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Warnstreiks treffen vor allem Pendler, Schüler und Eltern

Ein Plakat mit der Aufschrift «Heute: Warnstreik!». Foto: Christophe Gateau/Archiv

Ein Plakat mit der Aufschrift «Heute: Warnstreik!». Foto: Christophe Gateau/Archiv

Mainz/Ingelheim (dpa/lrs) - Auch am Freitag haben Warnstreiks im Öffentlichen Dienst zu teilweise erheblichen Einschränkungen in Rheinland-Pfalz geführt. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wurde in der Region Mainz, Nahe und Hunsrück gestreikt. Von 53 städtischen Kindertagesstätten in Mainz waren beispielsweise mehr als 30 Einrichtungen streikbedingt geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr in der Landeshauptstadt wurde ebenfalls bestreikt, was vor allem Pendler und Schüler traf. Auch die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe beteiligten sich am Warnstreik.

Auf der zentralen Kundgebung auf dem Sebastian-Münster-Platz in Ingelheim kamen nach Angaben eines Verdi-Sprechers etwa 1200 Menschen zusammen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Den Angaben zufolge beteiligten sich in der zu Ende gehenden Woche insgesamt rund 11 000 Menschen im Verdi-Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland an den Warnstreiks. Ungefähr 6000 Frauen und Männer seien in Rheinland-Pfalz in den Ausstand getreten, 5 000 Menschen waren es demnach etwa im Saarland. «Damit sind wir sehr zufrieden, das ein klares Zeichen an die Arbeitgeber», sagte der Sprecher.

Ziel der Arbeitnehmervertreter war es, mit den Warnstreiks Druck für die Tarifrunde am 15. und 16. April in Potsdam aufzubauen. Verdi fordert für etwa 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte des Öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber ein Plus von 200 Euro im Monat. In Rheinland-Pfalz geht es um etwa 120 000 Tarifbeschäftigte von Kommunen.

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