{k}/{n}
Artikel {k} von {n}

A62 Landstuhl Richtung Nonnweiler zwischen Nohfelden-Türkismühle und Dreieck Nonnweiler Gefahr besteht nicht mehr (01:42)

Priorität: Normal

14°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
14°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Mutmaßlicher Brandstifter von Saarlouis leidet unter Persönlichkeitsstörung

image

Auch für diesen Brand war der mutmaßliche Feuerteufel verantwortlich. Foto: Becker & Bredel

Der 26-Jährige habe bei der Vernehmung durch Ermittler eindeutiges Täterwissen präsentiert. „Und wir gehen davon aus, dass ihm noch weitere Taten zuzurechnen sind“, so Himbert. Denn der Mann habe noch mehr Angaben gemacht - die aber noch zu überprüfen seien. Ob dem Verdächtigen auch die beiden Auto-Brände am Sonntag in Neunkirchen zuzurechnen sind, dazu konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Nach dem Brandanschlag am Mittwochnachmittag in Überherrn nahmen Polizisten aus Bous den jungen Mann in der Nähe des Tatorts fest. Dabei fanden sie im Rucksack des 26-Jährigen mit deutscher und russischer Staatsbürgerschaft Feuerzeuge, Grillanzünder sowie brennbare Flüssigkeiten.

image

Weitere Aufnahme einer Brandstelle. Foto: Becker&Bredel

„Seine Motivation ist uns bislang noch unklar“, sagte Himbert, doch der Tatverdächtige sei „psychisch auffällig“. Am Donnerstag wurde der Mann einem Haftrichter beim Amtsgericht in Saarbrücken vorgeführt. Der Haftrichter veranlasste, den 26-Jährigen in die Forensik nach Merzig zu überführen.

Die Staatsanwaltschaft teilt die Einschätzung der Polizei: „Nach einem vorliegenden psychiatrischen Kurzgutachten ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte unter einer Psychose und unter Persönlichkeitsstörungen leidet“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dennis Langenstein).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein
Tobias Ebelshäuser

Warum das Saarland zur „Pop-Hauptstadt“ werden könnte

image

Auch Emily Jane White aus den USA gestaltete das Musikprogramm mit. Foto: Tobias Ebelshäuser

Das Ziel
„Es geht darum, Popkultur fühlbar zu machen, schmeckbar und riechbar“, sagt Peter Meyer, Initiator und Gründungsmitglied des Poprates. „Dabei steht die Musik zwar im Mittelpunkt, allerdings müssen alle anderen Popkulturgenres mitgedacht werden“, sagt er. „Das sind zum Beispiel Foto, Film, Design, Mode oder Street- und Urban Art.“

Man solle den Puls der Zeit fühlen können in einem Bundesland, das oft als abgehängt und altbacken gelte. „Dabei ist das überhaupt nicht so, wenn man mal die Popkultur im Saarland betrachtet“, sagt Meyer. Deswegen hat der Poprat am Mittwoch im „Mauerpfeiffer“ in Saarbrücken den „Sommerpop“ veranstaltet.

image

In einem Film erzählen Mitglieder des saarländischen Poprates, was sie denn sie unter Pop verstehen. Foto: Tobias Ebelshäuser

Die Musik ist zwar da, die Bühne an der Spitze des länglichen Außenbereichs ganz klar der Mittelpunkt der Veranstaltung. Doch obwohl sie im Mittelpunkt steht, übertönt sie den Rest nicht. Sie stellt mehr den Hintergrund-Soundtrack einer Szene, in der sich unterhalten und ausgetauscht wird, man kommt ins Gespräch, auch wenn man sich nicht kennt.

Diesen Soundtrack eröffnet die saarländische Singer-Songwriterin Frau Wolf, gefolgt von Emily Jane White aus den USA und Mélanie Pain aus Frankreich. Die Zusammenstellung zeigt, dass zwar international gedacht, jedoch die saarländische Pop-Szene gestützt werden soll.

Das Saarland als Home of Pop?
Der Traum vom Saarland als „Home of Pop“ treibt die Mitglieder des Poprats an. Von 26 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, sind mittlerweile rund 100 im Verein organisiert. Jeder kennt sich auf seine eigene Weise mit einem bestimmten Teil der Popkultur aus. Ziel sei es, die Szene im Saarland stark zu vernetzen und die Förderung der Szene auf die Agenda der Entscheider zu bringen.

