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A8 Luxemburg Richtung Saarlouis zwischen Merzig-Wellingen und Merzig-Schwemlingen Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle (18:55)

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Schon gewusst? Heavy Metal hören macht friedlich

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Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Nach Einschätzung des Lübecker Musikwissenschaftlers Nico Thom (38) macht Heavy-Metal-Musik die Menschen friedlich. Wichtig sei, dass man sich unter Menschen bewege, die alle „fröhliche Zerstreuung“ wollen, sagte Thom den Tageszeitungen der sh:z-Gruppe zum Auftakt des Wacken-Festivals, das heute beginnt.

„Wenn man schlecht drauf ist, kann man diese Musik hören, dazu tanzen und laut mitsingen.“ Dadurch reguliere sich der emotionale Haushalt.

Dass die Metal-Stars schon relativ alt seien, ist für den Wissenschaftler an der Musikhochschule Lübeck eine Folge der Vermarktung. Es gebe genug Nachwuchs, doch viele würden in ihrer Region bleiben. „Wenn man in Schleswig-Holstein durch die Dörfer fahren würde, könnte man eine ganze Menge Metal-Bands finden.“

Wer noch nicht überzeugt ist, kann ja hier mal den Selbstversuch wagen:

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Hund nicht angeleint: Spaziergängerin wird in Blieskastel mit Schlagstock bedroht

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Symbolfoto: +++(c) dpa - Bildfunk+++

Am Sonntag (30. Juli) wurde im Bereich des Webenheimer Friedhofes eine Fußgängerin - die mit Kleinkind und Hund unterwegs war - von einem Fahrradfahrer bedroht.

Dieser zog einen Teleskopschlagstock, um die Spaziergängerin zu nötigen, ihren Hund anzuleinen. Da die Spaziergängerin sich hiervon unbeeindruckt zeigte, verließ der Fahrradfahrer allerdings wieder den Tatort.

Der Mann wird wie folgt beschrieben:

- spricht Saarländisch
- etwa 50 Jahre alt
- 175-180cm groß und schlank
- dunkle Haare und schiefe Zähne

Zur Tatzeit soll er schwarze Fahrradkleidung getragen haben. Der Mann wurde von einer Fahrradfahrerin in rosa Fahrradkleidung begleitet. Beide sollen sich über Feldwege in Richtung Wattweiler entfernt haben.

Unter der Telefonnummer 06842 92 70 nimmt die Polizei Blieskastel Hinweise entgegen.

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WhatsApp und Facebook-Messenger: So bekommst du die SOL.DE-News direkt auf dein Handy

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Den Newsletter von SOL.DE bekommt ihr über WhatsApp und den Facebook-Messenger. Die optionale App Notify benachrichtigt euch, sobald wir Inhalte für euch bereitgestellt haben.

Liebe SOL.DE-Leser, unser News-Versand über WhatsApp wird sich in Zukunft verändern. Ab dem 7. Dezember dürfen wir euch nicht mehr unaufgefordert Nachrichten zuschicken. Facebook, zu dem WhatsApp seit 2014 gehört, hat diese Art des Newsletter-Versands verboten. Das betrifft nicht nur uns, sondern alle Zeitungen, Online-Portale, Organisationen und Unternehmen, die WhatsApp als Kommunikationsmittel nutzen.

Newsletter über WhatsApp - So geht's

Ihr könnt ab dem 7. Dezember trotzdem noch die News von SOL.DE über WhatsApp bekommen. Dazu müsst ihr sie allerdings zuerst bei uns anfordern. Wenn ihr weiterhin unsere Nachrichten erhalten möchtet, dann müsst ihr in Zukunft nach der Anmeldung aktiv werden und uns ein Kommando schicken. Das sind die Kommandos, um den Newsletter über WhatsApp zu bekommen:

#news
#sol
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#solde
#saar

Der Newsletter mit den Nachrichten des Tages steht immer ab circa 18.30 Uhr für euch bereit. Sendet ihr ab dieser Uhrzeit eins der Kommandos, erhaltet ihr den aktuellen Newsletter. Wenn ihr täglich informiert werden wollt, müsst ihr dran denken, jeden Abend eins der Kommandos schicken.

Erinnerung per Notify

Optional könnt ihr euch auch die App „Notify" herunterladen. Diese benachrichtigt euch, sobald wir einen aktuellen Newsletter für euch haben. So vergesst ihr nicht, eins der Kommandos an uns zu schicken. Hier der Link zur Installation von Notify.

