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Bundeswehr fehlen Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelte

Anfang 2019 soll Deutschland eine führende Rolle bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato übernehmen. Foto: Maurizio Gambarini

Anfang 2019 soll Deutschland eine führende Rolle bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato übernehmen. Foto: Maurizio Gambarini

Berlin (dpa) - Für den Einsatz der Bundeswehr 2019 bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato fehlen der Truppe nicht nur Panzer, sondern auch Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelte. Das geht laut «Rheinischer Post» aus einem Papier des Heereskommandos hervor.

Parlamentarier reagierten empört. Derartige Versorgungslücken, zumal bei wichtigen Nato-Vorhaben, «können und werden wir nicht akzeptieren», sagte SPD-Verteidigungsexperte Fritz Felgentreu dem Blatt.

Auch Florian Hahn (CSU) verlangte, die Materiallücken zu schließen, wie es im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei. Von einem Skandal gegenüber den Soldaten und einem beschämenden Vorgang gegenüber den Bündnispartnern sprach FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. «Dass selbst die Basisausrüstung wie Schutzwesten und Winterbekleidung fehlt, zeigt, in welchem erbärmlichen Zustand die Bundeswehr inzwischen runtergespart wurde», erklärte sie. Die FDP werde deshalb in der nächsten Sitzung des Verteidigungsausschusses einen Unterausschuss beantragen, der sich mit «dieser skandalösen Situation» beschäftigen soll.

Um dem Vorgehen Russlands auf der Krim zu begegnen, hat die Nato 2014 die sogenannte «Speerspitze» für rasche Einsätze gegründet - Anfang 2019 wird Deutschland dort eine führende Rolle übernehmen. Laut «Welt» mangelt es dem Heer aber derzeit an einsatzbereiten Kampfpanzern dafür.

Schon vor einer Woche hatte das Verteidigungsministerium erklären müssen, dass die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr «generell nicht zufriedenstellend» sei.

Laut «Schleswiger Nachrichten» gibt es auch ein Problem bei den Luftwaffen-Tornados auf dem Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein. Diese dürfen seit einer Woche nicht fliegen, weil dem Kerosin zu viel Biodiesel zugemischt war. Dies sei bei einer Routineüberprüfung am vergangenen Montag aufgefallen.

«Die Toleranzwerte sind minimal überschritten», erklärte Oberst Kristof Conrath vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 «Immelmann» der Zeitung. «Es ist nicht so, dass dadurch die Flugzeuge vom Himmel fallen würden», betonte er. Dennoch sei es selbstverständlich richtig, dass bei einer Grenzwert-Überschreitung der Treibstoff nicht weiter verwendet werde und die Tornado-Jets am Boden bleiben. Aus Sicherheitsgründen müssen alle Tanks der Flugzeuge gespült werden.

Die Ursache der Verunreinigung sei noch unklar, hieß es. Die Panne sei für die Luftwaffe besonders ärgerlich, da die Ausbildung neuer Tornado-Piloten ohnehin bereits drei Monate im Verzug sei.

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