Kai Jorzyk, hauptberuflich Konzertveranstalter und Mitglied des Poprats, ist sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Auch weil wenig Zeit war, sie zu planen: nur etwas mehr als ein Monat. „Man sieht, dass alles sehr schnell geht, wenn man die Kompetenzen bündelt“, sagt er. „Gerade daran sieht man wie viel Potenzial das Ganze hat.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Tobias Ebelshäuser).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein
Anzeige

Ausgelassene Stimmung vom 12. bis 22. Juli 2019 auf dem Webenheimer Bauernfest!

image

Foto: Veranstalter

Unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm

Das Webenheimer Bauernfest gehört zu den größten und bekanntesten Attraktionen in der Region. Unter dem Motto "Stadt und Land - Hand in Hand" wird allen Besuchern ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm angeboten. Die große Attraktion des Webenheimer Bauernfests ist das Festzelt mit mehr als 1.500 Sitzplätzen im Innenbereich und weiteren 500 Sitzgelegenheiten im Biergarten und auf der Sonnenterrasse.

Ausgelassene Stimmung im Festzelt: Das müssen Sie erleben!

Im Zelt erwartet die Besucher ein buntes Showprogramm mit tollen Künstlern, die sich in Webenheim das Mikrofon in die Hand geben. Neben dem großen Vergnügungspark  streben die Veranstalter rund um das Festzelt zurück zu den Ursprüngen des Webenheimer Bauernfests: Tradition, Kultur- und Naturverbundenheit.

image

Foto: SOL

Jetzt schon den Familientag vormerken

Auch in diesem Jahr werden die alljährlich beliebten und bekannten Traditionsveranstaltungen stattfinden. So lädt das Bauernfest Eltern und Kinder am Mittwoch, 17. Juli, traditionell zum Familientag mit Schlachtfest auf der Festwiese ein. Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Familie und bietet deshalb tolle Aktionen für einen erlebnisreichen Ausflug.

Auf dem Vergnügungspark dreht sich dann alles um den gemeinsamen Spaß. Aus diesem Grund reduzieren alle Fahrgeschäfte auf der Festwiese am Mittwoch ihre Preise. Alle sonstigen Stände bieten Ihnen ein Sonderangebot an. Beim Schlachtfest wird deftige Hausmannskost von Grillhaxe über Spanferkel und Leberknödel bis zur „Webenheimer Schlachtplatte“ oder dem „Vesperteller“ angeboten.

image

Foto: SOL

Überblick über das Programm 2019

- 12.07.2019 Eröffnung mit unserem Landrat Theophil Gallo

- 13.07.2019 Bauern- und Handwerkermarkt

- 14.07.2019 Webenheimer Pferderennen

- 15.07.2019 Stuten- und Fohlenschau

- 15.07.2019 Mittagstisch der ortsansässigen Betriebe im Festzelt

- 17.07.2019 Familientag mit ermäßigten Preisen an allen Fahrgeschäften und Sonderangeboten an allen anderen Geschäften

- 17.07.2019 Webenheimer Schlachtfest

- 20.07.2019 Islandpferde-Festival - Tag 1

- 21.07.2019 Islandpferde-Festival - Tag 2 .

- 22.07.2019 Romantisches Musikfeuerwerk

image

Foto: Veranstalter

Seit 2016  mit dabei: Grunder Gourmet Party- & Event-Catering

Wie in den Vorjahren wird das große Festzelt auch im Jahr 2019 durch die Firma Grunder Gourmet Party- & Event-Catering betrieben. Grunder Gourmet Party- & Event-Catering und sein Team übernimmt auch in diesem Jahr die komplette Bewirtung sowie die Planung des Unterhaltungsprogramms im großen Festzelt für alle Veranstaltungstage.

Auf zum Webenheimer Bauernfest 2019

Besuchen Sie das 98. Webenheimer Bauernfest! Auch Sie werden von der festlichen Dekoration, von der Qualität des Essens der Grunder-Küche, dem freundlichen, aufmerksamen und funktionierenden Getränkeservice begeistert sein! Erleben Sie die stimmungsvolle Atmosphäre, wo man lebhafte Unterhaltungen bei einem kühlen frisch gezapften Karlsberg-Bier genießen kann!

