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Tod nach Heroinkauf:Fünf Jahre Haft für Dealerin

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv

Koblenz (dpa/lrs) - Eine Neuwieder Drogendealerin, die den Tod einer Käuferin verursacht hat, muss für fünf Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Koblenz bezog dabei in seinem Urteil vom Freitag eine andere ältere Haftstrafe ein. «Außerdem wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet», sagte eine Gerichtssprecherin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die 31-Jährige hatte laut Staatsanwaltschaft im Dezember 2014 einer 21-Jährigen Heroin verkauft, obwohl sie wusste, dass die junge Frau schwer drogenabhängig war und gerade eine Therapie abgebrochen hatte.

Die 21-Jährige fiel kurz danach ins Koma und starb drei Tage später. Nach Aussagen mehrerer Zeuginnen war die junge Frau süchtig nach Heroin, Kokain, Cannabis, Tabletten und Alkohol gewesen. Sie habe immer alles, was sie habe bekommen können, auf einmal genommen.

Ein rechtsmedizinisches Gutachten bestätigte stark angegriffene Organe und Rückstände eines umfangreichen Drogencocktails im Blut der Toten. Die Dealerin, die sich beim Prozessauftakt nicht äußerte, befand sich wegen früherer Delikte bereits in Haft.

Nach dem Gutachten eines Psychiaters waren ihre Eltern beide schwere Alkoholiker gewesen, die Mutter immer noch, und sie selbst abhängig von Amphetaminen, Opiaten, Kokain, Cannabis, Heroin und Alkohol.

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