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Verband rechnet mit geringerem Absatz von Heizöl

Hans-Jürgen Funke ist Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte in Mannheim. Foto: Mauro De Moliner/VEH/dpa-tmn/Archivbild

Hans-Jürgen Funke ist Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte in Mannheim. Foto: Mauro De Moliner/VEH/dpa-tmn/Archivbild

Mannheim (dpa/lsw) - Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) rechnet damit, dass sich die Heizölpreise in den kommenden Monaten in einem Korridor von 55 bis 60 Euro pro 100 Liter bewegen. Das sagte VEH-Geschäftsführer Hans-Jürgen Funke am Freitag in Mannheim. Mit der seit Januar bundesweit geltenden CO2-Abgabe seien die Preise leicht gestiegen. «Insgesamt aber gibt es Heizöl nach wie vor für einen wirklich günstigen Preis», fügte er hinzu. Mit Blick auf die pandemiebedingten Unsicherheiten für die Weltwirtschaft seien langfristige Prognosen indes schwierig zu treffen.

Insgesamt dürfte sich das Jahresplus beim Absatz von Heizöl für 2020 auf etwa fünf Prozent belaufen, wie der Vorsitzende des VEH, Thomas Rundel, bei der Online-Konferenz sagte. So hätten die Kunden im vergangenen Jahr in der ersten Hälfte etwa 25 Prozent mehr Heizöl gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019 bestellt. Wegen des weltweiten Konjunktureinbruchs aufgrund der Coronapandemie war die Nachfrage nach Rohöl und damit der Heizölpreis im November auf bis zu 38 Euro pro 100 Liter Heizöl bei einer Bestellmenge von 3000 Liter gesunken. Der Preisverfall habe für volle Auftragsbücher bei den Händlern gesorgt.

Mittlerweile habe sich die Lage wieder normalisiert, viele Kunden hätten ihre Heizöltanks vor dem Winter befüllt. Seit Anfang November sei der Preis für Heizöl wieder auf aktuell etwa 60 bis 65 Euro pro 100 Liter gestiegen, je nach Region und Bestellmenge. Weil die Tanks gut gefüllt seien, müsse man jedoch für 2021 mit einem um 20 Prozent niedrigeren Absatz rechnen.

Mit Blick auf die Zukunft der Branche betonte der Verband - er vertritt nach eigenen Angaben etwa 400 Energiehändler in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Thüringen -, auch mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) würden Ölheizung nicht aus dem Sortiment fallen. Das Gesetz regle aber die Vorschriften zur Modernisierung von solchen Heizungen.

So dürfen ab 2026 Öl- oder Kohleheizungen nur dann noch eingebaut werden, wenn das Haus über keinen Gas- oder Fernwärmeanschluss verfügt, sich auf Neubaustandard befindet oder erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, wie beispielsweise bei Hybridheizungen. Bis 2026 könnten Ölheizungen indes auch ohne die Integration erneuerbarer Energieträgern modernisiert werden. Das GEG formuliere daher kein generelles Ölheizungsverbot.

Energiehandel Südwest-Mitte (VEH)

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