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Wie kommt ein Emoji in eine Abraham-Lincoln- Rede von 1862?

image

Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Schaut man sich den historischen Zeitungsartikel, in dem die Rede des US-Präsidenten Lincoln wiedergegeben wurde, einmal genauer an, scheint auf den ersten Blick wirklich alles für einen Druckfehler zu sprechen: „... being here yourselves, (applause and laughter ;) and I offer ...“

Es sieht so aus, als sei hier ein Semikolon („Strichpunkt") in den eingeklammerten Kommentar des Journalisten gerutscht. Ein klarer Fall von Druckfehler also? Interessanterweise lassen sich derartige Piktogramme, die im Internet-Zeitalter massenhaft Verbreitung fanden, schon im 19. Jahrhundert als gedruckte Strichmännchengesichter in verschiedenen Publikationen nachweisen.

Scott Fahlman und Shigetaka Kurita
Einigen Experten gelten sogar die ägyptischen Hieroglyphen als frühe Emojis. „Es könnte gut sein, dass sich der Schriftsetzer da einen Scherz erlaubt hat“, sagt der amerikanische Informatiker Scott Fahlman, der heute als der Vater aller digitalen Emoticons gilt, über die Lincoln- Rede.

Er war es, der im September des Jahres 1982 vorschlug, Humor innerhalb einer digitalen Kommunikation einfach mit den Schriftzeichen :-) zu kennzeichnen - um Missverständnissen vorzubeugen. Dem Japaner Shigetaka Kurita war das nicht genug.

Ende der 1990er Jahre entwickelte er kleine symbolische Grafiken, die den Überblick auf den damals noch recht pixeligen Bildschirmen erleichtern sollten. „Sie waren schwarzweiß und lediglich 12 mal 12 Pixel groß“, sagt Shigetaka Kurita heute. „Die ersten farbigen Emojis kamen 1999 heraus, als andere japanische Hersteller ihre eigenen Designs auf den Markt brachten.“

Der Smiley
Den typischen Smiley sucht man in dieser frühen Kollektion allerdings vergebens. Überhaupt ist das mit dem Smiley, der heute ja praktisch synonym für alle Emojis steht, so eine Sache. Der Werbegrafiker Harvey Ball hat den gelben lächelnden Smiley erstmals 1963 zu Papier gebracht. Sein Lohn für die zehn Minuten Arbeit betrug ganze 45 US-Dollar.

Die ersten Smileys wurden damals noch auf kleine Ansteck-Buttons gedruckt und verteilt. Sie kamen so gut an, dass sie bald millionenfach auch auf Aufklebern, Tassen, T- Shirts und sogar auf Bettwäsche erschienen. 1972 kam der französische Journalist Franklin Loufrani auf die Idee, Artikel in der Zeitung France Soir, für die er schrieb, mit einem kleinen Smiley zu kennzeichnen.

Im Gegensatz zu Harvey Ball sicherte er sich allerdings die Rechte für seinen Smiley und vergab weltweit Lizenzen für die Nutzung. In der digitalen Welt war der Gebrauch der Smileys lange Zeit allerdings nicht ganz so einfach wie in der analogen. Aufgrund der unterschiedlichen Standards der Hersteller konnte es vorkommen, dass ein- und dasselbe Emoji je nach Gerät und Software ganz unterschiedlich dargestellt wurde.

Einheitliche Kodierung
Die weltweit einheitliche Kodierung der Emojis durch das Unicode- Konsortium im Jahr 2010 verbesserte die Situation. Den Vorwurf einiger Kritiker, Emojis könnten gar als moderne Hieroglyphen des Internetzeitalters dem digitalen Analphabetentum Vorschub leisten sein, will aber zumindest Shigetaka Kurita nicht gelten lassen.

„Ich denke nicht, dass Emojis ein Zeichen dafür sind, dass die Menschen die Fähigkeit zur Kommunikation verlieren oder dass sie sogar das Vokabular einschränken“, ist sich der Emoji-Pionier sicher. „Emojis sind heute so beliebt, weil sie bei den Handy-Nutzern auf einen entsprechenden Bedarf getroffen sind. Sie sind eben großartig, um eine bestimmte Aussage auf einfache Art und Weise auf den Punkt zu bringen.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Christian Satorius).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Unbekannter bricht in St. Wendel Auto auf und klaut Kaugummis

image

Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Eine 25-Jährige aus St. Wendel stellte am Dienstagabend (11. Juli) ihren älteren Peugeot zunächst auf dem Parkplatz an der alten Stadtmauer in St. Wendel ab.

