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WWF sieht viele Gewässer im Saarland in schlechtem Zustand

Badeverbot an der Nied in Rehlingen-Siersburg. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Badeverbot an der Nied in Rehlingen-Siersburg. Foto: Oliver Dietze/Archiv

Berlin (dpa/lrs) - Viele Flüsse und Bäche im Saarland sind einer Analyse der Umweltorganisation WWF zufolge in schlechtem Zustand. Es gebe wie in anderen Bundesländern großen Handlungsbedarf, erklärte die Umweltschutzorganisation am Montag unter Berufung auf eine Analyse offizieller Behördendaten. Grund sei die Belastung mit Nitrat aus der Landwirtschaft und Schadstoffen wie Quecksilber. Das Saarland ist demnach allerdings das einzige Bundesland, in dem es überhaupt noch einige wenige Fließgewässer gibt, die als nicht schadstoffbelastet eingestuft sind. Das Grundwasser ist demnach durchweg in einem chemisch guten Zustand.

WWF-Vorstand Christoph Heinrich forderte vor der am Mittwoch beginnenden Konferenz der Umweltminister von Bund und Ländern, «den Gewässerschutz endlich ernst» zu nehmen. «Es wurde zu lange weggesehen, wenn weite Teile der Industrie und des Agrarsektors auf Kosten unseres Wassers gewirtschaftet haben», kritisierte er.

Die meisten Seen, Flüsse und Bäche in Deutschland sind dem Umweltbundesamt zufolge in keinem ökologisch guten Zustand. Das beutetet nicht unbedingt, dass dort das Baden gefährlich wäre, sondern dass man dort nicht die Tiere und Pflanzen findet, die natürlicherweise dort leben sollten. Das Leitungswasser in Deutschland kann man bedenkenlos trinken, wie das Umweltbundesamt erklärt. Die häufigsten Gründe für einen schlechten Öko-Zustand seien Belastungen aus der Landwirtschaft sowie Begradigung, Verbauung oder Unterbrechung durch Wehre.

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