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Portrait: Kolumbiens künftiger Präsident Duque

Ivan Duque hebt nach seiner Stimmabgabe seinen Daumen. Foto: Fernando Vergara, AP

Ivan Duque hebt nach seiner Stimmabgabe seinen Daumen. Foto: Fernando Vergara, AP

Bogotá (dpa) - Iván Duque ist ganz oben angekommen und doch muss er nach seiner Wahl zum kolumbianischen Präsidenten erst noch beweisen, dass er sein eigener Mann ist.

Den meisten Kolumbianern gilt der bis vor Kurzem noch völlig unbekannte Anwalt als Marionette des früheren Staatschefs Álvaro Uribe (2002 - 2010). Viele glauben, dass der einflussreiche Senator Uribe im Hintergrund die Strippen ziehen wird, wenn Duque in den Präsidentenpalast einzieht. «Die wirkliche Macht in Kolumbien wird vom Präsidialamt in den Senat wandern», sagt der Vorsitzende der Abgeordnetenkammer, Rodrigo Lara.

Duque war nach seinem Studium in Kolumbien und den USA zunächst Berater im Finanzministerium und arbeitete später bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank in Washington. Seit 2014 saß der Jurist für Uribes rechte Partei Centro Democrático im Senat. Den umstrittenen Friedensvertrag wollte Duque zunächst «in Stücke reißen», während des Wahlkampfs hat er sich etwas gemäßigt und schlägt nun Änderungen bei einigen Punkten vor.

Selbst unter seinen Gegnern gilt der stets gut gelaunte 41-Jährige als sympathischer Typ. Viele trauen ihm das höchste Staatsamt allerdings noch nicht zu. Gerüchten zufolge soll er sich sogar die Haare grau gefärbt haben, um erfahrener zu wirken. «Er ist ein guter Junge», sagte zuletzt der frühere Vizepräsident Germán Vargas Lleras etwas herablassend. «Aber er sollte nicht zum Präsidenten gewählt werden, denn er ist ein "Hühnchen" ohne Erfahrung.»

Offizielle Biografie Duque

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