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A6 Metz/Saarbrücken Richtung Kaiserslautern zwischen Rohrbach und Kreuz Neunkirchen Gefahr durch defekten LKW auf dem rechten Fahrstreifen (15:29)

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Mutmaßlicher Brandstifter von Saarlouis leidet unter Persönlichkeitsstörung

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Auch für diesen Brand war der mutmaßliche Feuerteufel verantwortlich. Foto: Becker & Bredel

Der 26-Jährige habe bei der Vernehmung durch Ermittler eindeutiges Täterwissen präsentiert. „Und wir gehen davon aus, dass ihm noch weitere Taten zuzurechnen sind“, so Himbert. Denn der Mann habe noch mehr Angaben gemacht - die aber noch zu überprüfen seien. Ob dem Verdächtigen auch die beiden Auto-Brände am Sonntag in Neunkirchen zuzurechnen sind, dazu konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Nach dem Brandanschlag am Mittwochnachmittag in Überherrn nahmen Polizisten aus Bous den jungen Mann in der Nähe des Tatorts fest. Dabei fanden sie im Rucksack des 26-Jährigen mit deutscher und russischer Staatsbürgerschaft Feuerzeuge, Grillanzünder sowie brennbare Flüssigkeiten.

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Weitere Aufnahme einer Brandstelle. Foto: Becker&Bredel

„Seine Motivation ist uns bislang noch unklar“, sagte Himbert, doch der Tatverdächtige sei „psychisch auffällig“. Am Donnerstag wurde der Mann einem Haftrichter beim Amtsgericht in Saarbrücken vorgeführt. Der Haftrichter veranlasste, den 26-Jährigen in die Forensik nach Merzig zu überführen.

Die Staatsanwaltschaft teilt die Einschätzung der Polizei: „Nach einem vorliegenden psychiatrischen Kurzgutachten ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte unter einer Psychose und unter Persönlichkeitsstörungen leidet“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dennis Langenstein).

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Tobias Ebelshäuser

Warum das Saarland zur „Pop-Hauptstadt“ werden könnte

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Auch Emily Jane White aus den USA gestaltete das Musikprogramm mit. Foto: Tobias Ebelshäuser

Das Ziel
„Es geht darum, Popkultur fühlbar zu machen, schmeckbar und riechbar“, sagt Peter Meyer, Initiator und Gründungsmitglied des Poprates. „Dabei steht die Musik zwar im Mittelpunkt, allerdings müssen alle anderen Popkulturgenres mitgedacht werden“, sagt er. „Das sind zum Beispiel Foto, Film, Design, Mode oder Street- und Urban Art.“

Man solle den Puls der Zeit fühlen können in einem Bundesland, das oft als abgehängt und altbacken gelte. „Dabei ist das überhaupt nicht so, wenn man mal die Popkultur im Saarland betrachtet“, sagt Meyer. Deswegen hat der Poprat am Mittwoch im „Mauerpfeiffer“ in Saarbrücken den „Sommerpop“ veranstaltet.

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In einem Film erzählen Mitglieder des saarländischen Poprates, was sie denn sie unter Pop verstehen. Foto: Tobias Ebelshäuser

Die Musik ist zwar da, die Bühne an der Spitze des länglichen Außenbereichs ganz klar der Mittelpunkt der Veranstaltung. Doch obwohl sie im Mittelpunkt steht, übertönt sie den Rest nicht. Sie stellt mehr den Hintergrund-Soundtrack einer Szene, in der sich unterhalten und ausgetauscht wird, man kommt ins Gespräch, auch wenn man sich nicht kennt.

Diesen Soundtrack eröffnet die saarländische Singer-Songwriterin Frau Wolf, gefolgt von Emily Jane White aus den USA und Mélanie Pain aus Frankreich. Die Zusammenstellung zeigt, dass zwar international gedacht, jedoch die saarländische Pop-Szene gestützt werden soll.

