{k}/{n}
Artikel {k} von {n}
19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

„Das Internet besteht zu 97% aus Muschis"

image

Katzen steckt man nicht so einfach in die Tasche!

#Läuftbeieuch
Am heutigen Weltkatzentag konzentrieren wir uns in einem SOL-Spezial vor allem auf die kleinen, haarigen Dinger. Also die Katzen. Und die gelten offiziell (und das völlig zu Recht) als absolute "heroes of the internet". Die von Grund auf lässigen Vierbeiner zeigen immer wieder auf's Neue, dass sie "verdammt coole Hunde" sind und den Bro-Code wie kein zweites Tier beherrschen.

Darüber hinaus sind Katzen auch einfach unglaublich clever und smart. Die RTL-Legende "Pronto Salvatore" könnte beispielsweise einpacken, wenn er dies nicht schon längst wegen schlechter Einschaltquoten hätte tun müssen...

Natürlich sind Katzen vor allem auch eins: diabeteserregend süß!

Wirkung von Katzenvideos
Alles in allem macht das Schauen von Katzenvideos einfach glücklich. Also zumindest, wenn man einer Studie der Indiana University Bloomington Glauben schenken darf. Demnach sind Menschen nach dem Konsum von Katzenvideos entspannter und positiver. Negative Gefühle wie Ärger, Angst oder Traurigkeit würden sich hingegen reduzieren. Wir sagen: nice!

Die dunkle Seite der Katz‘
So, nun genug der zuckersüß-flauschigen Flauschbällchen (ihr habt doch hoffentlich nicht Fleischbällchen gelesen?!) – denn Katzen können eben auch mal kratzen. Und demgemäß, so haben es schon die Rock-Legenden „Nazareth“ besungen, tut Liebe eben weh.

Apropos Liebe – dass diese nicht immer auf Gegenseitigkeit beruht, beweisen Katzen auch immer wieder. Beispiel gefällig?

Katzen sind auch nur Pussys
Zugegeben, das ist schon ein wenig reißerisch formuliert. Aber wir bringen natürlich evidentes Beweismaterial mit, das zeigt: Katzen sind Feiglinge!

Phänomen Grumpy Cat
Was den “I don’t give a f***”-Level angeht, gibt es natürlich keine bessere Beispiel-Muschi als Grumpy Cat. Dieses prominente Exemplar der Felidae ist nämlich notorisch schlecht gelaunt.

Hinter diesem Null-Bock-Blick verbirgt sich allerdings ein genetisch bedingter Kleinwuchs. Laut Grumpys Besitzerin Tabatha Bundesen schränkt dieser Umstand die Fellnase nicht ein – und so sei Grumpy Cat zu 99 Prozent „ein ganz normales Kätzchen“.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Mit diesem Plan überlisteten eine 15-Jährige und die Polizei einen Dieb in Saarbrücken

image

Es bringt nichts, nur das Vorderrad zu sichern. Erst recht nicht, wenn der Rest des Fahrrades sich gut in Einzelteilen verkaufen lässt. Foto: Becker&Bredel

Der Plan
Fremdes Fahrrad gegen Bares, ein schnelles Geschäft, durchgezogen in der Gersweilerstraße. Der 26-jährige Verkäufer kam mit dem gestohlenen Mountainbike um die Ecke. Doch dann endete der Traum von leicht verdienten Euros. In Alt-Saarbrücken stand nicht etwa das erwartete junge Mädchen mit dem Geld für das Fahrrad. Nein, dort waren zwei durchtrainierte Polizisten von der Inspektion Alt-Saarbrücken.

Sie offenbarten dem Fahrradschieber, er sei festgenommen. Der Vorwurf lautete wahlweise auf Diebstahl oder Hehlerei. Denn das Fahrrad gehörte genau genommen jener 15-Jährigen, mit der sich der „Anbieter“ verabredet hatte. Und die saß in sicherer Entfernung neben einer Polizistin im Auto und musste nur ihr Fahrrad identifizieren.

