen am Freitag mitteilte. Die Eltern des inzwischen 14-Jährigen seien mit der Maßnahme einverstanden.

Der Fall des mutmaßlich radikalisierten Kindes gilt als bundesweit einmalig. Der damals Zwölfjährige hatte nach Angaben des Mainzer Innenministeriums versucht, im Dezember 2016 einen selbst gebastelten Sprengsatz am Weihnachtsmarkt abzulegen. Der geplante Selbstmordanschlag soll gescheitert sein, weil es ihm nicht gelungen sei, den Sprengsatz zu zünden. Die Polizei fand die Nagelbombe später hinter einem Gebüsch. Das Kind kann nicht strafrechtlich belangt werden. Es wird seit Dezember 2016 im Auftrag des Stadtjugendamtes Ludwigshafen betreut. Im März 2017 hatte das Familiengericht seine Unterbringung einer geschlossenen Einrichtung der Jugendhilfe genehmigt.

Nach Angaben der Stadt setzt nun ein freier Träger die intensive individualpädagogische Arbeit mit dem Jugendlichen fort. «Die pädagogische Arbeit wird in den kommenden Monaten inhaltlich angepasst, um auf die bisher positive Entwicklung des Jugendlichen zu reagieren», hieß es. Ein entsprechendes psychiatrisches Gutachten liege vor. Zum Aufenthaltsort des Jugendlichen und der Art der Betreuung machte die Kommune aus Datenschutzgründen keine Angaben.

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