Und genau dort schlug der noch unbekannte Täter zu. Nachdem es ihm gelang, in das Auto einzubrechen, machte sich bei ihm wohl schnell die Enttäuschung breit. Denn in dem Fahrzeug gab es absolut nichts zu holen, außer einer Sonnenbrille und einem Päckchen Kaugummi.

Mit dieser mageren Beute schlich der Unbekannte schließlich davon. "Ehrliche Arbeit wäre dann doch lukrativer gewesen", schreibt die Polizei St. Wendel in ihrer Pressemitteilung.

Hinweise bitte an die Polizei in St. Wendel unter der Telefonnummer 06851 898 0.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Anträge auf Ruhestand von Saar-Polizisten wurden widerrufen

image

Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa+++(c) dpa - Bildfunk+++

„Hauptkommissar X“ hat es quasi amtlich: Im August 2016 teilte ihm die Polizeiabteilung im Innenministerium mit, seinem Antrag auf vorzeitige Ruhestandsversetzung Ende Juli 2017, begründet mit langjährigen Schichtdiensten, „wird hiermit stattgegeben“.

Der Polizist orientierte seine weitere Lebensplanung an genau diesem Termin. Tatsächlich ist er bereits mehrere Wochen vor seiner angekündigten Pensionierung nicht mehr im Dienst. Mit seinen Kollegen hat der Kriminalist längst seinen Abschied feucht-fröhlich gefeiert, als ihm während des Urlaubs Anfang Juni, also zehn Monate nach dem ersten Bescheid, ein neues Schreiben aus der Polizeiabteilung des Ministeriums ins Haus flatterte.

Die Hiobsbotschaft
Der erste Bescheid, mit dem der Vorruhestand genehmigt wurde, sei „rechtsfehlerhaft ergangen“. Die Begründung: Die angegebenen Schichtdienstzeiten, unter anderem im Kriminaldienst, seien „zu Unrecht“ bewertet worden. Abgesehen davon, dass der Hauptkommissar nie im Kriminaldienst einer Inspektion war, gibt und gab es zweifelsfrei Schichtdienstmodelle bei der Kripo.

Hauptkommissar X soll sechs Monate länger arbeiten. Oder vielleicht doch nicht? Knapp drei Wochen nach dem Widerruf-Schreiben mit der Hiobsbotschaft kam neue Post. Absender: die Besoldungs- und Versorgungsstelle (ZBS). Die teilte auf Euro und Cent genau die Höhe des Ruhegehaltes mit, das ab 1. August 2017 gezahlt werde. In der Anlage war zudem der amtliche „Ausweis für Versorgungsempfänger“. Rein vorsorglich hat der Polizist Widerspruch gegen den letzten Bescheid eingelegt und Rat bei einem Anwalt gesucht.

Kein Einzelfall
Hauptkommissar X ist kein Einzelfall. 23 Polizisten sind nach Angaben einer Ministeriumssprecherin von angeblich rechtsfehlerhaften Bescheiden betroffen. Für acht Beamte ändert sich aber nichts mehr. Sie sind längst im wohlverdienten Ruhestand, erhielten auch keinen Widerruf. Einige ihrer Kollegen trifft es umso härter. Ein Beamter musste das bereits bestellte kalte Buffet für die abgesagte Abschiedsparty stornieren.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Gegen den Bundestrend: Zahl der Feuerwehrleute im Saarland bleibt stabil

image

Ein Lieferwagen steht in Elm-Sprengen in hellen Flammen. Foto: Becker&Bredel

Statistik
Die Feuerwehr wird längst nicht nur gerufen, wenn es brennt. Oft stehen Hilfen bei Verkehrsunfällen oder auch Fehlalarme ganz oben auf der Liste. 11 227 Mal sind Berufsfeuerwehr, die 52 freiwilligen Feuerwehren und die 16 Werksfeuerwehren im Saarland im Jahr 2016 ausgerückt. Das geht aus der Jahresstatistik hervor, die gestern (13. Juli) im Innenministerium vorgestellt wurde.