Als das passiert war, schritten die Kommissare zur Tat. Der 26-jährige Saarbrücker behauptete, er habe das Fahrrad im Gebüsch am Schloss gefunden. Hilfreich war das nicht. Würde die Fund-Story stimmen, hätte sich der bislang polizeilich nicht aufgefallene Mann der Unterschlagung schuldig gemacht. Die ist genauso strafbar wie Diebstahl oder Hehlerei.

Möglich war die Rückkehr des Rades zur Eigentümerin, weil die 15-Jährige fast alles richtig gemacht hat. Sie hatte ihr in Alt-Saarbrücken gestohlenes Mountainbike auf Ebay entdeckt. Die Bestohlene vereinbarte mit dem Anbieter das Treffen in der Gersweilerstraße. Erst dann ging sie mit ihrem Plan zur Polizei. Die Beamten handelten und halfen.

Schutz ist wichtig
Die Fachleute vom Alt-Saarbrücker Ermittlungs- und Servicedienst warnen eindringlich vorm Sparen an der falschen Stelle. Die Polizisten verstehen Käufer nicht, die zwar Hunderte oder gar Tausende von Euro für ein Fahrrad ausgeben, dann aber beim Schloss knausern. „Zehn Prozent des Anschaffungspreises sollten in die Sicherungstechnik fließen. Das ist viel zu selten der Fall, wie wir bei unseren Runden durch die Stadt sehen“, sagt Mathias Biehl, der Leiter des Einsatzes.

Mit Verwendung von SZ-Material (Frank Kohler).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein
Anzeige

Die SOL.DE-Buchtipps: Was lohnt sich im Augenblick zu lesen?

image

Wir haben in die Bücherkiste gegriffen: Was lohnt aktuell zum Lesen. Foto: Kevin Lehtla / Unsplash.

Wir hoffen, wir haben in unserer heutigen Ausgabe für jeden von euch etwas dabei. Ein Hinweis in eigener Sache: Wer möchte, kann die Bücher per Klick sofort bestellen (Link zu Amazon), kauft aber gerne auch bei eurem Buchändler vor Ort. Für Tipps und Auswahl der Bücher ist allein SOL.DE verantwortlich. Wenn Ihr Lese-Tipps für uns habt, schreibt uns gerne an: redaktion@sol.de

Alle reden über Elon Musk. Ist der Tesla-Gründer der Retter der Auto-Industrie? Oder doch deren Totengräber (zumindest der deutschen, noch immer Verbrenner-fixierten Unternehmen)? Der "Buchreport" nennt ihn den "Leonardo da Vinci des 21. Jahrhunderts". Die Biografie ist auch deshalb spannend, weil sie aus dem Jahr 2015 stammt - jetzt aber wieder in die Bestseller-Listen aufgestiegen ist. Stimmen die Annahmen und Prognosen von damals noch? Der Titel des Buchs lautet: "Wie Elon Musk die Welt verändert" - und Elon Musk hat selbst an seiner Biografie mitgeschrieben, was durchaus Beleg für sein unerschütterliches Selbstbewusstein ist.

Ein Wirtschaftsvisionär aus dem Saarland ist ohne Zweifel David Zimmer, Gründer des Saarlouiser IT-Unternehmens Inexio. Seine Idee: Schnelles DSL dorthin bringen, wo es für Telekom und Co. nicht rentabel ist. Er versorgte ländliche Regionen Deutschlands mit dem Internet. Jetzt hat er sein Unternehmen für knapp über eine Milliarde Euro verkauft - ist aber weiter an Bord. Dennoch Zeit, kurz Rückschau zu halten: Dabei war sein Weg noch oben alles andere als geradlining: Kein Schulabschluss, dann die erste Firmen-Pleite, schließlich eine Krebserkrankung. Sein Fazit: Keine Krise ist größer als Deine Chance.

