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«Zwei verlorene Punkte»: Kaiserslautern wieder frustriert

Ein Fußball fliegt ins Netz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild

Ein Fußball fliegt ins Netz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild

Verl (dpa/lrs) - Nur drei Siege, nur 20 Punkte und nur 17 erzielte Tore in 19 Spielen: Der 1. FC Kaiserslautern befindet sich nach der schlechtesten Hinrunde seiner dreijährigen Drittliga-Zugehörigkeit in akuter Abstiegsgefahr. Zwar steht der viermalige deutsche Meister als Tabellen-16. weiterhin knapp über den vier Rängen, die direkt in die Regionalliga führen - die hinter den Lauterern platzierten Mannschaften haben aber allesamt noch Nachholspiele zu absolvieren.

Auch beim 1:1 (0:0)-Unentschieden bei Aufsteiger SC Verl verschenkte das Team von Trainer Jeff Saibene in den Schlussminuten noch den Sieg. Für die Roten Teufel war es bereits die elfte Punkteteilung in dieser Spielzeit. Bis zum Drittliga-Rekord von 18 Remis binnen einer Saison ist es nicht mehr allzu weit.

Nachdem Marvin Pourié in der 61. Minute zur Führung getroffen hatte, hätte der Torjäger fünf Minuten später das Spiel zu Gunsten des FCK entscheiden können. Pourié scheiterte aber mit einem Handelfmeter an Verls Schlussmann Robin Brüseke. Stattdessen gelang Verls Berkan Taz (81.) noch der 1:1-Ausgleich. «Nach dem verschossenen Elfmeter haben wir merklich an Selbstvertrauen verloren. Es ist bitter, das Ergebnis ist insgesamt aber absolut in Ordnung, weil auch Verl gute Chancen hatte. Der Spielverlauf spiegelt unsere derzeitige Situation wieder», resümierte Saibene.

«Das sind ganz klar zwei verlorene Punkte heute», sagte Verteidiger Philipp Hercher, der Pouriés Treffer vorbereitete, aber auch beim Ausgleich beteiligt war. «Wenn wir das 2:0 machen, dann bin ich sicher, dass wir das Spiel gewinnen. Trotzdem hat mir die Moral der Mannschaft gefallen. Das 1:1 ist aber zu wenig.»

Der Luxemburger Saibene beklagte nach der Partie, dass Akteure wie Kapitän Carlo Sickinger, Neuzugang Jean Zimmer oder Hikmet Ciftci der Rhythmus gefehlt habe, weil sie lange nicht gespielt hätten. Allerdings: Mit Alexander Winkler saß ein Akteur mit Spielpraxis 90 Minuten auf der Bank. Der Innenverteidiger hatte sich in den vergangenen Wochen immer besser in der Mannschaft zurechtgefunden.

Für den 1. FC Kaiserslautern folgt nun zu Beginn der Rückrunde eine Englische Woche mit Spielen bei Tabellenführer Dynamo Dresden und zwei Heimspielen gegen Türkgücü München und den SV Wehen Wiesbaden. Sollte auch in diesen drei Begegnungen nicht entsprechend gepunktet werden, dürfte in der Pfalz eine erneute Trainerdiskussion nicht mehr abzuwenden sein.

Kader 1. FC Kaiserslautern

Drittliga-Tabelle

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