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Seehofer und das Sprachbild der «Mutter»

Horst Seehofer (M.) lässt sich an der Grenzkontrollstelle Saalbrücke das Livebild einer Drohne der bayerischen Polizei zeigen. Foto: Matthias Balk

Horst Seehofer (M.) lässt sich an der Grenzkontrollstelle Saalbrücke das Livebild einer Drohne der bayerischen Polizei zeigen. Foto: Matthias Balk

Berlin (dpa) - In der Rhetorik Horst Seehofers spielt die «Mutter» seit Jahren eine besondere Rolle. Wenn der CSU-Bundesinnenminister in der Migrationsdebatte jetzt von der «Mutter aller politischen Probleme» spricht, so variiert er damit nur bekannte Redewendungen:

«Mutter aller Wahlen»: Von ihr sprach Seehofer im September 2016 - im Streit um eine Obergrenze für Flüchtlinge und angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl. Für die CSU habe die Wahl strategische Bedeutung, «weil sie sozusagen die Stimmung vorprägt für unser bayerisches Landtagswahljahr», erklärte der Parteichef damals.

«Mutter aller Schlachten»: Einige Jahre zuvor nahm Seehofer angesichts der bayerischen Landtagswahl 2013 gar eine Formulierung in den Mund, die an den Golfkrieg zu Beginn der 1990er Jahre und den irakischen Diktator Saddam Hussein erinnert. Damals war der Irak in das benachbarte Kuwait einmarschiert.

Als 1991 die US-geführte Operation zur Rückeroberung des Öl-Emirats startete, erklärte Hussein, nun habe «die Mutter aller Schlachten» begonnen. Sechs Wochen später war sein Land besiegt.

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