In der aktuellen Corona-Krise fällt ein Land nach dem anderen als Reiseziel aus. Stichwort: Risikogebiet. Wie gut, dass das Schöne direkt vor unserer Haustür liegt. Das Buch "Die Mosel: Unterwegs zwischen Perl und Koblenz" führt an wunderschöne Ecken in der Region. Ein kompakter und schön bebilderter Reiseführer. Esther Brenner, Redakteurin der Saarbrücker Zeitung, findet in ihrer Bespechung, das Buch sei ideal für Wochenendausflügler. Dann mal los.

Es ist ja Volkssport hierzulande, eifrig mitzuraten, an welchem Ort wohl was gedreht worden ist, wenn eine TV-Produktion im Saarland spielt. Bei Saar-Tatorten ist das ein besonders beliebtes Spiel. Aber auch bei Büchern lässt sich dieser Beschäftigung wunderbar nachgehen: An welche hiesige Orte führt uns wohl der Saarland-Krimi "Zappeduschder" von Jacqueline Lochmüller? Sie lässt ihre Kommissarin einen Fall am Bostalsee lösen. Die Autorin ist sonst übrigens auf Franken-Krimis spezialisiert und tut sich mit der saarländischen Dialektsprache mitunter etwas schwer - was neben dem Orte-Raten weiteres Amüsement beim Lesen bringt.

Verweilen wir noch kurz im Saarland. Eine geheimnisvolle Kugel ermöglicht vier Freunden den Blick in die Vergangenheit. Mit "The Chronos Sphere - Die Retter der Zeit" hat Ben Calvin Hary ein Fantasy-Jugendbuch vorgelegt, das in Saarbrücken spielt und die Elemente Zeitreise, Krimi-Geschichte und Erwachsenwerden lesenswert miteinander verbindet. Das schreiben wir übrigens nicht nur, weil Ben "im Nebenberuf" im Team der Saarbrücker Agentur N49 arbeitet, zu der auch SOL.DE gehört.  

Quartalsirrer, Größenwahnsinniger oder gewiefter Taktiker? Welches Bild von Donald Trump stimmt? Mary L. Trump hat als Nichte des US-Präsidenten Innenansichten aus dem direkten Familienkreis. Besonders spannend: Sie ist promovierte klinische Psychologin und kann so den US-Präsidenten auch professionell deuten. "Ihre Insiderperspektive in Verbindung mit ihrer fachlichen Ausbildung ermöglicht einen absolut einmaligen Einblick in die Psyche des unberechenbarsten Mannes, der je an der Spitze einer Weltmacht stand", schrieb der englische Guardian. Zu viel ist nie genug - der Titel macht neugierig.

Wie schaffen wir nun den Übergang von Donald Trump zu "Foodporn"? Egal! Das Buch der Food-Bloggerin Bianca Zapatka steht seit 2019 auf der Bestsellerliste und gibt Einblicke in ihre 100 liebsten Gerichte. Wenn sie die Frage hört, "wow, und das ist vegan?!", ist der größte Teil der Überzeugungsarbeit schon geschafft. Wir nennen zur Kostprobe mal ein paar Gerichte aus "Vegan Foodporn": Vanille-Pancakes mit Blaubeer-Creme und weißer Schokolade, Burrito-Samosas mit Guacamole, Tortellini mit Mandel-Ricotta oder Erdnussbutter-Schokoladen-Torte. Na, schon Hunger?

Die 20er des vergangenen Jahrhunderts liegen gerade im Trend. Die TV-Serie "Babylon Berlin" beleuchtete die schillernde Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Aktuell reist die ZDF-Serie "Oktoberfest 1900“ ebenfalls bis in die Golden Zwanziger. Michael Kipp macht sich in seinem Buch "Das Saargebiet: Eine Reise zu den Anfängen des Saarlandes" auf die Spur, wie die Saarländer diese Zeitspanne zwischen 1920 und 1935 erlebt haben. Es ist die Geburtsstunde des späteren Bundeslandes Saarland - und der Beginn unseres "Wir-Gefühls". Vor allem die Vielzahl historischer Fotos machen das Buch des SZ-Redakteurs so spannend.