Das Saarland als Home of Pop?
Der Traum vom Saarland als „Home of Pop“ treibt die Mitglieder des Poprats an. Von 26 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, sind mittlerweile rund 100 im Verein organisiert. Jeder kennt sich auf seine eigene Weise mit einem bestimmten Teil der Popkultur aus. Ziel sei es, die Szene im Saarland stark zu vernetzen und die Förderung der Szene auf die Agenda der Entscheider zu bringen.

Kai Jorzyk, hauptberuflich Konzertveranstalter und Mitglied des Poprats, ist sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Auch weil wenig Zeit war, sie zu planen: nur etwas mehr als ein Monat. „Man sieht, dass alles sehr schnell geht, wenn man die Kompetenzen bündelt“, sagt er. „Gerade daran sieht man wie viel Potenzial das Ganze hat.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Tobias Ebelshäuser).

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Orthopädie Landfried in Püttlingen

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Foto: PR

„Unser Anspruch ist es, mit Leidenschaft Rollatoren anzubieten, die Emotionen erzeugen und die zu einem besonderen Begleiter werden“, erklärt Volker Landfried, Geschäftsführer der Orthopädie Landfried GmbH. Dennoch stehen den nützlichen Gefährten noch viele Menschen skeptisch gegenüber. 

In Deutschland wurden 2007 mehr als 500.000 Rollatoren verkauft. Die Absatzzahlen haben sich seit der Einführung sogar vervielfacht. Eine Mehrheit der Menschen, die dringend einen benötigen, weigert sich jedoch, sie zu benutzen. Die Erstanschaffung eines Rollators kostet oft Überwindung, da es schwer ist, Hilfe zu akzeptieren. Denn unter dem Verlust der eigenen Unabhängigkeit leidet auch zeitgleich das Selbstbewusstsein. Die Orthopädie Landfried GmbH in Püttlingen hat es sich deswegen zur Aufgabe gemacht, die Rollatoren so zu gestalten, dass diese die Anmutung eines Partners haben, den der Benutzer gerne bei sich hat.

Im Showroom in der Pickardstraße 11 präsentiert das Unternehmen zahlreiche Rollatoren verschiedener Hersteller und Ausführungen mit umfangreichem Zubehör. Mit Hilfe eines Rollators bleibt man im Alltag beweglich und kommunikativ. Der stabile Sitz ist in den Rahmen integriert und wird dadurch komfortabler und sicherer. Die ergonomisch gestalteten Griffe können mittels eines Schnellspanners in der Höhe verstellt werden und sind mit einer TPE-Fläche ausgestattet, die den Druck besser verteilt. Der Nutzer muss zum Anhalten lediglich den Bremshebel betätigen.

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Foto: PR

Der Rollator der Zukunft

Unterschiedliche Bremssysteme wie Scheibenbremsen oder innen liegende Bremsseile erfüllen die höchsten Sicherheitsansprüche an einen Rollator der Zukunft. Mit einer Handbewegung kann die Stellfläche auf kleinste Größe zusammengeschoben werden. Durch den Einsatz von hydrogeformten Teilen, Aluminiumprofilen und Faserverbundkunststoffen wie Carbon werden hohe Stabilität, Leichtigkeit und Designqualität erreicht. Das zentrale Designelement des Rollators ist der hydrogeformte Rahmen, mit welchem alle Teile verbunden sind. Der massive Rahmen steht für Stabilität, die Konturen für Dynamik und Leichtigkeit. Eine leichte Führung ermöglicht ein einfaches Beladen und Abnehmen.

„Damit der Rollator noch funktioneller wird, haben wir Accessoires, die den Spaziergang, die Reise oder das Erlebnis noch ein bisschen besser machen“, erklärt der Geschäftsführer. Der Fokus liegt auf einer Reihe von Zubehörteilen, die funktional sind, mehr als einem Zweck dienen und nicht zuletzt stilvoll sind. Funktionalität ist schließlich der Schlüssel für ein gutes Design von Mobilitätshilfen. „Das ist ganz einfach die simple Rechnung: Funktionalität + Ästhetik = exzellentes Design“, erklärt Volker Landfried.

