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Tobias Hans: Regionale Arbeit in Élysée-Vertrag stärken

Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes, gestikuliert während eines Interviews in seinem Büro. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes, gestikuliert während eines Interviews in seinem Büro. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Der geplante neue Élysée-Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich muss nach Ansicht des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) auch die regionale Zusammenarbeit stärken. «Ich halte das für sehr, sehr bedeutsam», sagte Hans der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Regierungschefs der anderen Bundesländer wollten «die Rolle der Regionen im deutsch-französischen Freundschaftsvertrag stärken».

Deutschland und Frankreich haben eine Erneuerung des 1963 von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterzeichneten Élysée-Vertrags vereinbart. Der Vertrag gilt als Grundstein für die Zusammenarbeit der früheren «Erbfeinde» Deutschland und Frankreich.

Hans sprach von einer «gelebten Zusammenarbeit» in der Saar-Region im Grenzraum zu Frankreich und Luxemburg, die einzigartig sei. Täglich pendelten mehr als 230 000 Menschen über Grenzen: «Da ist eine echte Nahtstelle Europas.» Im neuen Élysée-Vertrag müsse das «stärker in den Fokus» gestellt werden, sagte Hans, der auch Vorsitzender der deutsch-französischen Freundschaftsgruppe des Bundesrates ist.

Es gehe um eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, der Rettungsdienste und der gesundheitlichen Versorgung. «Es ist ja nicht erklärbar, dass jemand, der in Forbach (Frankreich) lebt, mit einem schweren gesundheitlichen Problem in die Nähe von Straßburg fahren muss, statt sich hier in Saarbrücken behandeln zu lassen.»

Das Saarland, das zum Jahreswechsel den Vorsitz der Großregion von Luxemburg für zwei Jahre übernimmt, wolle sich unter anderem für besser Mobilität von Arbeitnehmern stark machen. Man brauche «binationale Schulabschlüsse» und eine grenzüberschreitende duale Ausbildung. Das deutsche Berufsbildungsmodell finde in Frankreich großes Interesse.

Am besten seien Abschlüsse, die gleichermaßen in Deutschland, Frankreich und Luxemburg anerkannt würden. Dies sei «nicht ganz uneigennützig: Wir haben einen erheblichen Fachkräftemangel, wir brauchen die jungen Menschen». Zur Großregion gehören mehr als elf Millionen Einwohner zwischen Mosel, Maas, und Rhein im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Frankreich und Belgien.

Großregion

Élysée-Vertrag von 1963

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