So meldet ihr euch für den WhatsApp-Newsletter an

Klickt unten auf „WhatsApp Chat starten". Nach wenigen Sekunden öffnet sich WhatsApp, wo ihr uns einfach die vorgeschriebene Nachricht schicken müsst. Anschließend seid ihr im Verteiler aufgenommen. Um den Newsletter zu bekommen, befolgt ihr den oben erklärten Schritt mit den Kommandos.

Newsletter über den Facebook-Messenger

Ganz ohne selbst aktiv werden zu müssen, könnt ihr über den Facebook-Messenger unseren abendlichen Newsletter erhalten. Dafür müsst ihr einmalig Folgendes tun: Klickt unten auf „Facebook Chat starten". Sendet uns dann eine Nachricht (Inhalt egal), bestätigt die Datenschutzerklärung und ihr bekommt automatisch den nächsten Newsletter im Facebook-Messenger zugeschickt.

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Diese Saar-Abgeordneten haben sich ordentlich was dazuverdient

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Symbolfoto.

Die Ex-Bundestagsabgeordneten Alexander Funk (CDU) und Reinhold Jost (SPD) sind die Parlamentarier aus dem Saarland, die sich in der laufenden Legislaturperiode ordentlich was dazuverdient haben. Sie belegen Platz 60 und Platz 143 auf der gestern (2. August) veröffentlichen Rang­liste von „abgeordnetenwatch.de“.

Nach Berechnungen der Plattform kassierten 178 von 655 Abgeordneten nebenbei mindestens 26,5 Millionen von Firmen. Darunter Funk, der am 13. Juli 2017 ausschied, mit bis zu 100 000 Euro. Trotz seiner kurzen Zeit in Berlin – nur bis Januar 2014 – kommt der Saar-Umweltminister Jost auf einen Nebenverdienst von 12 500 Euro.

Gemessen an den Spitzenreitern ist das noch wenig. CSU-Mann Philipp Graf von und zu Lerchenfeld (Platz eins) verdiente nebenher bis zu 3,161 Millionen Euro.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Am Wochenende startet der 17. Straßenzauber-Wettbewerb in St. Wendel

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. August, messen in der St. Wendeler Altstadt wieder die besten Straßenzauberer aus der ganzen Welt ihre Kräfte. „Der Wettbewerb in St. Wendel ist der größte seiner Art in Europa“, sagt Organisator Georg Lauer. Insgesamt 16 Kandidaten aus elf Ländern werden dabei dem Publikum ihre Tricks, Künste und Illusionen vorführen. Diesmal sind etliche Akteure aus Südamerika am Start.

Die Magier 
Deux a la tache, Eitis Magia sowie A. Schlickenprobst und Pau Segalés sind zum ersten Mal beim Wettbewerb in der Kreisstadt dabei. Die Besucher dürfen sich aber auch auf ein Wiedersehen mit den Stammgästen Tobi van Deisner und Vorjahressieger Ted McKoy freuen.

Das Fest
Los geht es am Freitag um 14 Uhr auf dem Schlossplatz. Zunächst stellen sich alle Akteure vor. Danach präsentieren sie sich von 15 bis 23 Uhr und am Samstag von 10 bis 18 Uhr auf drei Aktionsplätzen an der Basilika und auf dem Schlossplatz.

„Eine Jury bewertet die Shows bezüglich der Qualität der Zauberei. Auch das Anlocken der Zuschauer, die Originalität, der Umgang mit den Gästen und die Hutkollekte gehen in die Wertung ein“, erklärt Festivalleiter Lauer. Er betont, dass alle Magier Profis sind, die mit dem Zaubern ihren Lebensunterhalt verdienen. Da sie vom Veranstalter nur eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten, sei die Kollekte für sie besonders wichtig.

Wer den Internationalen Wettbewerb der Straßenzauberer gewonnen hat, steht bis Samstagabend 20 Uhr fest. Die Sieger werden bei einer Open-Air-Gala auf dem Schlossplatz geehrt und erhalten ihre Preise.

Mit Verwendung von SZ-Material (Sarah Konrad).