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Foto: PR

Kleine Details – großer Unterschied

Zubehör ist also der beste Freund eines Rollators. So wird eine Tasche aus hochwertig gefertigten Materialien in unterschiedlichen Designs zum exklusiven Accessoire. Ergänzt wird das Sortiment durch reichhaltiges Zubehör, wie beispielsweise Regenschirme, die einem nie im Regen stehen lassen. Hinzu kommt die richtige Beleuchtung, um sowohl gesehen zu werden als auch selbst genügend zu sehen. Eine In- und Outoor-Bereifung für jede Jahreszeit ist ebenso möglich wie Halterungen für Smartphones und Tablets. „Die kleinsten Details machen den größten Unterschied“, so der Geschäftsführer.

Orthopädische Schuhe und Einlagen

Zum Portfolio der Orthopädie Landfried GmbH gehören natürlich auch orthopädische Maßeinlagen und orthopädische Maßschuhe. „Diese sind heute kein negativer Hingucker mehr, wie früher zum Beispiel die alten Nachkriegsmodelle in den gedeckten Farben schwarz und braun“, so Volker Landfried. Vielmehr sind die unterschiedlichen Modelle für Damen und Herren außen sehr zeitgemäß und modern. Gleichzeitig besticht das Innere mit reinem Fachwissen an Orthopädie. Die Modelle sind aufgrund individueller Schäfte absolut fußgerecht und werden nach orthopädischen Gesichtspunkten angefertigt. Zur Auswahl stehen Modelle aus der überaus großen Palette an Damen- und Herrenschuhen.

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Foto: PR

„Wir haben uns schon lange auf die orthopädische, wund- und diabetesversorgende Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms spezialisiert“, erläutert Volker Landfried. Dabei gilt es, schnell und unverzüglich zu versorgen – und das mit zeitgemäßen Verfahrensweisen und Produkten. Egal also, ob es sich um eine vorbeugende oder akute Versorgung handelt: „Wir liefern schnell und qualitätssicherstellend unsere Hilfsmittel vor Ort aus.“ Zum weiteren Portfolio gehört auch die Diabetes-Schuhversorgung mit Therapie- und Schutzschuhen. PR/bo

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Foto: PR

Kontakt:

Orthopädie Landfried GmbH
Köllner Straße 6-8
66346 Püttlingen
Telefon (06898) 62319
Telefax: (06898) 62312

Rollator-Showroom:
Pickardstraße 11
66346 Püttlingen

E-Mail: landfried-gmbh@t-online.de
Internet: www.landfried.de

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Wie kommt ein Emoji in eine Abraham-Lincoln- Rede von 1862?

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Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Schaut man sich den historischen Zeitungsartikel, in dem die Rede des US-Präsidenten Lincoln wiedergegeben wurde, einmal genauer an, scheint auf den ersten Blick wirklich alles für einen Druckfehler zu sprechen: „... being here yourselves, (applause and laughter ;) and I offer ...“

Es sieht so aus, als sei hier ein Semikolon („Strichpunkt") in den eingeklammerten Kommentar des Journalisten gerutscht. Ein klarer Fall von Druckfehler also? Interessanterweise lassen sich derartige Piktogramme, die im Internet-Zeitalter massenhaft Verbreitung fanden, schon im 19. Jahrhundert als gedruckte Strichmännchengesichter in verschiedenen Publikationen nachweisen.

Scott Fahlman und Shigetaka Kurita
Einigen Experten gelten sogar die ägyptischen Hieroglyphen als frühe Emojis. „Es könnte gut sein, dass sich der Schriftsetzer da einen Scherz erlaubt hat“, sagt der amerikanische Informatiker Scott Fahlman, der heute als der Vater aller digitalen Emoticons gilt, über die Lincoln- Rede.

Er war es, der im September des Jahres 1982 vorschlug, Humor innerhalb einer digitalen Kommunikation einfach mit den Schriftzeichen :-) zu kennzeichnen - um Missverständnissen vorzubeugen. Dem Japaner Shigetaka Kurita war das nicht genug.

Ende der 1990er Jahre entwickelte er kleine symbolische Grafiken, die den Überblick auf den damals noch recht pixeligen Bildschirmen erleichtern sollten. „Sie waren schwarzweiß und lediglich 12 mal 12 Pixel groß“, sagt Shigetaka Kurita heute. „Die ersten farbigen Emojis kamen 1999 heraus, als andere japanische Hersteller ihre eigenen Designs auf den Markt brachten.“

Der Smiley
Den typischen Smiley sucht man in dieser frühen Kollektion allerdings vergebens. Überhaupt ist das mit dem Smiley, der heute ja praktisch synonym für alle Emojis steht, so eine Sache. Der Werbegrafiker Harvey Ball hat den gelben lächelnden Smiley erstmals 1963 zu Papier gebracht. Sein Lohn für die zehn Minuten Arbeit betrug ganze 45 US-Dollar.

Die ersten Smileys wurden damals noch auf kleine Ansteck-Buttons gedruckt und verteilt. Sie kamen so gut an, dass sie bald millionenfach auch auf Aufklebern, Tassen, T- Shirts und sogar auf Bettwäsche erschienen. 1972 kam der französische Journalist Franklin Loufrani auf die Idee, Artikel in der Zeitung France Soir, für die er schrieb, mit einem kleinen Smiley zu kennzeichnen.

Im Gegensatz zu Harvey Ball sicherte er sich allerdings die Rechte für seinen Smiley und vergab weltweit Lizenzen für die Nutzung. In der digitalen Welt war der Gebrauch der Smileys lange Zeit allerdings nicht ganz so einfach wie in der analogen. Aufgrund der unterschiedlichen Standards der Hersteller konnte es vorkommen, dass ein- und dasselbe Emoji je nach Gerät und Software ganz unterschiedlich dargestellt wurde.

Einheitliche Kodierung
Die weltweit einheitliche Kodierung der Emojis durch das Unicode- Konsortium im Jahr 2010 verbesserte die Situation. Den Vorwurf einiger Kritiker, Emojis könnten gar als moderne Hieroglyphen des Internetzeitalters dem digitalen Analphabetentum Vorschub leisten sein, will aber zumindest Shigetaka Kurita nicht gelten lassen.

„Ich denke nicht, dass Emojis ein Zeichen dafür sind, dass die Menschen die Fähigkeit zur Kommunikation verlieren oder dass sie sogar das Vokabular einschränken“, ist sich der Emoji-Pionier sicher. „Emojis sind heute so beliebt, weil sie bei den Handy-Nutzern auf einen entsprechenden Bedarf getroffen sind. Sie sind eben großartig, um eine bestimmte Aussage auf einfache Art und Weise auf den Punkt zu bringen.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Christian Satorius).

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Unbekannter bricht in St. Wendel Auto auf und klaut Kaugummis

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Eine 25-Jährige aus St. Wendel stellte am Dienstagabend (11. Juli) ihren älteren Peugeot zunächst auf dem Parkplatz an der alten Stadtmauer in St. Wendel ab.

Und genau dort schlug der noch unbekannte Täter zu. Nachdem es ihm gelang, in das Auto einzubrechen, machte sich bei ihm wohl schnell die Enttäuschung breit. Denn in dem Fahrzeug gab es absolut nichts zu holen, außer einer Sonnenbrille und einem Päckchen Kaugummi.

Mit dieser mageren Beute schlich der Unbekannte schließlich davon. "Ehrliche Arbeit wäre dann doch lukrativer gewesen", schreibt die Polizei St. Wendel in ihrer Pressemitteilung.

Hinweise bitte an die Polizei in St. Wendel unter der Telefonnummer 06851 898 0.

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Anträge auf Ruhestand von Saar-Polizisten wurden widerrufen

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Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa+++(c) dpa - Bildfunk+++

„Hauptkommissar X“ hat es quasi amtlich: Im August 2016 teilte ihm die Polizeiabteilung im Innenministerium mit, seinem Antrag auf vorzeitige Ruhestandsversetzung Ende Juli 2017, begründet mit langjährigen Schichtdiensten, „wird hiermit stattgegeben“.

Der Polizist orientierte seine weitere Lebensplanung an genau diesem Termin. Tatsächlich ist er bereits mehrere Wochen vor seiner angekündigten Pensionierung nicht mehr im Dienst. Mit seinen Kollegen hat der Kriminalist längst seinen Abschied feucht-fröhlich gefeiert, als ihm während des Urlaubs Anfang Juni, also zehn Monate nach dem ersten Bescheid, ein neues Schreiben aus der Polizeiabteilung des Ministeriums ins Haus flatterte.

Die Hiobsbotschaft
Der erste Bescheid, mit dem der Vorruhestand genehmigt wurde, sei „rechtsfehlerhaft ergangen“. Die Begründung: Die angegebenen Schichtdienstzeiten, unter anderem im Kriminaldienst, seien „zu Unrecht“ bewertet worden. Abgesehen davon, dass der Hauptkommissar nie im Kriminaldienst einer Inspektion war, gibt und gab es zweifelsfrei Schichtdienstmodelle bei der Kripo.

Hauptkommissar X soll sechs Monate länger arbeiten. Oder vielleicht doch nicht? Knapp drei Wochen nach dem Widerruf-Schreiben mit der Hiobsbotschaft kam neue Post. Absender: die Besoldungs- und Versorgungsstelle (ZBS). Die teilte auf Euro und Cent genau die Höhe des Ruhegehaltes mit, das ab 1. August 2017 gezahlt werde. In der Anlage war zudem der amtliche „Ausweis für Versorgungsempfänger“. Rein vorsorglich hat der Polizist Widerspruch gegen den letzten Bescheid eingelegt und Rat bei einem Anwalt gesucht.

Kein Einzelfall
Hauptkommissar X ist kein Einzelfall. 23 Polizisten sind nach Angaben einer Ministeriumssprecherin von angeblich rechtsfehlerhaften Bescheiden betroffen. Für acht Beamte ändert sich aber nichts mehr. Sie sind längst im wohlverdienten Ruhestand, erhielten auch keinen Widerruf. Einige ihrer Kollegen trifft es umso härter. Ein Beamter musste das bereits bestellte kalte Buffet für die abgesagte Abschiedsparty stornieren.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

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Gegen den Bundestrend: Zahl der Feuerwehrleute im Saarland bleibt stabil

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Ein Lieferwagen steht in Elm-Sprengen in hellen Flammen. Foto: Becker&Bredel

Statistik
Die Feuerwehr wird längst nicht nur gerufen, wenn es brennt. Oft stehen Hilfen bei Verkehrsunfällen oder auch Fehlalarme ganz oben auf der Liste. 11 227 Mal sind Berufsfeuerwehr, die 52 freiwilligen Feuerwehren und die 16 Werksfeuerwehren im Saarland im Jahr 2016 ausgerückt. Das geht aus der Jahresstatistik hervor, die gestern (13. Juli) im Innenministerium vorgestellt wurde.

Die Zahl der Brände, die freiwillige Wehren und Berufsfeuerwehr löschen mussten, sank um 7,2 Prozent auf 2202 Fälle. Das ist der drittniedrigste Wert im Zehn-Jahres-Vergleich. Dabei retteten sie 156 Menschen, sieben Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Bei den sonstigen Hilfeleistungen wie der technischen Hilfe bei Unfällen, Unwetter oder bei Tiernotfällen, gab es im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg, nämlich um 31,2 Prozent, auf 5490 Einsätze (2015: 4186).

Die 16 Werksfeuerwehren rückten in 928 Fällen zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung aus, 927 Mal wegen Fehlalarmierungen, hauptsächlich ausgelöst durch Brandmeldeanlagen.

Zahl der Mitglieder bleibt stabil
Gegen den Bundestrend, der sinkende Mitgliederzahlen aufweist, ist im Saarland die Zahl der aktiven Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren stabil geblieben. Gab es 2015 11514 Aktive, waren es ein Jahr später 11507, darunter 994 Frauen. Mit einem Frauenanteil von 8,4 Prozent ist ein neuer Höchststand erreicht.

Einen Zuwachs um 106 Mitglieder auf 4101 verzeichneten 2016 die Jugendfeuerwehren. Auch hier stieg der Mädchenanteil, der nun bei 22,9 Prozent liegt. Sieben neue Vorbereitungsgruppen wurden 2016 neu gegründet. In nun 17 Gruppen werden 218 Kinder ab sechs Jahren spielerisch auf die Jugendwehr vorbereitet.

Landesbrandinspekteur Timo Meyer betonte, es sei nicht selbstverständlich, dass die Zahlen im Saarland stabil seien. „98 Prozent der aktiven Feuerwehrleute tun dies ehrenamtlich, neben dem, was sie im Hauptberuf und in ihren Familien leisten.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

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Eltern aus Otzenhausen, Nonnweiler und Primstal ärgern sich über Schulbus-Preise

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Die Ausgangssituation
So liegen beispielsweise zwischen Otzenhausen und dem Schulstandort St. Wendel rund 30 Kilometer. Nicht ganz 15 sind es bis nach Wadern. Dort liegen die Graf-Anton-Schule sowie das Hochwaldgymnasium.

Man mag es fast schon als logisch bezeichnen, dass sich viele Eltern aus dem Landkreis dafür entscheiden, ihre Kinder nach Wadern zur Schule zu schicken – obwohl im Landkreis Merzig-Wadern gelegen. Was ja auch kein Problem ist – sollte man meinen. Ist es aber doch: Sie sind verärgert über die Ticketpreise im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Das Problem
Die Kartenpreise im ÖPNV basieren auf dem sogenannten Waben-System. Aufgrund dieser vom saarländischen Verkehrsverbund SaarVV erdachten Struktur gibt es etwa von Otzenhausen nach Wadern drei mögliche Streckenführungen. Die günstigste Variante führt über Nonnweiler, Sitzerath und Wadrill nach Wadern. Nach Wabenstruktur des SaarVV würde eine Monatskarte für Schüler hier 63,80 Euro kosten (vier Waben).

Nur: Diese Strecke werde morgens und abends, wenn die Kinder in die Schule oder nach Hause wollen, nicht bedient, berichtet Petra Görgen, eine der betroffenen Mütter. Also fünf Waben durchfahren, wenn die Strecke über Nonnweiler und das Löstertal nach Wadern führen würde? Diese Monatskarte würde 76,60 kosten — wenn es sie denn gäbe. Denn auf dieser Strecke findet kein Linienverkehr statt.

Bleibt also nur die Strecke Otzenhausen, Nonnweiler, Primstal, Wadern. Dabei werden sechs Waben durchfahren. Was den Preis für eine Monatskarte auf 85,80 Euro verteuert – also um mehr als 20 Euro gegenüber der günstigsten Variante. Familien mit zwei Kindern müssen so monatlich mehr als 170 Euro für die Fahrt zur Schule ausgeben, rechnet Sandra Buchheit aus Primstal vor.

Die Nachfrage
Auf Nachfrage der SZ heißt es bei der Merziger Kreisverwaltung, dass dem Landkreis die Aufgabe obliege, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln eine ausreichende Verkehrsversorgung im Kreis zu gewährleisten. „Er hat auf die weitere Ausgestaltung, wie Streckenplan, Waben- und Tarifsystem keine Einflussmöglichkeiten.“

Der Landkreis versuche aber Einfluss zu nehmen. „Beispielsweise durch Änderungsvorschläge an den Workshop des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der sich mit dem Thema Waben-Struktur beschäftigt. Dort laufen Planungen, den Waben-Plan zu verändern.“ Generell sei der Landkreis Merzig-Wadern „in engem Kontakt mit dem Landkreis St. Wendel. Es laufen bereits Gespräche mit den Verantwortlichen zu diesem Thema“.

Mit Verwendung von SZ-Material (Thorsten Grim).

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Mitglieder einer saarländischen Jugend-Einbrecherbande festgenommen

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Symbolfoto: Uli Deck/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Auf das Konto der Bande, die aus drei 16-Jährigen und einem 20-Jährigen aus Neunkirchen, Ottweiler und Illingen besteht, soll folgendes gehen:

- zwei Wohnungseinbrüche in Ottweiler (davon ein Versuch)
- ein Raubüberfall auf einen Taxifahrer in Neunkirchen
- zwei Fahrzeugdiebstähle in Illingen und Neunkirchen

Dabei erbeuteten sie unter anderem Bargeld, Handys, eine hochwertige Armbanduhr, einen Audi S3 und einen BMW. Die Taten ereigneten sich zwischen April und Juni dieses Jahres.

Mit dem gestohlenen BMW verursachte der 20-Jährige in Höhe des Bahnhofes Neunkirchen einen Unfall, wobei ein anderer Fahrzeuginsasse verletzt wurde.

Gegen drei der vier Bandenmitglieder erließ das Amtsgericht Saarbrücken Haftbefehl, wovon zwei am Donnerstag vollstreckt wurden. Die anschließenden Durchsuchungen führten zum Auffinden weiteren Diebesgutes, unter anderem Handys sowie hochwertige Fahrräder.

Die dritte Person, der 20-Jährige, ist auf der Flucht.

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Streit um den Bau einer Moschee in Sulzbach

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Mit diesem Video im Internet wirbt die Muslimische Gemeinde Saarland um Spenden.Foto: hgn

Die Muslimische Gemeinde Saarland (MGS) plant eine neue Moschee. Die soll am Sitz des Vereins in Sulzbach entstehen. Rund 600 000 Euro veranschlagen die Verantwortlichen für Kauf und Umbau der alten Post, die sie bereits erstanden haben. Das Geld soll über Spenden zusammenkommen.

In dem islamischen Zentrum sind unter anderem Gebetsräume vorgesehen, nach Geschlechtern getrennt und mit separaten Eingängen. 800 Quadratmeter Fläche auf zwei Etagen bietet der Komplex. Das Gebäude selbst steht auf einer 2000 Quadratmeter großen Fläche, die zudem Parkplätze und einen Garten umfasst. Ein Eröffnungstermin für das Gebetshaus steht nach Auskunft des MGS-Vorsitzenden Burhan Yagci noch nicht fest.

Widerstand
Trotzdem formiert sich bereits Widerstand gegen die Pläne. Insbesondere weil die Gemeinschaft dem Salafismus zugeordnet wird. Dieser steht nach Ansicht des Bundesverfassungsschutzes in Zusammenhang mit islamistischen Strömungen, aus denen heraus gewalttätige Aspekte hervorgehen sollen, um zu missionieren.

Der saarländische Verfassungsschutz hat ein Auge auf den Sulzbacher Verein, der nach Auskunft dessen Leiters Yagci an die 60 Mitglieder zählt, dessen Einzugsradius indes weit über die Landesgrenzen hinweg reicht. Sie sollen Jahrhunderte alte Traditionen und Riten pflegen. Sie legen den Koran, die heilige Schrift des Islam, streng nach den althergebrachten Vorgaben ihres Propheten Mohammed aus, wie die Gläubigen selbst bestätigen.

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Burhan Yagci, Chef des Vereins Muslimische Gemeinde Saarland. Foto: Matthias Zimmermann

„Dass wir nicht integrationsfähig sind, stimmt einfach nicht.“ Die Muslimische Gemeinde suche den Kontakt zur Zivilgesellschaft, wie der streng gläubige Vereinschef Burhan Yagci versichert. Und übt sich darin, dies damit zu untermauern: „Wir beteiligen uns am Dialog der Religionen. Wir sind seit vier Jahren dabei.“ Alle drei Monate kommen dazu unter anderem Katholiken, Protestanten, Vertreter des Hinduismus und eben auch Moslems zusammen.

Muslime wehren sich gegen Vorwürfe
„Wir wollen gar nicht bekehren“, verteidigt Yagci, der in Deutschland geboren ist. Natürlich verteidige er seinen Glauben. „Wenn mich jemand zum Islam fragt, dann antworte ich ihm auch.“ Und genau dann folge sogleich der Vorwurf, er und andere Anhänger wollten missionieren.

Umso mehr bedrückt es ihn, dass die MGS im Visier des Verfassungsschutzes steht. „Ja, wir wissen das. Er kam direkt auf uns zu. Wir haben ständigen Kontakt“, berichtet der Vereinsvorsitzende. „Es ist ein komisches Gefühl, wie ein potenziell Krimineller beobachtet zu werden, wenn man eigentlich nur seine Frömmigkeit ausleben will.“ Dabei sei bislang kein Fall bekannt, dass ein Islamist aus dem Saarland zum IS-Kämpfer ausgebildet worden sei.

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Muharrem Cetinkaya, Vizechef des Sulzbacher Vereins, versichert, dass die Anhänger keinen Zwang auf Frauen ausüben. Foto: Matthias Zimmermann

Damit würden Muslime in Deutschland in eine Verteidigungshaltung gedrängt, obwohl viele nur ihren Glauben mit Gebeten und Lebensstil ausüben wollten, ohne sich von der Gesellschaft und hiesigen Gesetzen abzunabeln. Außerdem werde in der Sulzbacher Mosche Deutsch gesprochen. Ein Simultandolmetscher übersetze die Gebete des ägyptischen Imam.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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11 000 Flüchtlinge im Saarland suchen Arbeit

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Die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach (am 07.09.2015). Foto: Becker&Bredel

Die Arbeitsvermittlung ist ein Teil des im März 2016 eröffneten Ankunftszentrums – eines der ersten bundesweit. Neben der ärztlichen Untersuchung, der Aufnahme der persönlichen Daten und der Identitätsprüfung können Migranten hier auch ihren Asylantrag stellen, erhalten ihre Anhörung und warten bis zur Entscheidung. Inzwischen arbeiten hier rund 70 Mitarbeiter.

Das Ankunftszentrum soll auch bei derzeit niedrigen Ankunftszahlen erhalten bleiben, sagt die neue Präsidentin des Bamf (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Jutta Cordt, bei ihrem gestrigen Besuch in Lebach: „Denn jetzt lautet die nächste Herausforderung Integration.“ Doch müsse in den nächsten Jahren geschaut werden, wie die Mitarbeiterstärke aussehen müsse und in welchen Bereichen diese gebraucht würden.

„Die Arbeit geht uns zunächst nicht aus“, sagt Cordt und verweist darauf, dass das Bamf drei Jahre nach erteiltem Asyl den Antrag erneut überprüfen müsse. Cordt, die seit Jahresbeginn das Bamf leitet, lobte das Saarland und nannte das Ankunftszentrum „beispielgebend“ für die 25 weiteren Zentren in Deutschland. Die Abläufe hier seien auf die anderen Zentren übertragen worden.

Das Ankunftszentrum berate auch zu freiwilligen Ausreisen: „Wir haben ein Rückkehrmanagement, das seinesgleichen sucht.“ So seien im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 228 Personen beraten worden, davon seien 111 Personen bereits ausgereist, acht weitere hätten ihre Ausreise für Juli geplant.

Aktuell seien im Saarland 11 000 Flüchtlinge arbeitssuchend, über die Hälfte von ihnen besuchten derzeit Sprachkurse, sagt die Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz. Seit Juni 2016 hätten 900 Flüchtlinge eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden, über 500 hätten eine Ausbildung begonnen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

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Timo Holl

Wahrheit oder Fake-News: Welche dieser Kunstaktionen haben wirklich stattgefunden?

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Symbolfoto: Pexels

Dass die Aktion für den Videokünstler Alexander Karle relativ glimpflich ausgegangen ist, haben wir euch am Dienstag hier berichtet.

In unserem heutigen Quiz haben wir für euch ähnlich spektakuläre Kunstaktionen zusammengestellt. Manche sind frei erfunden, andere hingegen genau so passiert. Spielt unser Quiz und entscheidet, ob wahr oder falsch!

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