Das waren unsere Buchtipps.
Viel Spaß beim Lesen - und bis zum nächsten Mal.

Wenn Ihr Lese-Tipps für uns habt, schreibt uns gerne an: redaktion@sol.de

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Gefährden „intelligente“ Sprachassistenten Arbeitsplätze im Saarland?

image

Symbolfoto: Christoph Dernbach/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Entstehung der Assistenten
Was digitale Assistenten wie Siri oder Alexa tun, wirkt auf den ersten Blick nicht sehr spektakulär. Sie verstehen gesprochene Worte, wandeln diese in Suchanfragen um und geben anschließend eine ebenfalls gesprochene Antwort - oder zeigen die gewünschte Webseite an. Doch damit das einfach so funktioniert, war jede Menge Arbeit nötig. Und die Entwicklung geht weiter.

Über tausend Sprecher aus ganz Deutschland seien notwendig gewesen, um die Systeme darauf zu trainieren, verschiedene Dialekte zu erkennen, erinnert sich Professor Wolfgang Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der Universität das Saarlandes. „Rund 80 000 Dialogbeiträge haben Wissenschaftler massenhaft per Hand übersetzt, das hat Millionen gekostet.“

Spracherkennung war aber nicht das Einzige, das Menschen der Künstlichen Intelligenz erst beibringen mussten. Denn noch unterhalten sich Nutzer nicht wirklich mit Siri oder Cortana. Stattdessen sind Fragen und Kommandos von Menschenhand fest mit bestimmten Funktionen verknüpft – dem Kalender oder der Wetter-App zum Beispiel. Deshalb sind die Möglichkeiten der digitalen Assistenten auch noch sehr eingeschränkt. Doch in Zukunft könnten sie sich neues Wissen auch selbst beibringen. Experten sprechen dabei von Maschinellem Lernen

Maschinelles Lernen
„Das ist im Grunde, wie wenn Sie Italienisch lernen“, sagt Wahlster. „Erst brauchen Sie einen menschlichen Lehrer für die Grundbegriffe. Später können Sie dann auch einfach nach Italien fahren und durch Gespräche mit Einheimischen selbst lernen und Ihre Sprachkenntnisse rasch verbessern.“ Grundlage des Maschinellen Lernens sind riesige Datenmengen, die eine Künstliche Intelligenz selbstständig aufbereitet und analysiert.

Die daraus abgeleiteten Funktionen könnten mittel bis langfristig viel komplexer sein als heute. Statt „Wie wird das Wetter?“ könnte die Frage „Welche Versicherung lohnt sich für mich?“ lauten. Mit echtem Maschinellen Lernen würden so nicht nur die menschlichen Trainer von Siri, Cortana und Co. überflüssig. Langfristig könnten die Assistenten auch andere Arbeitsmärkte aufmischen.

Fallen Arbeitsplätze weg?
„Ich kann mir gut vorstellen, dass es solche Assistenten in Zukunft auch bei Bürotätigkeiten gibt, die zum Beispiel Routine-Mails sortieren und sogar beantworten“, sagt Lucia Falkenberg, Personalexpertin beim Verband der Internetwirtschaft eco. Werden Alexa und Co. damit im Büro das, was der Roboter in der Fabrik ist – das Schreckgespenst, das dem Menschen erst die Arbeit und schließlich den ganzen Arbeitsplatz wegnimmt?