Die Zahl der Brände, die freiwillige Wehren und Berufsfeuerwehr löschen mussten, sank um 7,2 Prozent auf 2202 Fälle. Das ist der drittniedrigste Wert im Zehn-Jahres-Vergleich. Dabei retteten sie 156 Menschen, sieben Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Bei den sonstigen Hilfeleistungen wie der technischen Hilfe bei Unfällen, Unwetter oder bei Tiernotfällen, gab es im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg, nämlich um 31,2 Prozent, auf 5490 Einsätze (2015: 4186).

Die 16 Werksfeuerwehren rückten in 928 Fällen zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung aus, 927 Mal wegen Fehlalarmierungen, hauptsächlich ausgelöst durch Brandmeldeanlagen.

Zahl der Mitglieder bleibt stabil
Gegen den Bundestrend, der sinkende Mitgliederzahlen aufweist, ist im Saarland die Zahl der aktiven Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren stabil geblieben. Gab es 2015 11514 Aktive, waren es ein Jahr später 11507, darunter 994 Frauen. Mit einem Frauenanteil von 8,4 Prozent ist ein neuer Höchststand erreicht.

Einen Zuwachs um 106 Mitglieder auf 4101 verzeichneten 2016 die Jugendfeuerwehren. Auch hier stieg der Mädchenanteil, der nun bei 22,9 Prozent liegt. Sieben neue Vorbereitungsgruppen wurden 2016 neu gegründet. In nun 17 Gruppen werden 218 Kinder ab sechs Jahren spielerisch auf die Jugendwehr vorbereitet.

Landesbrandinspekteur Timo Meyer betonte, es sei nicht selbstverständlich, dass die Zahlen im Saarland stabil seien. „98 Prozent der aktiven Feuerwehrleute tun dies ehrenamtlich, neben dem, was sie im Hauptberuf und in ihren Familien leisten.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Eltern aus Otzenhausen, Nonnweiler und Primstal ärgern sich über Schulbus-Preise

image

Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Die Ausgangssituation
So liegen beispielsweise zwischen Otzenhausen und dem Schulstandort St. Wendel rund 30 Kilometer. Nicht ganz 15 sind es bis nach Wadern. Dort liegen die Graf-Anton-Schule sowie das Hochwaldgymnasium.

Man mag es fast schon als logisch bezeichnen, dass sich viele Eltern aus dem Landkreis dafür entscheiden, ihre Kinder nach Wadern zur Schule zu schicken – obwohl im Landkreis Merzig-Wadern gelegen. Was ja auch kein Problem ist – sollte man meinen. Ist es aber doch: Sie sind verärgert über die Ticketpreise im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Das Problem
Die Kartenpreise im ÖPNV basieren auf dem sogenannten Waben-System. Aufgrund dieser vom saarländischen Verkehrsverbund SaarVV erdachten Struktur gibt es etwa von Otzenhausen nach Wadern drei mögliche Streckenführungen. Die günstigste Variante führt über Nonnweiler, Sitzerath und Wadrill nach Wadern. Nach Wabenstruktur des SaarVV würde eine Monatskarte für Schüler hier 63,80 Euro kosten (vier Waben).

Nur: Diese Strecke werde morgens und abends, wenn die Kinder in die Schule oder nach Hause wollen, nicht bedient, berichtet Petra Görgen, eine der betroffenen Mütter. Also fünf Waben durchfahren, wenn die Strecke über Nonnweiler und das Löstertal nach Wadern führen würde? Diese Monatskarte würde 76,60 kosten — wenn es sie denn gäbe. Denn auf dieser Strecke findet kein Linienverkehr statt.

Bleibt also nur die Strecke Otzenhausen, Nonnweiler, Primstal, Wadern. Dabei werden sechs Waben durchfahren. Was den Preis für eine Monatskarte auf 85,80 Euro verteuert – also um mehr als 20 Euro gegenüber der günstigsten Variante. Familien mit zwei Kindern müssen so monatlich mehr als 170 Euro für die Fahrt zur Schule ausgeben, rechnet Sandra Buchheit aus Primstal vor.

Die Nachfrage
Auf Nachfrage der SZ heißt es bei der Merziger Kreisverwaltung, dass dem Landkreis die Aufgabe obliege, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln eine ausreichende Verkehrsversorgung im Kreis zu gewährleisten. „Er hat auf die weitere Ausgestaltung, wie Streckenplan, Waben- und Tarifsystem keine Einflussmöglichkeiten.“

Der Landkreis versuche aber Einfluss zu nehmen. „Beispielsweise durch Änderungsvorschläge an den Workshop des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der sich mit dem Thema Waben-Struktur beschäftigt. Dort laufen Planungen, den Waben-Plan zu verändern.“ Generell sei der Landkreis Merzig-Wadern „in engem Kontakt mit dem Landkreis St. Wendel. Es laufen bereits Gespräche mit den Verantwortlichen zu diesem Thema“.

