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Vorwürfe beim Weißen Ring: «Nichts Vergleichbares» im Land

Mainz (dpa/lrs) - Ähnlich gravierende Vorwürfe der sexuellen Belästigung wie beim Weißen Ring in Lübeck hat es beim rheinland-pfälzischen Landesverband der Opferhilfeorganisation nach eigenen Angaben bislang nicht gegeben. Allerdings seien durchaus schon Vorwürfe erhoben worden - er wisse von «ganz wenigen Vorfällen in längst vergangener Zeit», sagte der Landesvorsitzende des Weißen Rings, Werner Keggenhoff, am Mittwoch in Mainz. Details dazu nannte er auf Nachfrage nicht. In diesen Fällen seien etwa Ermahnungen ausgesprochen oder Mitarbeitern bestimmte Opfer nicht mehr zugewiesen worden.

In Schleswig-Holstein werfen mindestens zwölf Frauen einem Außenstellenleiter des Weißen Rings vor, sie bei einer Opferberatung sexuell belästigt und genötigt zu haben. In Rheinland-Pfalz gebe es «nichts Vergleichbares», sagte Keggenhoff. Er verfüge allerdings über keine Zahlen, wie oft Hilfesuchende sich über Berater beschwerten oder Berater wegen Vorwürfen Fälle abgaben. Die Frage für ihn sei, «ob ich an der Lösung von Problemen interessiert bin oder an einer Statistik».

Hubertus Raubal, Außenstellenleiter des Weißen Rings in Ahrweiler, berichtete von einem einzigen Fall in seinem Sprengel in 18 Jahren. In diesem Fall sei der Mitarbeiter von sich aus zu ihm gekommen, weil er gemerkt habe, dass eine zu große Nähe zu dem Opfer entstanden sei. «Bei Beratungen über einen langen Zeitraum hinweg besteht die Gefahr, dass man in die Gefühle mit reingenommen wird», sagte er. «Wenn man dann zum Kaffeetrinken eingeladen wird, läuten die Alarmglocken.» In Schulungen lernten die Mitarbeiter zu erkennen, wann sie sich selbst schützen müssten.

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