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Daniel Klesen aus Tholey reist per Anhalter um die Welt

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Daniel Klesen startete seine Reise Ende April. Foto: Daniel Klesen.

Die meisten halten ihn für komplett verrückt. Daniel Klesen steht oft stundenlang an der Straße, reckt den Daumen in die Luft und wartet. So lange, bis ihn jemand mitnimmt.

Wohin die Reise geht? Das weiß der 27-Jährige selbst nie so genau. Ein konkretes Ziel hat er nicht, nur einen vagen Plan. „Ich will in Südamerika eine Strandbar eröffnen“, sagt Daniel. Von der ist er allerdings noch viele Tausend Kilometer entfernt. Momentan tourt er durch Europa. Per Anhalter.

Am 24. April ist der Tholeyer in seinem Heimatort gestartet. Am ersten Tag seiner Reise wollte Daniel München erreichen – und schaffte es bis nach Kaiserslautern. „Es passiert ständig etwas Unerwartetes“, sagt er und fängt an zu erzählen. Von einem Tag im Schnee, ohne Winterkleidung. Von 35 Stunden Warten am Straßenrand. Von Bestechungen an Grenzkontrollen. Von einer Nacht am Nacktbadestrand. Von der hübschen Alice aus Taiwan.

Es sind die ungewöhnlichen Begegnungen, die für ihn das Reisen ausmachen. Er sei nicht unterwegs, um schöne Strände zu sehen. Sondern um Menschen kennenzulernen und Erfahrungen zu sammeln.

Klesen packte die Lust am Reisen in Australien
Dass dies beim Trampen besonders gut funktioniert, bemerkte der Tholeyer nach dem Uni-Abschluss. „Damals bin ich 14 Monate durch Australien, Neuseeland und Asien gereist. Ich hatte die Zeit meines Lebens“, erzählt er. Zurück in Deutschland fand der Student gleich einen Job und versuchte, sich wieder in das normale Leben einzugliedern. „Alles war gut, aber mir hat irgendwas gefehlt.“

Daniel kündigte, schloss eine Auslandskrankenversicherung ab, packte seinen Rucksack und erfüllte sich seinen Traum. „Ich habe mir vorgenommen, ein Jahr lang durch Europa zu touren, anschließend nach Kanada zu fliegen und von dort nach Chile zu trampen“, konkretisiert er den Plan.

Einsamkeit macht es schwer
Daran gezweifelt hat der er bisher noch nicht.  „Was soll schon passieren? Im schlimmsten Fall nehme ich mir einen Flieger zurück nach Deutschland. Im besten Fall werde ich den Rest meines Lebens irgendwo am Strand verbringen“, ist Daniel zuversichtlich. Trotzdem gibt es Momente, in denen er sich einsam fühlt. „Ich treffe viele Leute, aber letztendlich bin ich immer allein. Das macht einen schon fertig. Ich würde meine Erlebnisse gerne mit jemandem teilen. Das fehlt mir.“

Seit Beginn seiner Reise hat Daniel zehn Länder durchquert, etwa 5000 Kilometer per Anhalter zurückgelegt und auf den Sofas von mehr als 15 Gastgebern übernachtet. Heute fliegt der Weltenbummler von Athen (Griechenland) nach Tel Aviv (Israel). „Ich bin unglaublich gespannt darauf, eine für mich komplett neue Kultur kennen zu lernen“, sagt der Weltenbummler.

Die Ungewissheit ist für ihn der interessanteste Aspekt. „Viele Menschen reisen für eine begrenzte Zeit, haben genug Geld zur Verfügung, buchen Hostels und haben einen Plan. Ich dagegen habe höchstens ein paar Ideen und das Vorhaben, mir zu einem gewissen Zeitpunkt ein neues Leben aufzubauen.“

Aber ist er deshalb wirklich komplett verrückt? „Nein“, sagt Daniel, „für mich bedeutet das Freiheit, oder zumindest das Gefühl, das Freiheit für mich am nächsten kommt.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Sarah Konrad).

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Katze kehrt nach acht Monaten zu Besitzern zurück

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Symbolfoto.

Es grenzt an ein Wunder: Acht Monate, nachdem die Katze Kira in Schwarzenholz vermisst wurde, kann Familie Held ihren Stubentiger wieder in den Arm nehmen. Kira wurde in dieser Zeit von einer Familie in Wallerfangen versorgt – wie sie dorthin gelangte, bleibt wohl ungeklärt.

Nachdem sie sich eine Schnittwunde zugezogen hatte, gingen die neuen Halter mit Kira zum Tierarzt. Dieser fand einen Chip, mit dem die Katze bei einer Datenbank registriert ist. So konnte sie zu ihren überglücklichen Besitzern zurückkehren.

Mit Verwendung von SZ-Material (Carolin Merkel).

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Aus einer Hand: Experten-Tipps in Wohlfühl-Atmosphäre

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Einladend: Gemütliche Sitzecke mit Kaffeebar statt typischer Büroatmosphäre (Foto: Sparkasse/LBS).

Wer ein großes Projekt plant, muss meistens viele unterschiedliche Experten zu Rate ziehen. Im Normalfall bedeutet das: Die Lage sondieren, Tipps, Kostenvoranschläge und Gutachten von Fachleuten einholen und vor allem eines: Viele ermüdende Wege von A nach B bewältigen. Die Kreissparkasse Saarpfalz und die LBS Saar haben für dieses Problem jetzt die optimale Lösung gefunden: Zusammen mit ihren Tochterfirmen wurden in Homburg und St. Ingbert jeweils sogenannte Gemeinschaftsbüros eröffnet.

"Heimvorteil" für Kunden vor Ort

Das heißt konkret: Die Kundinnen und Kunden haben unter dem Slogan „#DeinHeimvorteil“ die Möglichkeit, in den neuen Beratungsbüros alle Anliegen rund ums Thema Immobilien und Wohnen bequem unter einem Dach zu erledigen. Das spart Zeit und Nerven!

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Begeistert vom Konzept: Sarah Bachmann von der LBS und Stefan Gessner von der Sparkasse. (Foto: Sparkasse/LBS).

Ein Beratungsbüro der "besonderen Art"

Laut Sarah Bachmann, Geschäftsführerin der LBS Vertriebs GmbH, und Stefan Gessner, Bereichsleiter Vorstandsstäbe der Kreissparkasse Saarpfalz, ist das Konzept der neuen Beratungsbüros in Deutschland einzigartig. „Mit unserem Konzept haben wir ein umfassendes Dienstleistungspaket geschaffen. Das heißt für unsere Kunden, dass wir ihnen bei allen Themen rund ums Wohnen sowie bei Fragen zur Immobilie weiterhelfen können“ erläutert Stefan Gessner die Gründe für die Eröffnung der Gemeinschaftsbüros „der besonderen Art“. Den Kunden kann auf diese Weise direkt kompetent weitergeholfen werden. Denn: Erfahrungsgemäß ergeben sich bei der Immobiliensuche und Finanzierung bis hin zur Renovierung viele Unklarheiten so Stefan Gessner. Da ist man als „Immobilienlaie“ froh, wenn Fachleute unmittelbar mit Tipps zur Seite stehen und Entscheidungen erleichtern können.

Alle Experten unter einem Dach

Auch die Geschäftsführerin der LBS Vertriebs GmbH, Sarah Bachmann, hat die Vorteile für die Kunden erkannt und weiß sie zu schätzen: „Wir haben in den gemeinsamen Büros Immobilienberater (Makler), Finanzierungsberater, Gutachter, Hausverwalter, Versicherungsberater und Interessentenbetreuer. Dabei profitieren unsere Kunden von einem sehr umfassenden Beratungsangebot“.

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Die Leistungen der Beratungsbüros (Grafik: LBS/Sparkasse).

Nah am Kunden und offen für alle Fragen

Kunden werden erfahrungsgemäß von einer Flut von Fragen beschäftigt – auf die sie meist keine Antwort haben: Was kann ich mir leisten? Welche Immobilie passt zu mir und wie finde ich sie? Wie bekomme ich eine Finanzierungsbestätigung? Welche Investitionskosten muss ich für meine Immobilie kalkulieren? Und nicht zu vergessen: Welchen Versicherungsschutz brauche ich? Hier helfen die sogenannten „Interessentenbetreuer“ zuverlässig und kompetent in angenehmer Atmosphäre.

Stichwort Ambiente: Auch in der Finanzwelt wird es immer wichtiger, dass sich der Kunde in einer Beratung auch räumlich rundum wohlfühlt. Dieser Gedanke wurde für die Kunden bei der Gestaltung in Homburg berücksichtigt und umgesetzt. Laut Stefan Gessner werden die Kunden in den Beratungsbüros bereits in einer angenehmen Wohn- und Esszimmeratmosphäre empfangen: „Dabei wurde auf einen gemütlichen sowie modernen Charakter geachtet und auch an die Kleinsten wurde gedacht. Die Kinder können sich während der Beratung in der Spielküche ausprobieren oder in der Malecke beschäftigen.“

Zukunftssicher auch im Online-Zeitalter

Die Zukunftsfähigkeit eines Beratungsbüros im digitalen Zeitalter beurteilt Geschäftsführerin Sarah Bachmann übrigens positiv: „Neben einer optisch modernen Ausstattung haben wir den Fokus auch auf die neueste Technik gelegt. Unseren Beratern bieten sich dadurch viele Möglichkeiten, den Kunden online oder auch zu Hause zu beraten. Somit hat der Kunde immer die Wahl zwischen räumlicher Nähe oder Beratung von zu Hause aus. Das ist natürlich gerade in Zeiten von Corona von besonderer Bedeutung“ . Hier lautet das Motto „Alles kann, nichts muss.“ Kunden werden auf Wunsch von den Interessentenbetreuern beispielsweise zu Besichtigungsterminen begleitet und erhalten von ihnen konkrete Angaben zu finanziellen Rahmen, Wertermittlungen oder Gutachten. Sarah Bachmann: „Uns ist es einfach wichtig, in der Nähe unserer Kunden zu sein und sie in allen Situationen bestmöglich zu unterstützen“.

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Alberina Karaxha und Martina Bettinger (Fotos: LBS/Sparkasse)

Was macht ein Interessentenbetreuer?

Alberina Karaxha und Martina Bettinger sind Interessentenbetreuerinnen im Saarpfalz- Kreis. Sie erzählen mit wenigen Worten, was ihre Aufgaben sind.

„Dein Projekt ist unser Projekt.“ Das ist unser grundsätzlicher Antritt in Richtung unserer Kunden. Viele junge Menschen – gerade im Saarland – wissen schon früh, dass sie in den nächsten Jahren ins Eigenheim möchten. Dabei brauchen sie Unterstützung. Angefangen bei der Planung ihres Wohntraums, der Suche, Finanzierung bis hin zur späteren Realisierung gibt es ganz viele Zwischenschritte. Insbesondere bei der Suche nach einer Immobilie können wir auf einen eigenen Bestand an Häusern und Wohnungen zugreifen und haben viele Kontakte zu Drittmaklern. Auch bei der Suche nach Handwerkern für anstehende Renovierungsmaßnahmen steht uns das A1-Netzwerk mit vielen Handwerkern und vielen guten Empfehlungen zur Seite, damit der Wohntraum unserer Kunden in Erfüllung gehen kann.

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Logo: LBS

Beratungsbüro Homburg
#DeinHeimvorteil

Talstraße 7, 66424 Homburg
Telefon: 06841 - 100 20 50

Beratungsbüro St. Ingbert

Am Markt 3 – 5, 66386 St. Ingbert
Telefon: 06841 - 100 20 50
Servicezeiten: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr,
13.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Terminvereinbarungen zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr möglich

 

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„Die Unterstützung ist mega!“ - Stefan Schmidt ist auf dem Weg der Besserung

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Noch ist er im Krankenhaus: Stefan Schmidt, der durch Komplikationen nach einer Operation wegen eines Sportunfalls seinen rechten Unterschenkel verlor. Nun ist Schmidt aber auf dem Weg der Besserung. Foto: Matthias Zimmermann.

Am 24. Mai ereilt Stefan Schmidt einen Schicksalsschlag. Der Kicker des FC St. Arnual stößt während eines Spiels mit einem Torwart zusammen und bleibt mit gebrochenen Schien- und Wadenbein schwer verletzt am Boden liegen. Am 9. Juni, nach Komplikationen im Anschluss an eine der vielen Operationen, verliert er seinen rechten Unterschenkel. Ärzte konnten ihn nicht retten, er musste amputiert werden. 

Stars unterstützen Schmidt
Um darüber hinwegzukommen, dass er womöglich nie wieder wie früher Sport treiben kann, starteten Wegbegleiter die Aktion Angriff ins Leben. Und diese Initiative schafft es, die Menschen zu mobilisieren.

Einer der Organisatoren ist Frank Schiehl, der den Zuspruch kaum fassen kann. „Es läuft alles sehr gut“, berichtet er. Unternehmer, Privatpersonen, Vereine, Sportler: Viele werben mit ihrer Popularität für die Unterstützung des 23-Jährigen. „Dadurch ist nach gerade Mal zwei Wochen bereits eine fünfstellige Summe zusammengekommen. An die 200 Spender zählen wir mittlerweile“, so Schiehl. Und die Zahl steige stetig.

So luden beispielsweise die Inhaber eines Saarbrücker Herrenfrisörs in der Mainzer Straße am Sonntag (16. Juli 2017) zu einem Benefiz-Termin ein. „The Barbershop“ bot unter dem Slogan „Schnitt für Schmidt“ das Frisieren an. Alle Einnahmen zwischen 11 und 18 Uhr sollen in die Spendenkasse für Stefan Schmidt fließen.

Doch zuvor stand bereits ein sportliches Ereignis an: Am Samstag trafen der SV 07 Elversberg und der FC 08 Homburg zum Auftakt der Saison an der Kaiserlinde in Elversberg aufeinander. „Der Erlös soll ebenfalls komplett gespendet werden“, kündigt Schiehl an.

Schmidt von Unterstützung überwältigt
Stefan setzt sich bereits im Krankenhaus das Ziel, wie früher Sportler zu sein. Ob auf dem Fußballfeld oder als Läufer – das lässt er offen. Unterdessen heilt seine Wunde am rechten Bein unterhalb des Knies, was ihm zusätzlich Auftrieb verleiht. Vor einer Woche vernähten Ärzte diese während der 15. Operation.

Noch hält Schmidt sich im Saarbrücker Winterberg-Klinikum auf. Dort ist er aber durch den Besucherandrang sowie über soziale Netzwerke im Internet bestens informiert. Stefan sagte zur SZ völlig überwältigt: „Die Unterstützung ist mega!“

Was die Heilung betrifft, entwickle sich nun auch alles zum Positiven: „Die Wunde verheilt.“ Eine weitere Operation stehe nicht an. Mit Krankengymnastik gehe es voran. „Ich schätze, dass ich noch drei bis vier Wochen im Krankenhaus bleibe. Dann geht es wohl zur Reha“, blickt Stefan optimistisch voraus.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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Ist Völklingen für Fahrradfahrer völlig ungeeignet?

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Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Der Test
Der jährliche Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bewertet, wie fahrradfreundlich die deutschen Städte sind. An der Onlinebefragung haben in diesem Jahr 120 000 Menschen teilgenommen.

Unterteilt wurde in vier Gruppen: Städte unter 50.000 Einwohnern, mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern, mit 100 000 bis 200 000 Einwohnern und schließlich mit mehr als 200 000 Einwohnern. Dabei belegten die Orte Reken, Bocholt, Göttingen und Münster jeweils die ersten Plätze.

Die Situation in Völklingen
Wegen des Bauzauns ist die Abrisszone rund um den Ex-Kaufhof für Radfahrer nur noch sehr schwer zu passieren. Und auch andere Straßen in der Stadt sind für Radfahrer zum Ärgernis geworden. Das ist ein Hauptgrund, warum Völklingen beim jüngsten Fahrradklima-Test durchfiel.

Die Hüttenstadt landete unter 364 deutschen Städten vergleichbarer Größe auf dem vorletzten Platz. Bei der letzten derartigen Umfrage 2014 hatte Völklingen immerhin noch eine Position im hinteren Mittelfeld belegt.

Das sagt der Bürgermeister dazu
Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU) wehrt sich gegen den Eindruck, dass Völklingen eine unfreundliche Stadt für Radfahrer sei. Beim Baumanagement sei sicher einiges nicht zufriedenstellend gelöst - aber wenn man nun spontanen Vorschlägen für Einzelmaßnahmen folge, laufe man Gefahr, die anderen Verkehrsteilnehmer aus den Augen zu verlieren. „Wenn ich Radwege im Bereich der Hauptverkehrsstraße aufbaue, dann schreien die Autofahrer."

Der richtige Weg ist es aus Sicht von Bintz, die Situation für Radfahrer innerhalb des städtischen Verkehrsentwicklungsplans zu betrachten. Der Entwurf befinde sich derzeit noch in Arbeit und der verwaltungsinternen Abstimmung. Dann werde es eine große Forumssitzung geben.

Seit 2014 habe sich Völklingen verstärkt ums Radfahren bemüht, doch so intensiv wie jetzt sei noch nie über dieses Thema nachgedacht worden, so Bintz weiter. Im aktuellen „Wunschplan“ seien Verbindungen quer durch die Stadt zwischen Haupttrassen wie dem Saar-Radweg und dem Köllertal-Radweg eingetragen.

Bintz persönlich ist auf jeden Fall dafür, mehr fürs Radfahren zu tun: „Es fördert die Gesundheit und schont die Umwelt.“ Dabei spiele auch die rasante Entwicklung bei den Pedelecs und E-Bikes eine Rolle:„Diese können auch weniger sportliche Leute auf die Strecke bringen.“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Jeder 5. Saarländer wünscht sich Unabhängigkeit von Deutschland

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Symbolfoto.

Einer Umfrage zufolge wünscht sich jeder fünfte Saarländer die Unabhängigkeit des kleinsten deutschen Flächenlandes von der Bundesrepublik.

22 Prozent der Befragten sind für ein eigenständiges Saarland, wie eine Erhebung des Instituts YouGov im Auftrag der Bild-Zeitung ergab. Damit kamen die Saarländer gemeinsam mit den Thüringern auf den zweiten Platz.

Unter den Bayern wünschen sich sogar 32 Prozent der Befragten staatliche Eigenständigkeit. In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern waren es jeweils 21 Prozent der Befragten. Dagegen sehnt sich in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen nicht einmal jeder zwölfte Bürger (jeweils acht Prozent) nach einer Abspaltung von Deutschland.

Befragt wurden 2076 Menschen ab 18 Jahren zwischen dem 29. Juni und dem 5. Juli 2017. Die Frage lautete: "Stimmen Sie der folgenden Aussage zu oder lehnen Sie sie ab: Mein Bundesland sollte unabhängig von Deutschland sein."

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Neunkircher Oberbürgermeister fordert: Ordnungsamt soll Pfefferspray tragen

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Symbolfoto: dpa/Monika Skolimowska +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Forderung
Die Mitarbeiter der Kommunalen Ordnungsdienste saarländischer Städte und Gemeinden sollen in Zukunft mit Pfefferspray ausgerüstet werden dürfen. Das fordert der Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD). Sie sollten im Außendienst Pfefferspray zu Notwehrzwecken tragen dürfen, sagte er der SZ.

Derzeit lässt das Saarländische Polizeigesetz eine solche Ausstattung nicht zu. Reizgas fällt im Polizeigesetz unter „Waffen“. Die Nutzung von Waffen ist aber nur Polizeivollzugsbeamten erlaubt. Eine Ausnahme gilt für den 2016 zur Entlastung der Landespolizei eingeführten Polizeilichen Ordnungsdienst (POD): Seine derzeit rund 30 Mitarbeiter dürfen Pfefferspray und Handschellen zur Eigensicherung mitführen.

Fried fordert, das Polizeigesetz so zu ändern, dass auch Mitarbeiter der Ortspolizeibehörden mit Notfallspray ausgerüstet werden dürfen. Er stellte allerdings klar, das Spray dürfe nicht genutzt werden, um Verwaltungszwang durchzusetzen, sondern ausschließlich zur Notwehr.

Mehr Sicherheit
Die Stadt Neunkirchen hat im Januar eine City-Wache in Betrieb genommen. Sie hat montags bis samstags zwischen 10 Uhr und 20 Uhr geöffnet, die Mitarbeiter laufen außerdem zwischen 8 und 22 Uhr Streife im Stadtzentrum. Dazu wurde der Ordnungsdienst von fünf auf derzeit acht Mitarbeiter aufgestockt.

Der Kommunale Ordnungsdienst besteht aus den Vollzugsbediensteten der Ortspolizeibehörde. Zu ihren Aufgaben gehört es einzuschreiten, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung droht. Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes gehen unter anderem gegen Verunreinigungen vor, sie setzen die Anleinpflicht bei Hunden durch oder unterbinden störenden Alkoholkonsum.

Mit Verwendung von SZ-Material (Daniel Kirch).

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Sechs Kilo Gras und eine Schrotflinte: Fahnder schlagen in Überherrn zu

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Die Fahnder stellten Marihuana, eine Schrotflinte und Kokain sicher. Foto: Zollfahndungsamt Frankfurt.

Nach dem Tipp eines Zeugen schlugen Beamte der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) vom Zollfahndungsamt Frankfurt und des Landespolizeipräsidiums letzte Woche an zwei Adressen in Überherrn bei mutmaßlichen Drogendealern zu.

Bei Durchsuchungen von Geschäftsräumen und Wohnungen eines 35-Jährigen und eines 37-jährigen stellten die Fahnder 5,8 Kilogramm Marihuana, ein halbes Gramm Kokain und eine doppelläufige Schrotflinte sowie 34 Schuss Munition sicher.

Nach Angaben von Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher des Zollfahndungsamtes, ordnete ein Ermittlungsrichter gegen den 35-Jährigen, in dessen Wohnung die scharfe Waffe sichergestellt wurde, Untersuchungshaft an.

Der 37-Jährige, der bereits angeblich bereits polizeibekannt ist, wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Die beschlagnahmten Drogen sollen jetzt kriminaltechnisch untersucht werden, um deren genaue Herkunft zu klären. Die Ermittlungen nach möglichen weiteren Tatbeteiligten dauern an.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

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Polizei verhaftet 20-jährigen Exhibitionisten in der Saarbrücker Bahnhofstraße

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Symbolfoto: +++(c) dpa - Bildfunk+++

Wie die Polizei mitteilt, nahm ein 20-Jähriger am Samstagmittag (gegen 10.25 Uhr) eine „ exhibitionistische Handlung“ vor - er zog sich also aus. Das Ganze passierte in Höhe der Vodafone-Filiale in der Saarbrücker Bahnhofsstraße.

Darüber hinaus habe sich der 20-Jährige aggressiv verhalten und war betrunken. Nach der Festnahme wurde ihm noch eine Blutprobe entnommen; zum Ausnüchtern blieb er in Gewahrsam.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Saarbrücken-St. Johann unter der Telefonnummer (06 81) 9 32 12 33 in Verbindung zu setzen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Betrunkener Fahrgast (22) schlägt Taxifahrer und beißt ihm in den Kopf

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Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Wie die Polizei berichtet, hatten Zeugen in der Nacht zum Freitag (14. Juli) Hilferufe aus einem Taxi in Kaiserslautern gehört - und daraufhin die Beamten verständigt. Die nahmen den 22-jährigen Angreifer schließlich fest. 

Nach Angaben des Taxifahrers hatte der scheinbar betrunkene Fahrgast angegeben, er habe kein Geld. Als der Fahrer sich weigerte loszufahren, hielt ihn der Angreifer fest, schlug ihm ins Gesicht und biss ihm in den Kopf.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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16.000 Fans bei Urban Art-HipHop- und Electro Magnetic-Festival

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Eine bessere Kulisse für ein HipHop-Festival muss man wohl lange suchen: Rund 6000 Fans kamen am Freitag ins Weltkulturerbe Völklinger Hütte – unser Foto zeigt den Auftritt von Bonez MC und RAF Camora. Foto: Becker & Bredel.

16.000 Fans besuchten am Wochenende die Musikfestivals am Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Den Auftakt machte am Freitag das Urban Art Hip Hop Festival. Hier traten Stars wie Sido und Bonez MC & RAF Camora

Während es bei diesen „großen“ Acts mehr um das Abfeiern mit der Menge ging, versuchten die weniger bekannten Rapper wie Audio 88 & Yassin mit Witz und Mut zum Experiment auf der kleinen Bühne zu bestehen. 6000 Zuschauer waren gekommen, eine Zahl, mit der Veranstalter Thilo Ziegler zufrieden war. 

Einen Tag nach dem Urban Art-Hip­hopfestival waren es am Samstag dann sogar 10.000 Electro-Fans, die zum Electro Magnetic-Festival kamen. Sie wollten sich unter anderem die DJs Lexy + K-Paul, Chris Liebig und Alle Farben ansehen. 

Veranstalter Ziegler, meinte, er sei vor allem mit der Änderung des Konzepts sehr zufrieden. Auf dem größten Platz des Festivals, dem Erzplatz, wurde mehr Raum geschaffen. Außerdem sorgte ein neuer Ausgang dort für Entlastung. 2016 hatte es noch Beschwerden wegen des Gedränges gegeben – das blieb in diesem Jahr aus.

Hunderte Fotos von den beiden Events findet ihr in unserer Fotodatenbank!

Mit Verwendung von SZ-Material (Sebastian Dingler).

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