Mit Verwendung von SZ-Material (Thorsten Grim).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Mitglieder einer saarländischen Jugend-Einbrecherbande festgenommen

image

Symbolfoto: Uli Deck/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Auf das Konto der Bande, die aus drei 16-Jährigen und einem 20-Jährigen aus Neunkirchen, Ottweiler und Illingen besteht, soll folgendes gehen:

- zwei Wohnungseinbrüche in Ottweiler (davon ein Versuch)
- ein Raubüberfall auf einen Taxifahrer in Neunkirchen
- zwei Fahrzeugdiebstähle in Illingen und Neunkirchen

Dabei erbeuteten sie unter anderem Bargeld, Handys, eine hochwertige Armbanduhr, einen Audi S3 und einen BMW. Die Taten ereigneten sich zwischen April und Juni dieses Jahres.

Mit dem gestohlenen BMW verursachte der 20-Jährige in Höhe des Bahnhofes Neunkirchen einen Unfall, wobei ein anderer Fahrzeuginsasse verletzt wurde.

Gegen drei der vier Bandenmitglieder erließ das Amtsgericht Saarbrücken Haftbefehl, wovon zwei am Donnerstag vollstreckt wurden. Die anschließenden Durchsuchungen führten zum Auffinden weiteren Diebesgutes, unter anderem Handys sowie hochwertige Fahrräder.

Die dritte Person, der 20-Jährige, ist auf der Flucht.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Streit um den Bau einer Moschee in Sulzbach

image

Mit diesem Video im Internet wirbt die Muslimische Gemeinde Saarland um Spenden.Foto: hgn

Die Muslimische Gemeinde Saarland (MGS) plant eine neue Moschee. Die soll am Sitz des Vereins in Sulzbach entstehen. Rund 600 000 Euro veranschlagen die Verantwortlichen für Kauf und Umbau der alten Post, die sie bereits erstanden haben. Das Geld soll über Spenden zusammenkommen.

In dem islamischen Zentrum sind unter anderem Gebetsräume vorgesehen, nach Geschlechtern getrennt und mit separaten Eingängen. 800 Quadratmeter Fläche auf zwei Etagen bietet der Komplex. Das Gebäude selbst steht auf einer 2000 Quadratmeter großen Fläche, die zudem Parkplätze und einen Garten umfasst. Ein Eröffnungstermin für das Gebetshaus steht nach Auskunft des MGS-Vorsitzenden Burhan Yagci noch nicht fest.

Widerstand
Trotzdem formiert sich bereits Widerstand gegen die Pläne. Insbesondere weil die Gemeinschaft dem Salafismus zugeordnet wird. Dieser steht nach Ansicht des Bundesverfassungsschutzes in Zusammenhang mit islamistischen Strömungen, aus denen heraus gewalttätige Aspekte hervorgehen sollen, um zu missionieren.

Der saarländische Verfassungsschutz hat ein Auge auf den Sulzbacher Verein, der nach Auskunft dessen Leiters Yagci an die 60 Mitglieder zählt, dessen Einzugsradius indes weit über die Landesgrenzen hinweg reicht. Sie sollen Jahrhunderte alte Traditionen und Riten pflegen. Sie legen den Koran, die heilige Schrift des Islam, streng nach den althergebrachten Vorgaben ihres Propheten Mohammed aus, wie die Gläubigen selbst bestätigen.

image

Burhan Yagci, Chef des Vereins Muslimische Gemeinde Saarland. Foto: Matthias Zimmermann

„Dass wir nicht integrationsfähig sind, stimmt einfach nicht.“ Die Muslimische Gemeinde suche den Kontakt zur Zivilgesellschaft, wie der streng gläubige Vereinschef Burhan Yagci versichert. Und übt sich darin, dies damit zu untermauern: „Wir beteiligen uns am Dialog der Religionen. Wir sind seit vier Jahren dabei.“ Alle drei Monate kommen dazu unter anderem Katholiken, Protestanten, Vertreter des Hinduismus und eben auch Moslems zusammen.