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So soll der Saarbrücker Schlossplatz attraktiver gemacht werden

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Das Saarbrücker Schloss, hier fotografiert 2014. Foto: Becker&Bredel

Die architektonische Qualität des Schlossplatzes steht und wirbt für sich selbst. In den Gebäuden ringsum sind aber zusätzlich auch die drei wichtigsten historischen Museen des Landes untergebracht: das Museum für Vor- und Frühgeschichte, die Alte Sammlung und das Historische Museum Saar. Oder sagen wir besser sie sind dort versteckt? Denn der Denkmalschutz macht den Häusern in Sachen Außendarstellung (zu) strenge Auflagen.

Die Neuerungen
Immerhin darf demnächst ein Fahnenmast für „Die Historischen Museen am Saarbrücker Schlossplatz“ werben. Es ist ein neues Label, für das es seit gestern einen eigenen Info-Flyer gibt, hinzu kommen vereinheitlichte Öffnungszeiten in allen Häusern.

Endlich steht der Tourist, der den Museums-Parcours absolvieren will, nicht mehr vor verschlossenen Türen. Diese organisatorischen Fortschritte wurden gestern (2. August) auf einer Pressekonferenz verkündet, von Kultusminister Ulrich Commerçon (SPD) und Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD).

Ziel sei es, dem Schlossplatz-Besucher ein „maximales kulturelles Erlebnis“ zu bieten. Dies könne man auch, indem man die „kulturelle Vielfalt“ stärke und dafür ein touristisches „Rundum-Wohlfühl-Paket“ schnüre, sagt der neue Direktor des Historischen Museums Saar, Simon Matzerath.

Mit Verwendung von SZ-Material (Cathrin Elss-Seringhaus).

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Darum ist EstA derzeit der coolste Saar-Musiker

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Rapper Esta während des Interviews beim Radiosender Big-FM im Saarbrücker Studio. Foto: Matthias Zimmermann

Spätestens seit das Video zu seinem Saarland-Song online ist, wird Eike Staab überall erkannt. „Als ich am Wochenende auf dem Nauwieser Fest war, haben mich sogar Damen darauf angesprochen“, berichtet der Saarbrücker mit einem Augenzwinkern. Und meint damit gewiss keine jungen Frauen seines Alters.

Das Interview
Doch der 28-Jährige, der als Rapper EstA auftritt, freut sich auch über die Popularität bei der älteren Generation, sagte er am Mittwochnachmittag (2. August) während eines Interviews bei Big-FM. Er war im Studio des Radiosenders im Stammhaus der Saarbrücker Zeitung zu Gast und plauderte lässig über die Furore, die das Lied samt Clip ausgelöst hat. Und über die Klischees der schwenkenden Maggi-Vertilger und den in homöopathischen Dosen eingesetzten Dialekt.

An seiner Seite an diesem Tag: Marc Noll, Eikes Kumpel sowie als Mitarbeiter der Saarbrücker Werbeagentur HDW Neue Kommunikation an dem Dreh maßgeblich beteiligt. Er pflichtete bei, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, fast ausschließlich auf Hochdeutsch zu rappen, trotz kritischer Kommentare im WWW.

Der Song
Eine Ode an das Saarland, ganz ohne Fremdscham, dafür aber mit intelligenten Lines, Wortwitz sowie einer Message. Und das Ganze auch noch gut visualisiert. Deswegen küren wir von SOL.DE EstA zum derzeit coolsten Saar-Musiker. Falls ihr den Track noch nicht kennt:

Das gesamte Radio-Interview ist übrigens heute (3. August) ab 14.45 Uhr bei Big-FM-Saarland zu hören - im Stream oder Radio; 94,2 MHz (Saarbrücken), 99,5 (Saarlouis), 96,8 (St. Ingbert/Homburg), 92,6 (Merzig/Losheim).

Mit Verwendung von SZ-Material (Matthias Zimmermann).

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Bandenmäßiger Betrug: Saarbrücker "alphapool AG" angeklagt

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Die Angeklagten sitzen aktuell in der JVA Saarbrücken in Untersuchungshaft. Foto: Robby Lorenz

Staatsanwältin Viktoria Hänel hat in dem Fall um Kapitalanlagebetrug und ein geplatztes Schneeballsystem der Saarbrücker "alphapool AG"  eine erste Anklageschrift vorgelegt. Der Umfang des Werkes ist rekordverdächtig. 1359 Seiten ist die Anklage stark und füllt drei dicke Aktenordner.

