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Toscani setzt sich für Erinnerungskultur ein

Stephan Toscani (CDU), aufgenommen während einer Pressekonferenz im Landtag des Saarlandes. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Stephan Toscani (CDU), aufgenommen während einer Pressekonferenz im Landtag des Saarlandes. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Saarbrücken (dpa/lrs) - Es gibt immer weniger Holocaust-Zeitzeugen - auch deshalb will sich Saar-Landtagspräsident Stephan Toscani (CDU) verstärkt für das Erinnern an die Verbrechen der Nationalsozialisten engagieren. Er sehe es als seine Aufgabe an, Jüngere anzusprechen, wie man aus der Vergangenheit lernen könne, sagte Toscani am Donnerstag in Saarbrücken. In den nächsten Wochen und Monaten will der Politiker mit Schülern Erinnerungsplätze in den jeweiligen Orten der Schulen besuchen - zunächst im Kreis St. Wendel und Blieskastel, ab 2019 dann auch in anderen Regionen.

«Verfolgung, Unterdrückung und Mord haben nicht irgendwo weit weg stattgefunden, sondern hier in unserer Region, wo die jungen Leute leben», sagte Toscani. Das wolle er am Beispiel von Einzelschicksalen deutlich machen - auch vor dem Hintergrund, dass immer mehr Zeitzeugen der Judenvernichtung sterben. Hinzu komme, dass es Kinder aus Migrantenfamilien gebe, die mit anderen Augen auf die Vergangenheit blickten und mitunter geprägt seien von Antisemitismus in ihren Familien und der Ablehnung des Staates Israel.

«Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Juden in Deutschland wieder Angst haben müssen», betonte Toscani. «Wir dürfen nicht hinnehmen, dass auf deutschen Straßen wieder der Hitlergruß gezeigt wird.» Jeder in der demokratischen Gesellschaft müsse sich überlegen, was er an seinem Platz dagegen tun könne. Die traditionelle Holocaust-Gedenkveranstaltung am 27. Januar im Landtag soll diesmal zudem von Schülern in einer neuen, zeitgemäßen Form gestaltet werden.

Landtag des Saarlandes

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