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Terrorverdächtiger soll Ermittlungsrichter vorgeführt werden

Der Mann ist verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Deutschland vorbereitet zu haben. Foto: Boris Roessler/Symbolbild

Der Mann ist verdächtig, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Deutschland vorbereitet zu haben. Foto: Boris Roessler/Symbolbild

Karlsruhe/Berlin (dpa) - Nach der Festnahme eines Islamisten in Berlin wegen Terrorverdachts wird der 31-Jährige an diesem Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Der Mann mit russischer Staatsbürgerschaft soll einen Sprengstoffanschlag geplant haben.

Nach Angaben der Ermittler soll er dieselbe Moschee in Berlin besucht haben, in der auch Anis Amri verkehrte - der Attentäter vom Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz.

Die Festnahme des Terrorverdächtigen erfolgte am Mittwoch durch Beamte des Bundeskriminalamts mit Unterstützung der GSG 9 und des Landeskriminalamts. Die Ermittler durchsuchten die Wohnung von Magomed-Ali C. und wollten herausfinden, wo der Sprengstoff geblieben ist. In den Räumen wurde aber nichts gefunden. Zugrunde lag ein Haftbefehl vom 9. August.

Die Bundesanwaltschaft verdächtigt den Mann, gemeinschaftlich mit dem in Frankreich inhaftierten Clément B. eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Deutschland vorbereitet zu haben. Vorausgegangen waren Ermittlungen französischer Strafverfolgungsbehörden gegen Clément B., der am 18. April 2017 in Marseille festgenommen worden war. Der Franzose soll zwei Anschläge geplant haben. Einen in Frankreich mit einem ebenfalls festgenommenen weiteren Mann und einen in Deutschland zusammen mit Magomed-Ali C.

Der beschuldigte 31-Jährige soll nach Angaben der Bundesanwaltschaft am 26. Oktober 2016 in seiner Wohnung in Berlin eine erhebliche Menge des gefährlichen Sprengstoffs TATP gelagert haben. Damit sollte demnach ein Sprengsatz gebaut und an einem unbekannten Ort in Deutschland gezündet werden. Die Anschlagsvorbereitungen seien aber durch die Polizei gestört worden. Beide Männer trennten sich damals aus Angst vor Entdeckung.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur steht die Festnahme nicht im Zusammenhang mit einer akuten Anschlagsgefahr. In Berliner Sicherheitskreisen hieß es, der Verdächtige sei kein Unbekannter und schon länger im Visier der Sicherheitsbehörden gewesen. «Er war auf der Liste der Gefährder.»

Mitteilung der Bundesanwaltschaft

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