Untersuchungshaft
Drei der vier Angeklagten sitzen seit Mitte Mai 2016 in der Saarbrücker Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.  Im Gefängnis muss dem Trio jetzt die Möglichkeit eingeräumt werden, sämtliche Ermittlungsakten an einem von der Außenwelt abgeschirmten Computer zu studieren.

Der 62 Jahre alte Geschäftsmann F. aus Wallerfangen, fungierte offiziell als Geschäftsführer der Gesellschaft, bezeichnete sich aber angeblich in Vernehmungen selbst als Strohmann. Den Ton in dem komplizierten Firmengeflecht sollen seine Kollegen T. (64) aus Saarbrücken sowie der Riegelsberger K. (55) angegeben haben. Bei dem vierten Angeklagten handelt es sich um einen heute 53 Jahre alten Rechtsanwalt.

Das "Geschäftsmodell"
Fast 1000 Kunden mit etwa 1400 Lebensversicherungsverträgen, Depots und Bausparanlagen wurden mittels einer besonderen Masche überzeugt, diese Verträge aufzulösen. Dabei soll mindestens ein Anwalt behilflich gewesen sein. Das ausgezahlte Kapital wurde dann angeblich Alphapool für Investitionen überlassen.

Dessen Manager und Macher sollen etwa versprochen haben, das investierte Geld nach mehrjähriger Anlagezeit zu verdoppeln. Unter dem Strich sollen rund zwölf Millionen Euro in die Kassen geflossen sein, wovon sich die Finanzmanager wiederum selbst auch großzügige Provisionen gönnten.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

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Streit eskaliert in Saarbrücken: Lebensgefährliche Messerattacke auf 66-Jährige

 

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Symbolfoto: Lukas Schulze/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Nach einem blutiger Streit unter Mietern in einem zweistöckigen Haus in der Bischmisheimer Straße im Saarbrücker Stadtteil Schafbrücke schwebt die 66 Jahre alter Rita S. in Lebensgefahr.

Das ist passiert
Nach Polizeiangaben kam es am Mittwochabend gegen 19.45 Uhr zu der Auseinandersetzung zwischen der Frau, die im Erdgeschoss wohnt, und dem 61-jährigen Michael S., Mieter der oberen Etage. Zwischen beiden Parteien soll es bereits wiederholt zu Streitereien gekommen sein.

Auslöser des Vorfalles am Mittwoch war angeblich, dass der Mann Gartenabfälle verbrannt haben soll, worüber sich die Mitbewohnerin beschwert habe. Daraufhin habe der Mann sich Zugang zu der Wohnung des Opfers verschafft. Mit einem Klappmesser, so die ersten Ermittlungen, hat er mehrfach auf den Oberkörper der Frau eingestochen. Polizeisprecher Georg Himbert: „Wir gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus.“

Mutmaßlicher Täter alarmiert selbst die Rettungskräfte
Der mutmaßliche Täter alarmierte nach ersten Angaben selbst Rettungskräfte. Polizisten konnten ihn unmittelbar vor Ort in seiner Wohnung vorläufig festnehmen. Er befindet sich derzeit im Gewahrsam der Polizei. In einer ersten Vernehmung hat er, wie es heißt, ein Geständnis abgelegt. Er soll voraussichtlich am Nachmittag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

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Justizopfer Norbert Kuß hat neue Gegner im Streit um Schmerzensgeld

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Norbert Kuß im Oktober 2014 vor dem Saarbrücker Landgericht. Foto: Becker & Bredel.

Genau 683 Tage saß der frühere Bundeswehrbeamte Norbert Kuß (74) aus Marpingen unschuldig im Gefängnis. Eine Pflegetochter hatte den Familienvater des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Das Saarbrücker Landgericht verurteilte Kuß am 24. Mai 2004 zu drei Jahren Gefängnis. Er beteuerte immer wieder seine Unschuld. Die Richter glaubten aber der Gutachterin Dr. Petra Retz-Junginger vom Homburger Institut für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie. Sie hatte die Aussagen der Pflegetochter als „erlebnisorientiert“ und glaubhaft eingestuft.

Kuß kämpfte bis zum Freispruch
Für Kuß begann ein langer Kampf gegen die Mühlen der Justiz. 2013 erntete er endlich einen „Freispruch erster Klasse“. Kuß ist voll rehabilitiert, erhielt eine geringe Haftentschädigung. Wenigstens ein Teil seiner Kosten wurde ersetzt. 

