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Streit um den Bau einer Moschee in Sulzbach

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Mit diesem Video im Internet wirbt die Muslimische Gemeinde Saarland um Spenden.Foto: hgn

Die Muslimische Gemeinde Saarland (MGS) plant eine neue Moschee. Die soll am Sitz des Vereins in Sulzbach entstehen. Rund 600 000 Euro veranschlagen die Verantwortlichen für Kauf und Umbau der alten Post, die sie bereits erstanden haben. Das Geld soll über Spenden zusammenkommen.

In dem islamischen Zentrum sind unter anderem Gebetsräume vorgesehen, nach Geschlechtern getrennt und mit separaten Eingängen. 800 Quadratmeter Fläche auf zwei Etagen bietet der Komplex. Das Gebäude selbst steht auf einer 2000 Quadratmeter großen Fläche, die zudem Parkplätze und einen Garten umfasst. Ein Eröffnungstermin für das Gebetshaus steht nach Auskunft des MGS-Vorsitzenden Burhan Yagci noch nicht fest.

Widerstand
Trotzdem formiert sich bereits Widerstand gegen die Pläne. Insbesondere weil die Gemeinschaft dem Salafismus zugeordnet wird. Dieser steht nach Ansicht des Bundesverfassungsschutzes in Zusammenhang mit islamistischen Strömungen, aus denen heraus gewalttätige Aspekte hervorgehen sollen, um zu missionieren.

Der saarländische Verfassungsschutz hat ein Auge auf den Sulzbacher Verein, der nach Auskunft dessen Leiters Yagci an die 60 Mitglieder zählt, dessen Einzugsradius indes weit über die Landesgrenzen hinweg reicht. Sie sollen Jahrhunderte alte Traditionen und Riten pflegen. Sie legen den Koran, die heilige Schrift des Islam, streng nach den althergebrachten Vorgaben ihres Propheten Mohammed aus, wie die Gläubigen selbst bestätigen.

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Burhan Yagci, Chef des Vereins Muslimische Gemeinde Saarland. Foto: Matthias Zimmermann

„Dass wir nicht integrationsfähig sind, stimmt einfach nicht.“ Die Muslimische Gemeinde suche den Kontakt zur Zivilgesellschaft, wie der streng gläubige Vereinschef Burhan Yagci versichert. Und übt sich darin, dies damit zu untermauern: „Wir beteiligen uns am Dialog der Religionen. Wir sind seit vier Jahren dabei.“ Alle drei Monate kommen dazu unter anderem Katholiken, Protestanten, Vertreter des Hinduismus und eben auch Moslems zusammen.

Muslime wehren sich gegen Vorwürfe
„Wir wollen gar nicht bekehren“, verteidigt Yagci, der in Deutschland geboren ist. Natürlich verteidige er seinen Glauben. „Wenn mich jemand zum Islam fragt, dann antworte ich ihm auch.“ Und genau dann folge sogleich der Vorwurf, er und andere Anhänger wollten missionieren.

Umso mehr bedrückt es ihn, dass die MGS im Visier des Verfassungsschutzes steht. „Ja, wir wissen das. Er kam direkt auf uns zu. Wir haben ständigen Kontakt“, berichtet der Vereinsvorsitzende. „Es ist ein komisches Gefühl, wie ein potenziell Krimineller beobachtet zu werden, wenn man eigentlich nur seine Frömmigkeit ausleben will.“ Dabei sei bislang kein Fall bekannt, dass ein Islamist aus dem Saarland zum IS-Kämpfer ausgebildet worden sei.

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Muharrem Cetinkaya, Vizechef des Sulzbacher Vereins, versichert, dass die Anhänger keinen Zwang auf Frauen ausüben. Foto: Matthias Zimmermann

Damit würden Muslime in Deutschland in eine Verteidigungshaltung gedrängt, obwohl viele nur ihren Glauben mit Gebeten und Lebensstil ausüben wollten, ohne sich von der Gesellschaft und hiesigen Gesetzen abzunabeln. Außerdem werde in der Sulzbacher Mosche Deutsch gesprochen. Ein Simultandolmetscher übersetze die Gebete des ägyptischen Imam.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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Wie kommt ein Emoji in eine Abraham-Lincoln- Rede von 1862?

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Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Schaut man sich den historischen Zeitungsartikel, in dem die Rede des US-Präsidenten Lincoln wiedergegeben wurde, einmal genauer an, scheint auf den ersten Blick wirklich alles für einen Druckfehler zu sprechen: „... being here yourselves, (applause and laughter ;) and I offer ...“

Es sieht so aus, als sei hier ein Semikolon („Strichpunkt") in den eingeklammerten Kommentar des Journalisten gerutscht. Ein klarer Fall von Druckfehler also? Interessanterweise lassen sich derartige Piktogramme, die im Internet-Zeitalter massenhaft Verbreitung fanden, schon im 19. Jahrhundert als gedruckte Strichmännchengesichter in verschiedenen Publikationen nachweisen.

Scott Fahlman und Shigetaka Kurita
Einigen Experten gelten sogar die ägyptischen Hieroglyphen als frühe Emojis. „Es könnte gut sein, dass sich der Schriftsetzer da einen Scherz erlaubt hat“, sagt der amerikanische Informatiker Scott Fahlman, der heute als der Vater aller digitalen Emoticons gilt, über die Lincoln- Rede.

Er war es, der im September des Jahres 1982 vorschlug, Humor innerhalb einer digitalen Kommunikation einfach mit den Schriftzeichen :-) zu kennzeichnen - um Missverständnissen vorzubeugen. Dem Japaner Shigetaka Kurita war das nicht genug.

Ende der 1990er Jahre entwickelte er kleine symbolische Grafiken, die den Überblick auf den damals noch recht pixeligen Bildschirmen erleichtern sollten. „Sie waren schwarzweiß und lediglich 12 mal 12 Pixel groß“, sagt Shigetaka Kurita heute. „Die ersten farbigen Emojis kamen 1999 heraus, als andere japanische Hersteller ihre eigenen Designs auf den Markt brachten.“

Der Smiley
Den typischen Smiley sucht man in dieser frühen Kollektion allerdings vergebens. Überhaupt ist das mit dem Smiley, der heute ja praktisch synonym für alle Emojis steht, so eine Sache. Der Werbegrafiker Harvey Ball hat den gelben lächelnden Smiley erstmals 1963 zu Papier gebracht. Sein Lohn für die zehn Minuten Arbeit betrug ganze 45 US-Dollar.

Die ersten Smileys wurden damals noch auf kleine Ansteck-Buttons gedruckt und verteilt. Sie kamen so gut an, dass sie bald millionenfach auch auf Aufklebern, Tassen, T- Shirts und sogar auf Bettwäsche erschienen. 1972 kam der französische Journalist Franklin Loufrani auf die Idee, Artikel in der Zeitung France Soir, für die er schrieb, mit einem kleinen Smiley zu kennzeichnen.

Im Gegensatz zu Harvey Ball sicherte er sich allerdings die Rechte für seinen Smiley und vergab weltweit Lizenzen für die Nutzung. In der digitalen Welt war der Gebrauch der Smileys lange Zeit allerdings nicht ganz so einfach wie in der analogen. Aufgrund der unterschiedlichen Standards der Hersteller konnte es vorkommen, dass ein- und dasselbe Emoji je nach Gerät und Software ganz unterschiedlich dargestellt wurde.

Einheitliche Kodierung
Die weltweit einheitliche Kodierung der Emojis durch das Unicode- Konsortium im Jahr 2010 verbesserte die Situation. Den Vorwurf einiger Kritiker, Emojis könnten gar als moderne Hieroglyphen des Internetzeitalters dem digitalen Analphabetentum Vorschub leisten sein, will aber zumindest Shigetaka Kurita nicht gelten lassen.

„Ich denke nicht, dass Emojis ein Zeichen dafür sind, dass die Menschen die Fähigkeit zur Kommunikation verlieren oder dass sie sogar das Vokabular einschränken“, ist sich der Emoji-Pionier sicher. „Emojis sind heute so beliebt, weil sie bei den Handy-Nutzern auf einen entsprechenden Bedarf getroffen sind. Sie sind eben großartig, um eine bestimmte Aussage auf einfache Art und Weise auf den Punkt zu bringen.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Christian Satorius).

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Badmöbel Staudt in der Saarbrücker Straße in Heusweiler

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Die große Werksausstellung in der Heusweiler City ist die größte ihrer Art im Saarland. Foto: Stefan Bohlander

Seit mehr als vier Jahrzehnten sind die Mitarbeiter der Firma Badmöbel Staudt in Heusweiler bereits für ihre Kunden da. Mit dieser Erfahrung und jeder Menge Know-how realisiert das Team vom Familienbad bis zur luxuriösen Wellness-Oase alles, was das Bäder-Herz begehrt.

Erfahrung und Kompetenz sind die wohl wichtigsten Eigenschaften, auf die man zurückgreifen kann, wenn es um die Planung des Traumbades geht. Dafür ist die Firma Badmöbel Staudt in Heusweiler genau der richtige Partner. Von der Erstberatung über detaillierte und computerunterstützte Projektierung in 3D helfen die Fachleute mit Rat und Tat weiter. So können die Kunden sicher sein, auf dem Weg zum termingerecht fertiggestellten Traumbad mit passgenauer Montage alles aus einer Hand zu bekommen.

Badmöbel direkt ab Werk ist die Devise des traditionsreichen Unternehmens. Denn im Illinger Gewerbegebiet Uchtelfangen werden die Möbel selbst hergestellt. Dadurch kann das Team extrem flexibel auf die Wünsche der Kunden eingehen und die Möbel optimal an die räumlichen Gegebenheiten vor Ort anpassen. In der größten Werksausstellung für Badmöbel mit Beratung und Verkauf im Saarland präsentiert Badmöbel Staudt zudem eine riesige Auswahl unterschiedlichster Anwendungsbeispiele. Hier präsentieren sich vollflächige Ausführungen in hochglänzenden oder seidenmatten Oberflächen in Kombination mit Holzdekoren, die für eine behagliche Wärme sorgen. Liebhaber traditioneller Badmöbelfronten werden hier ebenfalls fündig.

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Dank eigener Werkstatt in Uchtelfangen kann Badmöbel Staudt extrem flexibel auf Kundenwünsche reagieren. Foto: Stefan Bohlander

Einfaches Aufkleben ist möglich

Die Fachleute von Badmöbel Staudt kennen auch einen sicheren Weg, unschöne und unhygienisch gewordene Fugen in der Dusche der Vergangenheit angehören zu lassen: Fliesen mit dem Mineralwerkstoff Corian. Die fugenlose Duschwandverkleidung verhindert nicht nur Schimmelbildung in Fugen, sondern macht auch optisch einiges her. Dadurch sind die Oberflächen danach auch weitaus einfacher zu reinigen und Bakterien und Schimmelpilze gehören der Vergangenheit an.

Die Mineralstoff-Wandverkleidungen lassen sich auch einfach nachträglich auf die vorhandenen und in die Jahre gekommene Fliesen aufkleben, so dass sie für eine Renovierung optimal einsetzbar sind. Feuchtigkeit kann ihnen nicht mehr zusetzen. Einsatz finden Mineralstoff-Verkleidungen auch am Waschtisch, in der Duschtasse oder der Badewanne. Mit verschiedenen Farben und Formen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und der Weg zum individuellen Bad frei. So erstrahlt die Dusche in neuem Glanz, ohne dass das komplette Bad renoviert werden muss.

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Foto: PR

Barrierefreie Bäder sind eine Stärke

Zweifelsohne eine der größten Stärken von Badmöbel Staudt sind die hochqualifizierten Mitarbeiter. So zeichnete TÜV das Unternehmen vor einigen Jahren bereits aus und zertifizierte Badmöbel Staudt als Fachbetrieb für barrierefreie Installation und Montage. Dies sensibilisiert zum einen Mitarbeiter der Handwerksbetriebe, zeichnet diese aber darüber hinaus als kompetente Fachkräfte für alten- und behindertengerechtes Wohnen aus. Für die Kunden bedeutet das, dass sie auch im fortgeschrittenen Alter oder mit Behinderung weiter selbstständig und weitgehend unabhängig im eigenen Zuhause leben zu können. Die Auszeichnung hilft älteren Menschen zudem dabei, Betriebe mit gut ausgebildeten Handwerkern zu erkennen.

Für ältere Menschen oder für Menschen mit Behinderung sind Treppen, enge Duschen oder hohe Schranktüren Hindernisse, die ein selbstständiges, freies Leben in der eigenen Wohnung erheblich einschränken. Diese Alltagsfallen kann man umgehen, indem man sein Heim von den ausgebildeten Fachkräften des traditionsreichen Unternehmens zu einem barrierefreien und sicheren Zuhause umrüsten lässt. Beim Umbau zum barrierefreien Traumbad ist es besonders wichtig, dass er von einer Fachkraft mit den speziellen Fachkenntnissen und der handwerklichen Qualifikation und den erforderlichen theoretischen Grundlagen durchgeführt wird.

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Barrierefreie Bäder sind immer mehr im Kommen - zumal sie auch sehr schick ausschauen. Foto: Stefan Bohlander

30 kostenlose Parkplätze im Hof

Geschult wird neben der Raumgestaltung auch noch in Ethik, Recht und Anthropometrie. So ist eine sichere Grundlage für den kompetenten Umgang mit den Bedürfnissen der Kunden gewährleistet. In der Ausstellungsfläche in Heusweiler sind zahlreiche barrierefreie und viele weitere Bäder zu sehen, die als Inspiration für die Kunden dienen. Entspanntes Anschauen ist dank 30 kostenloser Parkplätze im Hof möglich. PR/bo

Kontakt:

Badmöbel Staudt GmbH
Saarbrücker Straße 83
66265 Heusweiler
30 kostenlose Parkplätze im Hof

Telefon (06806) 7417
Fax: (06806) 79753
E-Mail: info@badmoebel-staudt.de
Internet: www.badmoebel-staudt.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 – 18 Uhr; Samstag von 9 – 13 Uhr

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Viele Azubis werden im Saarland schlecht bezahlt

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Im Vergleich
Saar-Azubis schneiden einer Studie zufolge beim Gehalt oft schlechter ab. So bekommt ein Lehrling der Bekleidungsindustrie im ersten Jahr weniger als 500 Euro monatlich. In Baden-Württemberg sind es 740 Euro. In der Holz- und Kunststoff-Industrie erhält ein Azubi vergleichbar wenig (488 Euro). Im Kfz-Handwerk hat ein Saarländer im dritten Lehrjahr 762 Euro, in Hamburg sind es 200 Euro mehr, wie eine Auswertung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt.

Ansonsten ist das Saarland in das Lohn-Statistik oft im Mittelfeld. Kaum Unterschiede gibt es allerdings in boomenden Branchen. In der für die Saar-Wirtschaft wichtigen Metall- und Elektroindustrie verdienen junge Leute hierzulande schon im ersten Lehrjahr 955 Euro – ein Top-Wert. Spitze ist die Region in der Stahlindustrie.

„Im Saarland steigen die Arbeitsvergütungen in den letzten Jahren merklich an“,
sagt Arnd Klein-Zirbes, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Weniger optimistisch ist Eugen Roth. Der Regionalchef des Deutschen Gewerkschafts-Bundes findet: „Wir können nicht sagen, die Jugend ist die Zukunft unseres Landes, und dann zahlen wir Gehälter, die keine Wertschätzung ausdrücken.“ Deshalb kehrten viele Jugendliche dem Land den Rücken.

Mögliche Gründe

Doch woher kommt das Lohngefälle? Für Roth sind es oft fehlende Tarifverträge. „Das nutzen Firmen eiskalt aus.“ Der Geschäftsführer der IHK Saarland, Peter Nagel, macht mehrere Faktoren aus: „Wenn eine Branche boomt, Azubis schon in der Lehre effizient sind, der Nachwuchs gefragt ist und die Angestellten gewerkschaftlich organisiert sind, dann bekommen sie mehr Geld.“ Arbeitskammer-Chef Hans Peter Kurtz will das so nicht akzeptieren: „Der Staat braucht dringend eine gesetzliche Mindest-Ausbildungsvergütung.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Pascal Becher).

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Tobias Ebelshäuser

Warum das Saarland zur „Pop-Hauptstadt“ werden könnte

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Auch Emily Jane White aus den USA gestaltete das Musikprogramm mit. Foto: Tobias Ebelshäuser

Das Ziel
„Es geht darum, Popkultur fühlbar zu machen, schmeckbar und riechbar“, sagt Peter Meyer, Initiator und Gründungsmitglied des Poprates. „Dabei steht die Musik zwar im Mittelpunkt, allerdings müssen alle anderen Popkulturgenres mitgedacht werden“, sagt er. „Das sind zum Beispiel Foto, Film, Design, Mode oder Street- und Urban Art.“

Man solle den Puls der Zeit fühlen können in einem Bundesland, das oft als abgehängt und altbacken gelte. „Dabei ist das überhaupt nicht so, wenn man mal die Popkultur im Saarland betrachtet“, sagt Meyer. Deswegen hat der Poprat am Mittwoch im „Mauerpfeiffer“ in Saarbrücken den „Sommerpop“ veranstaltet.

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In einem Film erzählen Mitglieder des saarländischen Poprates, was sie denn sie unter Pop verstehen. Foto: Tobias Ebelshäuser

Die Musik ist zwar da, die Bühne an der Spitze des länglichen Außenbereichs ganz klar der Mittelpunkt der Veranstaltung. Doch obwohl sie im Mittelpunkt steht, übertönt sie den Rest nicht. Sie stellt mehr den Hintergrund-Soundtrack einer Szene, in der sich unterhalten und ausgetauscht wird, man kommt ins Gespräch, auch wenn man sich nicht kennt.

Diesen Soundtrack eröffnet die saarländische Singer-Songwriterin Frau Wolf, gefolgt von Emily Jane White aus den USA und Mélanie Pain aus Frankreich. Die Zusammenstellung zeigt, dass zwar international gedacht, jedoch die saarländische Pop-Szene gestützt werden soll.

Das Saarland als Home of Pop?
Der Traum vom Saarland als „Home of Pop“ treibt die Mitglieder des Poprats an. Von 26 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, sind mittlerweile rund 100 im Verein organisiert. Jeder kennt sich auf seine eigene Weise mit einem bestimmten Teil der Popkultur aus. Ziel sei es, die Szene im Saarland stark zu vernetzen und die Förderung der Szene auf die Agenda der Entscheider zu bringen.

Kai Jorzyk, hauptberuflich Konzertveranstalter und Mitglied des Poprats, ist sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Auch weil wenig Zeit war, sie zu planen: nur etwas mehr als ein Monat. „Man sieht, dass alles sehr schnell geht, wenn man die Kompetenzen bündelt“, sagt er. „Gerade daran sieht man wie viel Potenzial das Ganze hat.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Tobias Ebelshäuser).

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Kakerlaken sind im Saarbrücker Finanzamt unterwegs

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Das Finanzamt am Saarbrücker Stadtgraben muss voraussichtlich in den nächsten Jahren abgerissen oder kernsaniert werden. Foto: Becker&Bredel

Der Umzug
Im Finanzamt am Stadtgraben sollten ursprünglich schon vor eineinhalb Jahren die Abteilungen für Einkommens- und Lohnsteuer der Ämter aus dem Regionalverband zentralisiert werden. Doch der Umzug der Beamten aus den Finanzämtern in Sulzbach und Völklingen musste kurzfristig gestoppt werden. Ein Statiker zog die Notbremse.

Vor einigen Wochen machten dann Besoldungs- und Beihilfestelle Platz. Rund 110 Leute zogen aus, etwa 80 Mitarbeiter der Finanzämter sollen im Herbst einziehen. Bis dahin laufen notwendige Instandhaltungs- und Malerarbeiten. Das Besondere an der Immobilie: Ein Prüfstatiker muss die Belegung jedes einzelnen Büros abnehmen, er bestimmt, wo genau Schreibtisch und Aktenschrank stehen dürfen.

Aus rein technischer Betrachtung müsste die Tendenz allerdings eher in Richtung Abriss und Neubau statt Kernsanierung gehen. Über die Zukunft des Hauses ist aber noch nicht entschieden. Das Finanzministerium muss genau definieren, was die Hochbauabteilung planen und liefern soll. Dies bedeutet auch, dass Gutachten, etwa zur Haustechnik und zur Bausubstanz, eingeholt werden, ehe eine Entscheidung fällt.

Zu dem Mammutprojekt gehört das gesamte Finanz-Areal am Stadtgraben, auch das Hochhaus neben dem Ministerium. Julia von Oetinger-Witte, Landesvorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, hält ein Zeitfenster von bis zu zehn Jahren bis zum Projektabschluss für denkbar. Möglicherweise ziehen aber demnächst aus Völklingen und Sulzbach Beamte am Saarufer in das sanierungsreife Haus ein.

Die Schädlinge
Kein Geheimnis ist es mehr, dass das Haus am Stadtgraben ein Problem mit Schädlingen hat: Kakerlaken tauchen zumindest im Untergeschoss und Erdgeschoss auf. Abteilungschef Kempf bestätigt auf Anfrage der SZ den Kakerlaken-Befall: „Es war schon viel schlimmer. Das haben wir jetzt im Griff. Das Problem ist eingedämmt.“ Dies sieht auch die Gewerkschafts-Vorsitzende von Oetinger-Witte so.

Es gibt ein „Schaben-Monitoring“. Der Kammerjäger ist ständiger Gast im Finanzamt. 109 Messpunkte wurden mit Köderfallen im ganzen Haus belegt. Zuletzt wurden noch drei Schädlinge gezählt. Die Höchstzahl war 2016 neun in einem Monat. Ratten wurden übrigens bislang nur im unmittelbaren Außenbereich des Amtes gesichtet.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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Gegen den Bundestrend: Zahl der Feuerwehrleute im Saarland bleibt stabil

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Ein Lieferwagen steht in Elm-Sprengen in hellen Flammen. Foto: Becker&Bredel

Statistik
Die Feuerwehr wird längst nicht nur gerufen, wenn es brennt. Oft stehen Hilfen bei Verkehrsunfällen oder auch Fehlalarme ganz oben auf der Liste. 11 227 Mal sind Berufsfeuerwehr, die 52 freiwilligen Feuerwehren und die 16 Werksfeuerwehren im Saarland im Jahr 2016 ausgerückt. Das geht aus der Jahresstatistik hervor, die gestern (13. Juli) im Innenministerium vorgestellt wurde.

Die Zahl der Brände, die freiwillige Wehren und Berufsfeuerwehr löschen mussten, sank um 7,2 Prozent auf 2202 Fälle. Das ist der drittniedrigste Wert im Zehn-Jahres-Vergleich. Dabei retteten sie 156 Menschen, sieben Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Bei den sonstigen Hilfeleistungen wie der technischen Hilfe bei Unfällen, Unwetter oder bei Tiernotfällen, gab es im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg, nämlich um 31,2 Prozent, auf 5490 Einsätze (2015: 4186).

Die 16 Werksfeuerwehren rückten in 928 Fällen zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung aus, 927 Mal wegen Fehlalarmierungen, hauptsächlich ausgelöst durch Brandmeldeanlagen.

Zahl der Mitglieder bleibt stabil
Gegen den Bundestrend, der sinkende Mitgliederzahlen aufweist, ist im Saarland die Zahl der aktiven Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren stabil geblieben. Gab es 2015 11514 Aktive, waren es ein Jahr später 11507, darunter 994 Frauen. Mit einem Frauenanteil von 8,4 Prozent ist ein neuer Höchststand erreicht.

Einen Zuwachs um 106 Mitglieder auf 4101 verzeichneten 2016 die Jugendfeuerwehren. Auch hier stieg der Mädchenanteil, der nun bei 22,9 Prozent liegt. Sieben neue Vorbereitungsgruppen wurden 2016 neu gegründet. In nun 17 Gruppen werden 218 Kinder ab sechs Jahren spielerisch auf die Jugendwehr vorbereitet.

Landesbrandinspekteur Timo Meyer betonte, es sei nicht selbstverständlich, dass die Zahlen im Saarland stabil seien. „98 Prozent der aktiven Feuerwehrleute tun dies ehrenamtlich, neben dem, was sie im Hauptberuf und in ihren Familien leisten.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

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11 000 Flüchtlinge im Saarland suchen Arbeit

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Die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach (am 07.09.2015). Foto: Becker&Bredel

Die Arbeitsvermittlung ist ein Teil des im März 2016 eröffneten Ankunftszentrums – eines der ersten bundesweit. Neben der ärztlichen Untersuchung, der Aufnahme der persönlichen Daten und der Identitätsprüfung können Migranten hier auch ihren Asylantrag stellen, erhalten ihre Anhörung und warten bis zur Entscheidung. Inzwischen arbeiten hier rund 70 Mitarbeiter.

Das Ankunftszentrum soll auch bei derzeit niedrigen Ankunftszahlen erhalten bleiben, sagt die neue Präsidentin des Bamf (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Jutta Cordt, bei ihrem gestrigen Besuch in Lebach: „Denn jetzt lautet die nächste Herausforderung Integration.“ Doch müsse in den nächsten Jahren geschaut werden, wie die Mitarbeiterstärke aussehen müsse und in welchen Bereichen diese gebraucht würden.

„Die Arbeit geht uns zunächst nicht aus“, sagt Cordt und verweist darauf, dass das Bamf drei Jahre nach erteiltem Asyl den Antrag erneut überprüfen müsse. Cordt, die seit Jahresbeginn das Bamf leitet, lobte das Saarland und nannte das Ankunftszentrum „beispielgebend“ für die 25 weiteren Zentren in Deutschland. Die Abläufe hier seien auf die anderen Zentren übertragen worden.

Das Ankunftszentrum berate auch zu freiwilligen Ausreisen: „Wir haben ein Rückkehrmanagement, das seinesgleichen sucht.“ So seien im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 228 Personen beraten worden, davon seien 111 Personen bereits ausgereist, acht weitere hätten ihre Ausreise für Juli geplant.

Aktuell seien im Saarland 11 000 Flüchtlinge arbeitssuchend, über die Hälfte von ihnen besuchten derzeit Sprachkurse, sagt die Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz. Seit Juni 2016 hätten 900 Flüchtlinge eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden, über 500 hätten eine Ausbildung begonnen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Ute Kirch).

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