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. „Reine Routinejobs sind durch den Siegeszug der Künstlichen Intelligenz tatsächlich gefährdet“, sagt DFKI-Leiter Wolfgang Wahlster. „Was wegfällt, sind Stellen einfacher Sachbearbeiter, also wenn Menschen den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen und Daten in Computer eingeben oder digitale Daten nach einfachen Regeln weiterverarbeiten.“

Der große Arbeitsplatz-Killer werden virtuelle Assistenten aber wohl schon deshalb nicht, weil das Maschinelle Lernen noch eher Vision als Wirklichkeit ist. Damit es funktioniert, brauchen die Maschinen heute noch Unmengen von Trainingsdaten – die es aber nicht immer gibt. Bleibt nur eine Frage: „Alexa, was tun gegen den Fachkräftemangel?“

Mit Verwendung von SZ- (Tobias Hanraths) und dpa-Material.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Vollsperrung nach Baustellen-Crash bei Wadgassen

image

Aufnahme von der Unfallstelle. Foto: Becker&Bredel

Das ist passiert
Gegen 12.15 Uhr war am Dienstag (8. August) ein Lkw-Fahrer aus Merzig in Richtung Saarbrücken unterwegs, als er in Höhe einer Wanderbaustelle plötzlich nach rechts von der Fahrbahn abkam.

Der Lkw mit Anhänger kollidierte mit zwei "Vorwarn-Lkw". Diese sollten die Baustelle absichern. Alle Laster sowie zwei Anhänger der Straßenmeisterei wurden dabei schwer beschädigt. Die Ladung des Verursachers, hunderte Holzpaletten, flogen quer über die Autobahn. Es folgte die Vollsperrung.

image

Die Ladung. Foto: Becker&Bredel

Die Feuerwehr rückte mit sechs Fahrzeugen sowie 30 Helfern an. Der Unfallverursacher wurde durch den Unfall schwer, zwei Mitarbeiter des Straßendienstes leicht verletzt.

image

Die Rettungsfahrzeuge. Foto: Becker&Bredel

Text und Fotos: Becker&Bredel.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Kostenlose Busse im Saarland?

image

Symbolfoto: Becker&Bredel

In Luxemburg ist das seit dem 1. August für Schüler und Studenten bis zum Höchstalter von 30 Jahren möglich. Einem Bericht der Tageszeitung „L’essentiel“ zufolge ist die Regierung auf Forderungen mehrerer Studentenvereinigungen eingegangen. Profitieren werden davon rund 25 000 junge Luxemburger und Grenzgänger. Für Studierende aus dem Ausland gilt das Angebot nur dann, wenn diese ein Anrecht auf Studienhilfe in Luxemburg haben.

Wäre ein solches Projekt auch im Saarland realisierbar?
Im Hinblick auf die Finanzierung sieht Elke Schmidt, Geschäftsführerin der Saarländischen Nahverkehrs-Service GmbH, dies eher kritisch. „Grundsätzlich wäre es natürlich eine gute Sache, wenn Schüler und Studenten den ÖPNV kostenlos nutzen könnten, wobei sich da natürlich gleich die Frage stellt, wie der finanzielle Ausgleich für die Verkehrsunternehmen gesichert wird“, sagt Schmidt.

Ulrike Reimann, Pressesprecherin der Stadtwerke Saarbrücken, sieht neben der Finanzierung der Tickets weitere Kosten, die gedeckt werden müssten. Bei Kostenfreiheit rechne sie mit enormen Fahrgaststeigerungen. „Abgesehen von den fehlenden Fahrgeldeinnahmen müssen dann auch die notwendigen Mehrleistungen, beispielsweise mehr Busse, finanziert werden“, meint Reimann.

Auch Alexander Brehm, Sprecher des Wirtschaftsministeriums, verbindet ein solches Projekt mit sehr hohen Kosten. „Eine kostenlose Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs muss immer vom jeweiligen Aufgabenträger finanziert werden. Da sprechen wir ganz schnell von Millionenbeträgen“, so Brehm.

Reformvorschlag
Eine weitreichende Reform des ÖPNV hatte bereits 2016 die Piratenpartei im Saarland vorgeschlagen. Für die fahrscheinlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sollten nach ihrer Idee alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr jeweils rund 20 Euro monatlich zahlen. Betroffen wären dann auch diejenigen, die überhaupt nicht mit Bus oder Bahn fahren.