Von der Gutachterin fordert Kuß Schmerzensgeld und Schadenersatz, weil sie grob fahrlässig gehandelt habe. Ende Januar 2015 urteilte das Landgericht in erster Instanz, sprach ihm 50.000 Euro Schmerzensgeld zu und bestätigte Schadenersatzansprüche. Die Psychologin Retz-Junginger legte Berufung ein.

Hat die Gutachterin fehlerhaft gehandelt?
Dieses Verfahren läuft mittlerweile seit 20 Monaten vor dem Oberlandesgericht (OLG). Der Senat hat den renommierten Glaubhaftigkeitsexperten Professor Dr. Max Steller vom Institut für Forensische Psychiatrie an der Berliner Charité mit einem „Obergutachten“ beauftragt.

Er prangert erheblich fehlerhafte Arbeit seiner Homburger Kollegin an. Wissenschaftliche Grundsätze für solche Glaubhaftigkeitsgutachten seien in höchstem Maß verletzt worden. Sie habe grundlegende methodische Prinzipien häufig verletzt. Dies kann durchaus als grob fahrlässiges Verhalten gewertet werden.

Gutachterinnen-Anwalt sieht Verantwortung bei Chef
Der Saarbrücker Rechtsanwalt Stephan Krempel vertritt die Gutachterin. Er hat jetzt deren Chef, dem Homburger Klinikdirektor Professor Dr. Michael Rösler, und dem Universitäts-Institut für gerichtliche Psychologie und Psychiatrie den Streit verkündet. Dies bedeutet letztlich, dass der Klinikchef und das Institut bei Regressforderungen gegen seine Mandantin zur Kasse gebeten werden sollen.

Krempel sagt, Klinikchef Rösler habe das umstrittene Gutachten im Fall Kuß abgezeichnet und sei damit einverstanden gewesen.

Mitte Oktober geht der Prozess am OLG mit den Erläuterungen des Sachverständigen Max Steller weiter. Klinikdirektor Rösler und dessen Institut werden „mit großer Wahrscheinlichkeit“ dem Verfahren beitreten, sagt Rechtsanwalt Fritz.

Fritz steht auf dem Standpunkt, sollten Regressansprüche existiert haben, seien diese längst verjährt. Eine Haftung Röslers und des Instituts bleibe zudem „aus weiteren Rechtsgründen“ außer Betracht.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Jungmann).

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Das geht beim 39. Weiskircher Kurparkfest

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Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Freitag
Das Weiskircher Kurparkfest wird von Freitag bis Montag, 4. bis 7. August, am Kurparkgelände gefeiert. Eröffnet wird die 39. Auflage am Freitag vom Gemeinschaftsorchester Steinberg-Weiskirchen, Bürgermeister Werner Hero und der Ortsvorsteherin Ingrid Wilkin.

Samstag
Am Samstag beginnt ab 17 Uhr der öffentliche Festakt zu 20 Jahren Partnerschaft mit Bourbonne les Bains. Zwischen 16 und 17 Uhr endet der Friedenslauf des Langstreckenläufers Stéphane Guédin auf dem Festplatz. Begleitet wird der Festakt ab 18 Uhr von Chansons von Noemi Schröder und der Band Les Ricochets. Am Abend tritt die Band Rocket-X auf.

Sonntag
Sonntag geht’s mit dem großen Antik- und Trödelmarkt rund um den Kurparksee weiter. Ab 11 Uhr beginnt der akustische Frühshoppen mit der Band Klim-Bim von der Musikschule „Let’s Play“ aus Weiskirchen, die Rock- und Popsongs präsentieren.

Am Nachmittag bringt die Kampfsportgruppe Taekwando SAM Bardenbach Schwung ins Fest. Danach präsentieren Ed Stevens Voices klassische Songs vom britischen Sänger Cat Stevens, ehe am Abend die Band Elliot auftritt. Für die Unterhaltung der Kleinen sorgen Animationen.

Montag
Am Montagnachmittag spielen Shanty-Chöre Musik für Senioren. Abends endet das Fest mit dem Auftritt der Band Al Dente und einem Feuerwerk gegen 22.30 Uhr.

Weitere Infos unter der Telefonnummer (0 68 76) 7 09 37  oder auf der Hochwald-Touristik-Facebookseite.

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