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Tödliche Schüsse auf den Sohn: Urteil erwartet

Außenaufnahme des Landgerichts Saarbrücken. Foto: Oliver Dietze/Archivbild

Außenaufnahme des Landgerichts Saarbrücken. Foto: Oliver Dietze/Archivbild

Saarbrücken (dpa/lrs) - Ein Vater hat gestanden, seinen 29-jährigen Sohn im Saarland erschossen zu haben. Im Totschlag-Prozess gegen den 66-Jährigen vor dem Landgericht in Saarbrücken wird heute das Urteil erwartet.

Der Oberstaatsanwalt hatte in seinem Plädoyer von einem minderschweren Fall gesprochen und eine Haftstrafe von fünf Jahren für den Saarländer gefordert. Die Verteidigung hatte eine «mildere Strafe» beantragt, weil bei der Tat am 1. Januar 2018 ganz klar eine Notwehrsituation bestanden habe. Der drogenabhängige Sohn habe die Familie zuvor terrorisiert und Angst und Schrecken verbreitet.

Durch zunehmenden Drogenkonsum, so hatte der Vater berichtet, sei der Sohn ab Herbst zunehmend aggressiver gegenüber den Eltern geworden. Er habe randaliert, sie bestohlen, beschimpft, bespuckt und zuletzt gedroht, ihr Haus anzuzünden. Zum Jahreswechsel sei die Situation eskaliert.

Am Tattag war der Sohn über den Balkon in das Haus der Eltern in Beckingen (Landkreis Merzig-Wadern) eingedrungen. Als er sich weigerte, zu gehen, soll ihn sein Vater mit drei Schüssen getötet haben.

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