Mit Verwendung von SZ-Material (Kim Dannhäuser).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Die letzten Infos zum Rocco del Schlacko 2017

image

So sah es 2015 auf dem Rocco del Schlacko-Festival aus. Foto: Andreas Noll

Anreise zum Rocco del Schlacko 2017
Folgende Adresse ist für Autofahrer wichtig, die ein Navi benutzen: Am Frauenwald, 66793 Schwarzenholz. Direkt nach der Abfahrt A 8 seht ihr dann die Festivalschilder. Diese führen euch zum Parkplatz. Geöffnet ist der Parkplatz ab Donnerstag (10. August), um acht Uhr morgens. Früher könnt ihr leider nicht anreisen.

Wenn ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, könnt ihr bis zur Saarbahnhaltestelle "Walpershofen/Etzenhofen" fahren. Dort gibt es einen Shuttlebus zum Rocco del Schlacko-Gelände.

Verbotene Gegenstände auf dem RdS 2017-Festivalgelände
Folgende Gegenstände sind auf dem Infield verboten:

- Rucksäcke sowie Taschen mit mehr als einem Fach (und größer als DIN A4).
- Tiere
- Glasbehälter, Dosen, Plastikflaschen und Tetrapacks
- Pyros
- Waffen
- Werkzeuge wie Sägen, Äxte, Beile und ähnliches
- Möbel (Stühle zum Beispiel)
- Foto- und Videoequipment
- Sperrige Gegenstände (beispielsweise Motorradhelme, Regenschirme usw.)
- Deo, Haarspray und ähnliche, unter Druck stehende Behälter

Erlaubte Gegenstände auf dem Rocco-Festivalgelände
Folgende Gegenstände sind auf dem Infield erlaubt:

- Gymbags oder Turnbeutel sowie Bauchtaschen (bis Größe DIN A4)
- Persönliche Kleidung
- Einwegkameras, Pocketkameras sowie Mobiltelefone

Den Geländeplan findet ihr übrigens hier.

Was tun bei Gewitter oder einer Räumung?
Im Vorfeld solltet ihr dran denken, die Zelte zu sichern - also Schnüre befestigen und Heringe tief genug einschlagen. Wenn ein Gewitter aufzieht, ist es wichtig, schnellstmöglich in einem Auto Schutz zu suchen. Größe Pfützen sollten gemieden werden, ebenso hohe Objekte.

Falls ihr es nicht ins Auto schafft, solltet ihr euch "klein machen" und in einer Kuhle verstecken. Und dann auch nicht hinlegen! Bei einer Räumung ist es wichtig, den Durchsagen und Anweisen der Sicherheitsmitarbeiter zu folgen. Achtet auf jeden Fall auf eure Mitmenschen und unterstützt Festivalgäste, die Hilfe brauchen.

Die Rocco del Schlacko-App
Mit der offiziellen App bleibt ihr immer auf dem aktuellsten Stand. Dort gibt es wichtige Infos, wie etwa den Timetable. Die App könnt ihr euch kostenlos in den Android- und iOS-Stores herunterladen.

Zu guter Letzt: Für Donnerstag gibt es noch einige wenige Tagestickets. Für alle anderen Tage - sowie für das Camping - sind alle Tickets ausverkauft.

SOL.DE-Packliste
Falls ihr noch nicht wisst, was ihr alles in euren Festival-Rucksack packen sollt, haben wir für euch noch eine praktische Packliste für das Rocco del Schlacko zusammengestellt.

Außerdem wichtig:

Rocco del Schlacko 2017 Line-Up am Donnerstag

Rocco del Schlacko 2017 Line-Up am Freitag

Rocco del Schlacko 2017 Line-Up am Samstag

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Wer hat die süßeste Katze im Saarland?

image

Schickt uns eure Katzenbilder!

Also, es gibt ja Katzen- und Hundemenschen. Das sagt man zumindest. Manche sind auch beides, andere wiederum mögen gar keine Tiere.

Doch heute interessieren uns die Katzenfanatiker, die Crazy Cat-Moms oder schlichtweg die Katzenhalter mit ihren liebsten Fellnasen. Denn anlässlich des heutigen (8. August) Weltkatzentages möchten wir von euch wissen: Wer hat die süßeste Katze des Saarlandes?

Dazu haben wir dieses Formular für euch eingerichtet. Einfach die Felder ausfüllen und ein Bild eures Kätzchens hochladen. Ab Freitag könnt ihr dann auf SOL.DE abstimmen! 

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Gift-Eier sind jetzt auch im Saarland angekommen

image

Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Eier aus den Niederlanden
Das Saarland hat gestern offiziell bestätigt, dass mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil belastete Eier in den Saar-Handel gelangt sind. Das Verbraucherschutzministerium des Saarlandes hat nach eigenen Angaben Lieferketten von betroffenen Eier-Erzeugern in den Niederlanden bis zu Lebensmittel-Discountern im Saarland rekonstruiert. Darunter seien Filialen von Aldi und Lidl, sagte Ministeriumssprecherin Sabine Schorr.

Das Land prüfe noch weitere Vertriebswege und Lieferketten. Andere Discounter und Lebensmittelgeschäfte könnten betroffen sein, stellte sie klar. Es werde „tröpfchenweise“ anhand vieler Vertriebslisten aufgeklärt, wohin die mit dem Insektizid belasteten Eier genau gelangt sind, sagte sie. Aldi hatte schon zum Wochenende auch im Saarland alle Eier aus den Regalen geräumt. Bei Lidl sollten nur noch auf Fipronil getestete Eier angekauft werden.

So schützt du dich
Verbraucher-Minister Reinhold Jost (SPD) riet den Saarländern gestern, „derzeit nach Möglichkeit auf Eier und Eiprodukte aus regionaler Produktion zurückzugreifen“. Saarländische Lebensmittelkontrolleure hätten in den vergangenen Tagen gut drei Viertel der Eiererzeuger auf die Verwendung von fipronilhaltigen Desinfektionsmitteln untersucht: ohne Beanstandungen.

Kritik
Minister Jost kritisierte die Informationspolitik der Verantwortlichen in Belgien und den Niederlanden, die viel zu spät und bisher auch unzureichend über den Einsatz des Fipronil und die Vertriebswege informiert hätten. Er rügte aber auch fehlende Informationen von Seiten der Discounter, die teilweise früher und in eigener Verantwortung ihre Eier-Bestände hätten kontrollieren und ihre Kunden aufklären müssen.

Fipronil war zuerst in Eiern aus Belgien und den Niederlanden nachgewiesen worden. Mindestens zehn Millionen verseuchte Eier wurden laut Bundeslandwirtschaftsministeriums nach Deutschland geliefert. Die Chemikalie gelangte offenbar als Zusatz in einem Desinfektionsmittel in Betriebe. Beim Menschen kann sie in höheren Dosen zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen führen.

Mit Verwendung von SZ- und dpa-Material.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Zahl der Asylklagen im Saarland steigt rasant

image

Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Asylklagen
Rund die Hälfte aller abgelehnten Asylbewerber zieht vor Gericht.
Im ersten Quartal dieses Jahres habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 118 959 Asylanträge abgelehnt, 47,3 Prozent der Betroffenen hätten daraufhin Klage bei den Verwaltungsgerichten eingereicht, teilte die Behörde mit. Auch das Verwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis bekommt diese Entwicklung zu spüren.

Die neue „Klagewelle“ treibt nicht nur die Verwaltungsrichter an die Grenzen der Belastbarkeit. Auch andere Verfahren bleiben auf der Strecke. Vor dem Anstieg der Asylverfahren zählten öffentlich-rechtliche Streitigkeiten wie Abwassergebühren, Baugenehmigungen und Kita-Plätze zu den Kernaufgaben der Verwaltungsrichter.