Muslime wehren sich gegen Vorwürfe
„Wir wollen gar nicht bekehren“, verteidigt Yagci, der in Deutschland geboren ist. Natürlich verteidige er seinen Glauben. „Wenn mich jemand zum Islam fragt, dann antworte ich ihm auch.“ Und genau dann folge sogleich der Vorwurf, er und andere Anhänger wollten missionieren.

Umso mehr bedrückt es ihn, dass die MGS im Visier des Verfassungsschutzes steht. „Ja, wir wissen das. Er kam direkt auf uns zu. Wir haben ständigen Kontakt“, berichtet der Vereinsvorsitzende. „Es ist ein komisches Gefühl, wie ein potenziell Krimineller beobachtet zu werden, wenn man eigentlich nur seine Frömmigkeit ausleben will.“ Dabei sei bislang kein Fall bekannt, dass ein Islamist aus dem Saarland zum IS-Kämpfer ausgebildet worden sei.

image

Muharrem Cetinkaya, Vizechef des Sulzbacher Vereins, versichert, dass die Anhänger keinen Zwang auf Frauen ausüben. Foto: Matthias Zimmermann

Damit würden Muslime in Deutschland in eine Verteidigungshaltung gedrängt, obwohl viele nur ihren Glauben mit Gebeten und Lebensstil ausüben wollten, ohne sich von der Gesellschaft und hiesigen Gesetzen abzunabeln. Außerdem werde in der Sulzbacher Mosche Deutsch gesprochen. Ein Simultandolmetscher übersetze die Gebete des ägyptischen Imam.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

11 000 Flüchtlinge im Saarland suchen Arbeit

image

Die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach (am 07.09.2015). Foto: Becker&Bredel

Die Arbeitsvermittlung ist ein Teil des im März 2016 eröffneten Ankunftszentrums – eines der ersten bundesweit. Neben der ärztlichen Untersuchung, der Aufnahme der persönlichen Daten und der Identitätsprüfung können Migranten hier auch ihren Asylantrag stellen, erhalten ihre Anhörung und warten bis zur Entscheidung. Inzwischen arbeiten hier rund 70 Mitarbeiter.

Das Ankunftszentrum soll auch bei derzeit niedrigen Ankunftszahlen erhalten bleiben, sagt die neue Präsidentin des Bamf (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Jutta Cordt, bei ihrem gestrigen Besuch in Lebach: „Denn jetzt lautet die nächste Herausforderung Integration.“ Doch müsse in den nächsten Jahren geschaut werden, wie die Mitarbeiterstärke aussehen müsse und in welchen Bereichen diese gebraucht würden.

„Die Arbeit geht uns zunächst nicht aus“, sagt Cordt und verweist darauf, dass das Bamf drei Jahre nach erteiltem Asyl den Antrag erneut überprüfen müsse. Cordt, die seit Jahresbeginn das Bamf leitet, lobte das Saarland und nannte das Ankunftszentrum „beispielgebend“ für die 25 weiteren Zentren in Deutschland. Die Abläufe hier seien auf die anderen Zentren übertragen worden.

Das Ankunftszentrum berate auch zu freiwilligen Ausreisen: „Wir haben ein Rückkehrmanagement, das seinesgleichen sucht.“ So seien im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 228 Personen beraten worden, davon seien 111 Personen bereits ausgereist, acht weitere hätten ihre Ausreise für Juli geplant.

Aktuell seien im Saarland 11 000 Flüchtlinge arbeitssuchend, über die Hälfte von ihnen besuchten derzeit Sprachkurse, sagt die Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz. Seit Juni 2016 hätten 900 Flüchtlinge eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden, über 500 hätten eine Ausbildung begonnen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein
Timo Holl

Wahrheit oder Fake-News: Welche dieser Kunstaktionen haben wirklich stattgefunden?

image

Symbolfoto: Pexels

Dass die Aktion für den Videokünstler Alexander Karle relativ glimpflich ausgegangen ist, haben wir euch am Dienstag hier berichtet.

In unserem heutigen Quiz haben wir für euch ähnlich spektakuläre Kunstaktionen zusammengestellt. Manche sind frei erfunden, andere hingegen genau so passiert. Spielt unser Quiz und entscheidet, ob wahr oder falsch!

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein