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Timo Holl

Saarländisches Verbraucherschutzprojekt WEBiTIPP startet

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Der Start von WEBiTIPP war ein voller Erfolg.

Das interaktive Web-Projekt richtet sich in erster Linie an Geflüchtete und Migranten und möchte diesen bei Verbraucherthemen beratend zur Seite stehen. So werden in jeder Sendung unterschiedliche Verbraucherfragen auf unterhaltsame Weise aufgeworfen und im Anschluss durch Experten der Verbraucherzentrale fachkundig und praxisgerecht beantwortet.

Da die Informationsvermittlung oberstes Ziel des Angebots ist, ist die gesamte Moderation des Formats sowohl in deutscher als auch in arabischer Sprache gehalten.

Die Akteure von WEBiTIPP stellen dabei ein buntes Team dar, das aus Experten der Verbraucherzentrale Saarland und Designern, Redakteuren sowie Filmern des international besetzten und im Saarland beheimateten Kollektivs fugee films besteht.

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Die Hauptakteure von WEBiTIPP.

Thomas Beutler von der Verbraucherzentrale Saarland im exklusiven SOL-Interview zum Projekt WEBiTIPP:

Wer steckt eigentlich hinter dem Projekt WEBiTIPP?
Thomas Beutler: Der WEBiTIPP-Kanal ist ein Projekt, das von der Stiftung für Verbraucherschutz gefördert wird. Umgesetzt wird es von der Verbraucherzentrale Saarland und dem fugeefilms Kollektiv aus Saarbrücken. Daneben steht uns im Bereich der Social-Media-Strategie das Saarbrücker Unternehmen Projekt Piñata tatkräftig zur Seite.

Wir sind insgesamt eine bunte Truppe mit Vertretern unterschiedlichster Herkunft. Hier greifen wir auf ein großes, bestehendes Netzwerk zurück. In unseren Reihen sind viele ehemalige Geflüchtete. Als Team harmonieren wir gemeinsam und arbeiten Hand in Hand an unserem Projekt. Projektverantwortliche sind in erster Linie Michael Preßer von Framekit und ich.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Verbraucherschutzformat in den sozialen Medien speziell für Migranten und Geflüchtete zu entwickeln?
Beutler: Die Idee zu dem Projekt kam durch die Schwierigkeit, die Zielgruppe der Geflüchteten effektiv zu erreichen. Als wir erkannten, dass der Großteil dieser Menschen sich bereits sehr erfolgreich bei Facebook organisiert, war die Idee geboren, dort einen Kanal zu etablieren.

Aus welcher Motivation heraus habt ihr WEBiTIPP ins Leben gerufen? Was sind eure Ziele?
Beutler: Wir wollen den Geflüchteten in unserem Land dabei helfen, sich hier zu Recht zu finden. Die „Spielregeln“ in unserem Land überfordern viele zunächst und wir halten es für eine gelungene Integration für äußerst wichtig, hier präventiv tätig zu sein.

In gewisser Weise soll dies auch Vorbild-Charakter haben. Wenn wir uns aufeinander zu bewegen und Berührungsängste abbauen, dann profitieren wir alle. Natürlich soll das bilinguale Format auch dabei helfen, sich sprachlich anzunähern.

Was erwartet die Zuschauer inhaltlich bei eurem Sendeformat?
Beutler: Bei den Themen orientieren wir uns an gewissen Auffälligkeiten bei Verbraucherproblemen. Hier können wir aus dem Fundus aller 16 Verbraucherzentralen schöpfen und dort entsprechende Schwerpunkt-Probleme ermitteln. Zu diesen wird dann jeweils ein Experte der Verbraucherzentrale im monatlichen Live-WEBiTIPP Stellung nehmen. Dabei kommt uns zugute, dass die Verbraucherzentrale des Saarlandes Experten aus allen Sparten stellen kann.

Die Themen werden also äußerst vielfältig sein. Denkbare Themen für die nächsten Sendungen sind beispielsweise Ärger mit dem Mobilfunkvertrag, Vermeidung von Schulden, Urheberrechtsprobleme in Deutschland oder Ärger mit Dating-Portalen.

Wie ist das Projekt bisher angelaufen?
Beutler: Wir sind alle sehr zufrieden mit den bislang erreichten Ergebnissen. Unsere Facebook-Seite hat beispielsweise jetzt schon die 1.000 Fans-Schwelle geknackt (Anmerkung der Redaktion: Stand 18.07.2017 hat das Portal bereits 1.470 Abonennten). Alle Interessierten können sich die Aufzeichnung unseres ersten Live-Webinars auch bei YouTube ansehen. Wir freuen uns über weitere Unterstützer.

Timo Holl führte das Interview.

Mein Fazit zu WEBiTIPP:
WEBiTIPP ist ein spannendes Integrationsprojekt, das die Balance zwischen Information und Unterhaltung sehr gut meistert. Durch seine zweisprachige und interaktive Ausgestaltung sollen Sprachbarrieren ausgeräumt und „Brücken statt Mauern“ errichtet werden. Die enge Zusammenarbeit und der gegenseitige Austausch der unterschiedlichen Akteure fördert eine eigene Dynamik, die dem Zuschauer ein positives Gefühl transportiert.

Da viele der Macher von WEBiTIPP selbst in der Rolle des Geflüchteten sind, wirkt das gesamte Sendeformat sehr authentisch, weil die Moderatoren eben genau wissen, welche Probleme auftreten, wenn man in einem zunächst völlig fremden Land Fuß fassen muss. Dadurch werden sehr praxisnahe Probleme erläutert, was den informationellen Wert des Projektes erhöht.

Das lösungsorientierte Konzept könnte mit seinen kurzen Kommunikationswegen zu einem Vorbild für ähnliche Projekte werden. Ich wünsche den Machern jedenfalls viel Erfolg und hoffe, dass das herzliche Auftreten der Akteure neben mir auch zahlreiche andere Menschen anstecken kann und so den Raum für Distanz und Ressentiments weiter schrumpfen lässt.

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Prostitutionsschutzgesetz im Saarland? Nicht so schnell

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Symbolfoto: Andreas Arnold/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Ausgangssituation
Am 21. Oktober 2016 hat der Bundestag nach langem Hin und Her das Prostituiertenschutzgesetz beschlossen. Am 1. Juli 2017 trat es offiziell in Kraft. Im Saarland wird sich die Umsetzung allerdings noch ein Weilchen hinziehen. Die Vorlaufzeit zur Umsetzung bis zum 1. Juli 2017 seitens des Bundesgesetzgebers war zu kurz bemessen“, begründete das Sozialministerium auf SZ-Anfrage.

Nach dem Entwurf eines sogenannten Ausführungsgesetzes, wird der Regionalverband Saarbrücken dann die neuen Aufgaben für das ganze Saarland übernehmen. Er soll den Prostituierten im Saarland die nun gesetzliche Anmeldung ermöglichen, ihnen eine Gesundheitsberatung anbieten sowie über die Erlaubnis eines Bordells und deren Kontrollen entscheiden.

Anfang Oktober soll es losgehen
Dem stehen rund 1500 Prostituierte im Saarland gegenüber. Sie müssen sich nach dem Prostituiertenschutzgesetz bis Jahresende angemeldet haben. Damit sie das im Saarland auch können, will der Regionalverband bis spätestens Ende September alle Vorbereitungen getroffen haben. Ab 1. Oktober könne die Anmeldung dann voraussichtlich erfolgen, teilte ein Regionalverbandssprecher der SZ mit. Die Anmeldung soll ebenso wie die Gesundheitsberatung im Gesundheitsamt Saarbrücken stattfinden.

Alle zwei Jahre müssen die Prostituierten die Anmeldung laut Gesetz erneuern, unter 21-Jährige jedes Jahr. Auch Bordellbetreiber müssen künftig ihren Betrieb anmelden — und bis Ende dieses Jahres ein Betriebskonzept zur Genehmigung vorlegen.

Kontrolle?
Die bereits in der Vergangenheit strittige Frage, wie die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben überprüft werden soll, scheint vorerst weiter offen. Denn wie und von wem etwa die gesetzliche Anmeldung von Prostituierten überprüft werden soll, sei noch nicht abschließend geklärt und werde noch diskutiert, heißt es im Regionalverband. Vieles spricht dafür, dass mit den Kontrollen die Polizei beauftragt wird. Dass die dazu extra Kontrollfahrten im ganzen Land unternimmt, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Überprüft wird die Anmeldung Prostituierter wohl erst dann, wenn die Beamten wegen anderer Delikte ohnehin im Milieu ermitteln. Kenner der Szene geben zudem zu bedenken, dass Prostituierte häufig nur kurz in einer Stadt oder in einem Bundesland bleiben. Die Prostitution zu regulieren, um die betroffenen Frauen zu schützen, scheint demnach auch weiterhin schwierig zu sein.

Mit Verwendung von SZ-Material (Johannes Schleuning).

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Zeig Deinen Freunden den Saarland-Style: jetzt mitmachen und gewinnen

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Foto: PR

Du hast Freunde oder gute Bekannte, die nicht das Glück wie du haben, im Saarland wohnen zu können? Prima! Und bei denen sind welche dabei, die gerne mal etwas Neues entdecken, zum Beispiel das Saarland?

Dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, diese „KRIENHORNS“ einzuladen, dich im Juli oder August Freitag, Samstag und/oder Sonntag zu besuchen. Begeistere sie für unser Land, erklär ihnen unsere Sprache und zeig ihnen, wie wir hier feiern und leben.

Belohnung? Klar!

Deshalb heißt die Sommeraktion ja auch „Ihr krien ebbes“. Zuerst einmal bekommt ihr ebenso wie eure Gäste ein wertvolles „Welcome Package“ überreicht. Dazu gibt es an sieben Freitag-Abenden* im Aktionszeitraum einen kleinen Empfang im „Kurze Eck“ im Nauwieser Viertel, bei dem du mit deinen Gästen „eincheckst“. Hier bekommt ihr wertvolle Informationen und vor allem die „Ihr krien ebbes“-Welcome Box.

*19.07. / 26.07. / 02.08. / 09.08. / 16.08. / 23.08. / 30.08.19 – jeweils von 20 bis 21 Uhr

500 Euro gewinnen!

Und am Ende belohnen wir noch eure Aktivität als #saarlandgastgeber: Wer die meisten Gäste im Juli und August begrüßen konnte*, gewinnt 500 Euro in bar.

Unter allen weiteren Gastgebern verlosen wir 15 spannende und hochwertige Saarland-Erlebnisse – die beste Gelegenheit, das Saarland noch besser kennen zu lernen.
*bitte beachte die Teilnahmebedingungen: Gezählt werden nur Gastgeber und Gäste, die auf einem der Empfänger eine Welcome-Box bekommen haben.

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Foto: PR

Was ist eigentlich ein Saarland Krienhorn?

Kalle lebt an einem Ort, den wir alle nicht kennen. Irgendwo hinter der Saarschleife, sagt man. Und weil er von Natur aus ein Krienhorn ist, wird er sein Leben lang „grün hinter den Ohren sein“ und nie wirklich etwas dazu lernen. Das ist ärgerlich, denn immer, wenn Kalle im Saarland war, fliegt er heim und möchte seiner Familie erzählen, wie cool es hier ist. Leider hat er es bis dahin wieder vergessen und hat sich nur gemerkt, dass das wunderbarste Stück Erde genau hier im Herzen Europas liegt.

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Kalle Krienhorn Foto: PR

Also kommt er immer wieder zurück und lernt immer wieder neu, was es alles Spannendes im Saarland gibt. Bei seinem Besuch im letzten Jahr hatte Kalle sich als Erinnerungsstütze das Saarland-Bubble-Logo auf seinen Po tätowieren lassen. Denn eins ist klar: Woanders will Kalle nicht mehr hin, seit er das Saarland kennt. Und er stellt verwundert fest, dass es rund um das Saarland ganz viele Krienhorns gibt, die zwar nicht so aussehen wie er, aber wohl auch alles übers Saarland vergessen haben. Komisch!

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Foto: PR

Mach mit!

Melde dich jetzt hier als Gastgeber an und versende an deine Freunde eine persönliche Einladung

Ein ultrabreites Grinsen fürs Saarland! #saarlandgastgeber #saarlandentdecker

Ihr krien ebbes! Nämlich einen tollen Selfie-Stick! Mit dem Stick könnt ihr eure Saarland-Erlebnisse festhalten. Das ist der Deal: Ihr behaltet den Stick und schickt uns euer Selfie-Video.

Noch Fragen?

Gerne beantworten wir dir deine Fragen zur Sommeraktion persönlich. Bitte ruf uns an unter Tel. 0681 - 9520 449 (im Aktionszeitraum Juli und August 2019, montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr) oder sende uns eine E-Mail.

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Familienhund erschnüffelt verletzten Dachs auf einem Dach in Scheidt

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Der verletzte Dachs. Foto: Becker&Bredel

Der Hund einer Familie im Grumbachtalweg hatte auf dem Garagendach neben einem Mehrfamilienhaus einen Dachs erschnüffelt. Das Garagendach liegt unterhalb der Wohnungen und ist für die Anwohner einsehbar.

Der Dachs regte sich kaum. Die Anwohner sahen nur schwache Bewegungen und bemerkten, dass er noch atmete. Die Feuerwehr schickte ihre Spezialisten für Tierrettung und die Drehleiter.

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Das Einsatzfahrzeug mit der Drehleiter. Foto: Becker&Bredel

Zwei Feuerwehrmänner stiegen aufs Dach und legten den Dachs in eine Transportbox.

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Hier legen die Einsatzkräfte den Dachs in die Transportbox. Foto: Becker&Bredel

Noch während der Rettungsarbeiten starb das geschwächte Tier. Ob es sich beim Sturz auf das Dach verletzt hatte oder schon verletzt war, als es auf das Dach gelangte, ist unklar.

Mit Verwendung von SZ-Material (Becker&Bredel).

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Sie brachen sogar in das Haus einer Toten ein - Gangster-Duo vor Gericht

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Das Duo brach in mehrere Häuser ein. Foto: dpa.

Vor dem Landgericht in Saarbrücken müssen sich seit gestern eine 51 Jahre alte Frau und ein 23 Jahre alter Mann wegen einer Serie von mehr als 50 Einbrüchen im Raum Saarlouis, Dillingen und Merzig verantworten.

Das sind die Vorwürfe
Den beiden wird vorgeworfen, mehr als 90 Eigentumsdelikte von Diebstahl über Betrug bis hin zur Urkundenfälschung begangen zu haben. Nach Angaben der Geschädigten sollen die Täter zwischen Mai 2013 und Oktober 2016 Geld, Schmuck, Wertsachen und Autos im Wert von rund 387.000 Euro erbeutet und einen Gesamtschaden von mehr als 500.000 Euro verursacht haben. Die Angeklagten halten diese Beträge für überhöht.

Das Geständnis des Angeklagten
Wie es zu dieser Serie von Straftaten kam, schildert der 23-Jährige in seinem Geständnis so: Er und seine Frau hätten im selben Mehrfamilienhaus gewohnt und sich dort kennen gelernt. „Ich habe Geld gebraucht. Sie hat Geld gebraucht." Er wegen Problemen mit Alkohol und Drogen, sie wegen ihrer Spielsucht. Also hätten sie sich in ihrer Umgebung nach möglichen Opfern umgeschaut.

Richtig angefangen hätte es dann während einer Veranstaltung von Kleintierzüchtern in Nalbach. Dort bemerkten beide, dass der örtliche Vorsitzende ständig in der Halle und nicht zu Hause war. Also brachen sie tagsüber in dessen Haus ein, stahlen Bargeld, Schmuck und technische Geräte. Dann gingen sie zurück in die Halle, ließen sich einsperren und stahlen die Tageseinnahmen der Zuchtschau.

Es folgten Einbrüche in Gaststätten, Clubheime oder Wohnhäuser. In den Lokalen hatten sie es besonders auf Spielautomaten abgesehen. In den Wohnhäusern auf Wertsachen sowie EC-Karten mit Pin, mit denen sie Geld abhoben. 

Eigene Familie beklaut
Dabei machte das Duo nach eigener Aussage auch vor der eigenen Familie nicht Halt. In einem Fall brachen sie in das Haus des Onkels des 23-Jährigen ein, als der im Urlaub war. Dort klauten sie unter anderem ein Auto mit Papieren und Schlüsseln und verkauften es im Internet. Ähnlich ging es zwei Bekannten des 23-Jährigen, die drei Autos zumindest zeitweise abschreiben mussten.

Duo brach sogar in Haus von Toter ein
Auch sonst waren die Angeklagten offenbar nicht sonderlich rücksichtsvoll. Dazu der 23-Jährige: Von der Putzfrau in seinem Betrieb habe er erfahren, dass deren Schwester gestorben sei. Also seien sie in das Haus der Toten eingebrochen. Laut Anklage durchwühlten sie alle Schränke und Schubladen auf der Suche nach Wertsachen. Sie entwendeten demnach eine Goldkette, ein Sparschwein mit 200 Euro und einen Kaffeevollautomaten. Ein Dampfbügeleisen, das sie ebenfalls eingepackt hatten, fiel beim Rückweg über die Terrasse zu Boden und blieb zurück. Der Prozess wird fortgesetzt.

Mit Verwendung von SZ-Material (Wolfang Ihl).

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Die Dauerbaustelle am St. Johanner Markt ist bald weg

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Seit einigen Jahren wird am Markt gebaut. Foto:: Becker&Bredel

Baustellenlärm, Absperrungen, Bagger und Bauarbeiter statt Stühle für die Gäste vor der Tür. Die Wirte am St. Johanner Markt und in der Kaltenbachstraße haben einige harte, teilweise nervenaufreibende Jahre hinter sich. Doch nun ist ein Ende in Sicht.

Begeistert sind allerdings nicht alle Wirte. Die kleinste Kneipe am oberen Ende will sich dem, was das Stadtplanungsamt begonnen und vollendet hat, nicht beugen. Peter Weis, Wirt des Glühwürmchens, musste feststellen: „das Stadtplanungsamt hat in Teilen an der Realität vorbeigeplant“.

Das Problem
Für sein Glühwürmchen bestehe „in Zukunft keinerlei Möglichkeit mehr, Bestuhlung vor der eigenen Kneipe zu betreiben, sondern auf der gegenüberliegenden Straßenseite unmittelbar vor einem Wettbewerberbetrieb“. Und das sei „ausgerechnet eine der ganz wenigen Kneipen, die es seit der Neugestaltung des St. Johanner Marktes 1974 geschafft haben, treue Stammgäste über mehr als 40 Jahre hinweg zu halten“.

Dieses „über Jahre hinweg gewachsene Sozialgefüge durch die Umsiedlung vor eine andere Gaststätte zu zerreißen und dann allen Ernstes zu glauben, dass darunter die Geschäfte meiner Gaststätte nicht leiden werden, und zu akzeptieren, dass dem Betrieb erheblicher wirtschaftlicher Schaden zugefügt werden wird“, sei nicht akzeptabel.

Das sagt das Rathaus dazu
„Die Anforderungen an den öffentlichen Raum haben sich in der Zwischenzeit verändert“, sagt Stadtpressesprecher Thomas Blug. Die Stadt verfolge das Ziel, den Bedürfnissen möglichst aller Nutzer des Markts gerecht zu werden. „Insbesondere die Barrierefreiheit ist zum festen Bestandteil der Planungskultur geworden, auch die Sicherheitsbestimmungen haben sich seither verändert“, sagt Blug.

Und so habe die Stadt „ein Standard-Blindenleitsystem in die Gestaltung integriert“. Es beginnt an der Katholisch-Kirch-Straße. Von dort aus weist eine Leitlinie zur Kaltenbachstraße und eine andere Linie zur Behindertentoilette.

Für Notfälle und Rettungseinsätze sei zudem eine ungehinderte Durchfahrt zu gewährleisten. „Durch die Zunahme von Gastronomiebetrieben mit Außenbestuhlungsflächen in den letzten Jahren wurde bei Feuerwehreinsätzen und Probeeinsätzen in der jüngeren Vergangenheit festgestellt, dass im gesamten Fußgängerbereich zukünftig verstärkt auf eine ungehinderte Durchfahrt von Rettungsfahrzeugen geachtet werden muss“, sagt Blug.

Der Kompromiss
An diese Standards habe man die Kaltenbachstraße angepasst. Das habe nun mal Auswirkungen auf die Bestuhlungsflächen. „Das Glühwürmchen befindet sich in einem schmalen Gebäude“, erklärt Blug. Deshalb dürfe es dort nur noch die Hälfte der Tische und Stühle wie bisher geben.

Als Kompromissvorschlag habe die Stadt „zum Ausgleich eine vergleichsweise große Fläche von rund zwölf Quadratmetern angeboten, die allerdings schräg gegenüber liegt“. „Dieser Lösungsvorschlag ist kein Einzelfall“, betont Blug. Am St. Johanner Markt sind die Außenbestuhlungsflächen nicht immer direkt vor dem jeweiligen Lokal. Mit Peter Weis wolle man noch mal reden.

Mit Verwendung von SZ-Material (Martin Rolshausen).

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Rattenplage an Johanneskirche - Stadt sperrt Garten

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Eine Rattenplage gibt es zurzeit an der Johanneskirche in Saarbrücken. Symbolfoto.

Für Ratten sind arglos weggeworfene Lebensmittelreste in der Natur ein gefundenes Fressen - auch in Saarbrücken. Momentan hat der Garten um die Johanneskirche im Nauwieser Viertel an diesem Problem zu knabbern.

Schilder warnen deswegen Passanten und weisen darauf hin, dass der Grünstreifen bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Wie Stadt-Pressesprecher Thomas Blug sagt, waren die Plagegeister bereits verstärkt im Juni aufgetreten. Daher habe die Verwaltung den Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE), ein Unternehmen der Landeshauptstadt, beauftragt, die Viecher zu vertreiben. Sie können die Krankheitskeime auch auf den Menschen übertragen.

Blug: „Es wurden Giftköder ausgelegt." Damit keine Hunde diese gefährlichen Stoffe aufschnappen, bleiben die Tore zum Garten erstmal geschlossen, bis alles wieder in Ordnung ist. Blug kündigte an, dass ZKE-Mitarbeiter diese Woche noch nachschauen wollen, ob die Ratten verschwunden sind. Er könne sich nicht daran erinnern, dass es an dieser Stelle schon mal zu einer Rattenplage gekommen ist.

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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Drei Verletzte bei Unfall auf A620

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Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)

Bei einem Unfall auf der A620 sind heute Morgen (18. Juli 2017) drei Personen leicht verletzt worden. Wie eine Sprecherin des Landespolizeipräsidiums auf SOL.DE-Anfrage mitteilte, ereignete sich der Crash gegen 8.40 Uhr zwischen der Westspange und der Luisenbrücke in Fahrtrichtung Mannheim.

Dabei waren ein Lkw und ein Pkw involviert. Nachfolgend fuhren noch zwei weitere Autos aufeinander auf.

Die Straße ist wegen der anlaufenden Bergungsarbeiten zur Zeit voll gesperrt.

Update (11.50 Uhr): Mittlerweile wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

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Bald keine „Blitzermarathons" mehr im Saarland - doch es gibt einen Haken

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Unangekündigte Kontrollen könnten in Zukunft häufiger eine Rolle spielen. Symbolfoto: Ronald Wittek/dpa.

Der „Blitzermarathon" am 19. und 20. April dieses Jahres war wahrscheinlich der letzte seiner Art im Saarland. Damals kontrollierte die saarländische Polizei 24 Stunden lang an 26 Stellen den Verkehr. Bei 32.830 kontrollierten Fahrern wurden 1380 Temposünder erwischt.

Das ist die Ursache
Der Grund für das Ende der bundesweiten Aktion ist, dass sich das Bundesland Nordrhein-Westfalen in Zukunft nicht mehr daran beteiligen will. Die neue schwarz-gelbe Koalition in NRW hatte vereinbart, die Aktion einzustellen. Der „Blitzmarathon“ habe sich als ungeeignet erwiesen, die Verkehrssicherheit dauerhaft zu verbessern, heißt es im Koalitionsvertrag von CDU und FDP.

Stattdessen werde das Land die zielgerichtete Verkehrsüberwachung (zum Beispiel in Form von unangekündigten Kontrollen) verstärken, um besonders gegen die hohe Zahl von jungen Unfallopfern und illegalen Autorennen anzukämpfen.


Neue Konzepte geplant
Nach dem Rückzug von NRW wird es nach unserer Einschätzung den Blitzermarathon in dieser Form wohl nicht mehr geben“, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Anfrage der SZ mit. 

Allerdings entwickeln die Verkehrssicherheitsexperten in der Innenministerkonferenz bereits Vorschläge für ein neues Format. Diese sollen 2018 vorgestellt werden. 

Im Saar-Innenministerium heißt es, es gebe einen breite Übereinstimmung, dass regelmäßige länder- und sogar staatenübergreifende Verkehrsüberwachungsmaßnahmen einen „wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Verkehrssicherheit, aber auch für die Kriminalitätsbekämpfung“ leisten könnten. 

Wichtig sei auch, dass neben der Geschwindigkeitsüberwachung ebenfalls überprüft werde, ob Fahrer angeschnallt seien oder das Handyverbot eingehalten werde.  Ebenso müssten die Länder ihr Personal effizient einsetzen können.

Mit Verwendung von SZ-Material (Daniel Kirch).

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