Gründe für die Klagewelle
Christoph Schmit, Pressesprecher des Verwaltungsgerichts, fasst die Entwicklung auf SZ-Anfrage in Zahlen: 2014 waren von den 2134 eingegangenen Verfahren 428 Asylklagen – also etwa ein Fünftel. 2015 blieb das Verhältnis fast gleich. 2016 waren plötzlich ganze 1254 der 2752 anhängigen Verfahren Asylklagen.

„Ein Anstieg von knapp 200 Prozent“, rechnet Schmit vor. Hauptgrund für die Klagewelle scheint kurioserweise eine erfreuliche Nachricht zu sein: die Schaffung zusätzlicher Stellen im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Anfang 2016. Seither arbeitet das Amt mehr Asylanträge ab. So landen auch unweigerlich mehr Asylklagen vor den Gerichten.

Berufung
Vor allem abgelehnte Asylbewerber legen gegen ihren negativen Bescheid Berufung ein. „Teilweise handelt es sich auch um Klagen von Flüchtlingen, denen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bereits der subsidiäre Schutzstatus zuerkannt wurde“, sagt Schmit. Mit diesem Status haben Flüchtlinge kein Recht auf Familiennachzug, und ihre Aufenthaltserlaubnis läuft nach einem Jahr ab.

„Längere Laufzeiten in Asyl- wie in Allgemeinverfahren werden – auch bei vollem Einsatz der Richterschaft – künftig kaum zu vermeiden sein“, sagt Verwaltungsgerichtssprecher Christoph Schmit. Dafür, dass sich die Situation bald entschärft, gibt es wenig Anzeichen. „Bis Ende Juli dieses Jahres sind bereits 565 Asylverfahren bei Gericht eingegangen“, sagt Schmit. Das sind bereits 142 Asylverfahren mehr, als im gesamten Jahr 2015 verhandelt wurden.

Mit Verwendung von SZ-Material (Jasmin Kohl).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Vermiest politischer Stress den Saarländern die Reiselust?

image

Symbolfoto: Pexels (CC0-Lizenz)

Türkei-Reisen
Anschläge, Waldbrände und politische Spannungen haben die Reisegewohnheiten der Saarländer in den vergangenen Monaten verändert. Die verschärften Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei haben die Saarländer verunsichert - und ihre Reiselust in diese Region zwischenzeitlich gedämpft.

Christian Kohl, Inhaber des Reisebüros „Dein Urlaub“ in Blieskastel, sagt, dass für viele die Türkei als Urlaubsziel nicht mehr in Frage komme. Der Rückgang liege bei den Türkei-Buchungen sogar bei etwa 90 Prozent. Doch wer einmal gebucht hat, springt selten ab.

Kurzfristige Auswirkungen
Auf der anderen Seite beeindrucken und beeinflussen politische Verstimmungen das Reisevolk offenbar nur kurzfristig. Nach der anfänglichen Vorsicht kann auch die Türkei anscheinend wieder aufatmen. Stefan Schmidt, Geschäftsführer des Reisebüro Schmidt in Saarlouis, ist selbst überrascht, dass sich seine Kunden nach den Ereignissen in der Türkei kurzfristig wieder verstärkt für Reisen in das Land am Bosporus interessierten.

Grundsätzlich ist die Reiselust jedoch ungedämpft – trotz der einen oder anderen Verunsicherung.  Auch das ist die Erfahrung von Reisebüro-Managern. Die Saarländer wären im Gegenteil bereit, mehr Geld für ihren Urlaub auszugeben.

Das bestätigt auch die Befragung der GfK-Konsumforscher. Danach ist die Reiselaune der Deutschen nach einem Stimmungstief wieder auf Kurs. In den ersten vier Monaten des Jahres waren die Bürger der  GfK-Umfrage zufolge etwa 395 Millionen Tage unterwegs. Das ist rund ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit Verwendung von SZ-Material (Stephanie Schwarz).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein