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Hier entsteht in Saarbrücken ein neues Luxus-Hotel

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Wie ein riesiger Sandkasten sieht das Grundstück in der Saarbrücker Hafenstraße aus. Nun wird dort ein Hotel gebaut. Zuvor hatte hier - seit 1978 - das Verwaltungsgebäude der RAG gestanden. Foto: BeckerBredel.

In Saarbrücken entsteht ein neues Hotel. Das RAG-Grundstück in der Saarbrücker Hafenstraße, auf dem seit 1978 das Verwaltungsgebäude des Konzerns stand, hat der Konzern kürzlich offiziell an die Altin Immobiliengruppe übergeben. Der Abriss des ehemaligen Verwaltungsgebäudes war Voraussetzung für den Bau eines Vier-Sterne-Hotels.

„An dieser exponierten Stelle in der Saarbrücker Innenstadt, für uns an einem historischen Ort, kann in Kürze mit dem Neubau eines Hotels begonnen werden“, erklärte Professor Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, bei der offiziellen Grundstücksübergabe.

170 Zimmer, neues Parkhaus
„Natürlich steht das wirtschaftliche Interesse im Vordergrund, wenn wir Immobilien verkaufen. Dennoch haben wir von Beginn an mit der Landesregierung, vertreten durch Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke, und der Landeshauptstadt Saarbrücken konstruktive Gespräche über eine mögliche Folgenutzung des Grundstücks im Gesamtkontext des geplanten Messezentrums geführt“, erläuterte Christoph Happe, Leiter Immobilienvertrieb der RAG Montan Immobilien. In allen Punkten überzeugt habe letztlich die Altin-Immobiliengruppe.

„Wir sind stolz darauf, dass die Steigenberger-Gruppe nach Saarbrücken kommt und mit uns zusammen das neue Intercity-Hotel eröffnet. Ich bin als Saarländer fest von diesem Standort überzeugt“, bekräftigte Mehmet Altin, Geschäftsführer der Immobiliengruppe. Mit dem Neubau entstehen 170 Hotelzimmer in exponierter Lage sowie ein neues Parkhaus.

Für die Fassade des Neubaus zeichnet das Architektur- und Stadtplanungsbüro „Wandel Lorch Architekten“ verantwortlich, für das Innendesign das Büro „Matteo Thun & Partners“. Das Intercity-Hotel soll 2019 eröffnet werden.

Tourismus in Saarbrücken soll gestärkt werden
Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke wertet den Abriss des ehemaligen Verwaltungsgebäudes und die Herrichtung der Fläche als ein Beispiel für den Strukturwandel im Saarland. Das neue Hotel werde ein wichtiger Baustein bei der Weiterentwicklung des Kongress- und Messestandortes Saarbrücken, und es stärke den Tourismus in der Landeshauptstadt, sagte Barke. Die Anstrengungen der RAG und der Altin-Immobiliengruppe seien ein Gewinn für die Landeshauptstadt und das gesamte Saarland, so die RAG in einer Mitteilung. 

Mit Verwendung von SZ-Material (BeckerBredel).

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Sven Reinig ist Fair-Player des Jahres

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Faires Verhalten auf dem Fußballplatz - auch wenn viel auf dem Spiel steht - soll sich lohnen: Das ist die Idee des Wettbewerbes „Fair ist mehr“, den der Saarländische Fußball-Verband gemeinsam mit der Sparkassen-Finanzgruppe schon seit 14 Jahren veranstaltet. Die fairsten Teams aller aufstiegsberechtigten Mannschaften, auch bei den Frauen und der Jugend, dürfen sich jedes Jahr Hoffnungen auf einen Geldpreis machen.

Darum ist Sven Reinig der Fairste
Dieser Tage fand die Ehrung der 19 fairsten Mannschaften im Clubheim des TuS Lappentascherhof statt. Und für Trainer Sven Reinig vom SV Felsberg wurde diese Preisverleihung zu einem besonderen Ereignis: Der Trainer, der mit seiner Mannschaft in der letzten Saison mit der Vizemeisterschaft in der Kreisliga A Saar vorlieb nehmen musste, wurde zum Fair-Player des Jahres gekürt.

Warum? Im Pokalspiel auf Kreisebene zwischen dem SV Eimersdorf und Felsberg wollte der gegnerische Trainer bei einer eigenen 1:0-Führung zum vierten Mal wechseln. Das ist bei Meisterschaftsspielen erlaubt, nicht aber im Pokal.

Reinig machte seinen Trainerkollegen auf diesen Fehler aufmerksam und rettete im den Sieg. Das Spiel wäre ansonsten bei einem Protest von der Spruchkammer des Saarländischen Fußball-Verbandes in eine Niederlage umgewandelt worden. So aber blieb es beim 1:0 für Eimersdorf, Trainer Reinig schied mit seiner Mannschaft aus dem Wettbewerb aus.

Jetzt aber wurde er nachträglich aber doch noch zum Sieger - und erhielt neben der Ehrung durch den SFV noch eine weitere Auszeichnung durch den DFB.

Mit Verwendung von SZ-Material (Erich Brückner).

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Aus einer Hand: Experten-Tipps in Wohlfühl-Atmosphäre

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Einladend: Gemütliche Sitzecke mit Kaffeebar statt typischer Büroatmosphäre (Foto: Sparkasse/LBS).

Wer ein großes Projekt plant, muss meistens viele unterschiedliche Experten zu Rate ziehen. Im Normalfall bedeutet das: Die Lage sondieren, Tipps, Kostenvoranschläge und Gutachten von Fachleuten einholen und vor allem eines: Viele ermüdende Wege von A nach B bewältigen. Die Kreissparkasse Saarpfalz und die LBS Saar haben für dieses Problem jetzt die optimale Lösung gefunden: Zusammen mit ihren Tochterfirmen wurden in Homburg und St. Ingbert jeweils sogenannte Gemeinschaftsbüros eröffnet.

"Heimvorteil" für Kunden vor Ort

Das heißt konkret: Die Kundinnen und Kunden haben unter dem Slogan „#DeinHeimvorteil“ die Möglichkeit, in den neuen Beratungsbüros alle Anliegen rund ums Thema Immobilien und Wohnen bequem unter einem Dach zu erledigen. Das spart Zeit und Nerven!

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Begeistert vom Konzept: Sarah Bachmann von der LBS und Stefan Gessner von der Sparkasse. (Foto: Sparkasse/LBS).

Ein Beratungsbüro der "besonderen Art"

Laut Sarah Bachmann, Geschäftsführerin der LBS Vertriebs GmbH, und Stefan Gessner, Bereichsleiter Vorstandsstäbe der Kreissparkasse Saarpfalz, ist das Konzept der neuen Beratungsbüros in Deutschland einzigartig. „Mit unserem Konzept haben wir ein umfassendes Dienstleistungspaket geschaffen. Das heißt für unsere Kunden, dass wir ihnen bei allen Themen rund ums Wohnen sowie bei Fragen zur Immobilie weiterhelfen können“ erläutert Stefan Gessner die Gründe für die Eröffnung der Gemeinschaftsbüros „der besonderen Art“. Den Kunden kann auf diese Weise direkt kompetent weitergeholfen werden. Denn: Erfahrungsgemäß ergeben sich bei der Immobiliensuche und Finanzierung bis hin zur Renovierung viele Unklarheiten so Stefan Gessner. Da ist man als „Immobilienlaie“ froh, wenn Fachleute unmittelbar mit Tipps zur Seite stehen und Entscheidungen erleichtern können.

Alle Experten unter einem Dach

Auch die Geschäftsführerin der LBS Vertriebs GmbH, Sarah Bachmann, hat die Vorteile für die Kunden erkannt und weiß sie zu schätzen: „Wir haben in den gemeinsamen Büros Immobilienberater (Makler), Finanzierungsberater, Gutachter, Hausverwalter, Versicherungsberater und Interessentenbetreuer. Dabei profitieren unsere Kunden von einem sehr umfassenden Beratungsangebot“.

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Die Leistungen der Beratungsbüros (Grafik: LBS/Sparkasse).

Nah am Kunden und offen für alle Fragen

Kunden werden erfahrungsgemäß von einer Flut von Fragen beschäftigt – auf die sie meist keine Antwort haben: Was kann ich mir leisten? Welche Immobilie passt zu mir und wie finde ich sie? Wie bekomme ich eine Finanzierungsbestätigung? Welche Investitionskosten muss ich für meine Immobilie kalkulieren? Und nicht zu vergessen: Welchen Versicherungsschutz brauche ich? Hier helfen die sogenannten „Interessentenbetreuer“ zuverlässig und kompetent in angenehmer Atmosphäre.

Stichwort Ambiente: Auch in der Finanzwelt wird es immer wichtiger, dass sich der Kunde in einer Beratung auch räumlich rundum wohlfühlt. Dieser Gedanke wurde für die Kunden bei der Gestaltung in Homburg berücksichtigt und umgesetzt. Laut Stefan Gessner werden die Kunden in den Beratungsbüros bereits in einer angenehmen Wohn- und Esszimmeratmosphäre empfangen: „Dabei wurde auf einen gemütlichen sowie modernen Charakter geachtet und auch an die Kleinsten wurde gedacht. Die Kinder können sich während der Beratung in der Spielküche ausprobieren oder in der Malecke beschäftigen.“

Zukunftssicher auch im Online-Zeitalter

Die Zukunftsfähigkeit eines Beratungsbüros im digitalen Zeitalter beurteilt Geschäftsführerin Sarah Bachmann übrigens positiv: „Neben einer optisch modernen Ausstattung haben wir den Fokus auch auf die neueste Technik gelegt. Unseren Beratern bieten sich dadurch viele Möglichkeiten, den Kunden online oder auch zu Hause zu beraten. Somit hat der Kunde immer die Wahl zwischen räumlicher Nähe oder Beratung von zu Hause aus. Das ist natürlich gerade in Zeiten von Corona von besonderer Bedeutung“ . Hier lautet das Motto „Alles kann, nichts muss.“ Kunden werden auf Wunsch von den Interessentenbetreuern beispielsweise zu Besichtigungsterminen begleitet und erhalten von ihnen konkrete Angaben zu finanziellen Rahmen, Wertermittlungen oder Gutachten. Sarah Bachmann: „Uns ist es einfach wichtig, in der Nähe unserer Kunden zu sein und sie in allen Situationen bestmöglich zu unterstützen“.

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Alberina Karaxha und Martina Bettinger (Fotos: LBS/Sparkasse)

Was macht ein Interessentenbetreuer?

Alberina Karaxha und Martina Bettinger sind Interessentenbetreuerinnen im Saarpfalz- Kreis. Sie erzählen mit wenigen Worten, was ihre Aufgaben sind.

„Dein Projekt ist unser Projekt.“ Das ist unser grundsätzlicher Antritt in Richtung unserer Kunden. Viele junge Menschen – gerade im Saarland – wissen schon früh, dass sie in den nächsten Jahren ins Eigenheim möchten. Dabei brauchen sie Unterstützung. Angefangen bei der Planung ihres Wohntraums, der Suche, Finanzierung bis hin zur späteren Realisierung gibt es ganz viele Zwischenschritte. Insbesondere bei der Suche nach einer Immobilie können wir auf einen eigenen Bestand an Häusern und Wohnungen zugreifen und haben viele Kontakte zu Drittmaklern. Auch bei der Suche nach Handwerkern für anstehende Renovierungsmaßnahmen steht uns das A1-Netzwerk mit vielen Handwerkern und vielen guten Empfehlungen zur Seite, damit der Wohntraum unserer Kunden in Erfüllung gehen kann.

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Logo: LBS

Beratungsbüro Homburg
#DeinHeimvorteil

Talstraße 7, 66424 Homburg
Telefon: 06841 - 100 20 50

Beratungsbüro St. Ingbert

Am Markt 3 – 5, 66386 St. Ingbert
Telefon: 06841 - 100 20 50
Servicezeiten: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr,
13.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Terminvereinbarungen zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr möglich

 

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Angst vor Rasern auf Saarbrücker Eschberg

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Oft viel zu schnell sind Autofahrer am Mecklenburgring auf dem Eschberg unterwegs. Foto: BeckerBredel.

Autofahrer ignorieren eine rote Ampel, „Kinder schrien schon und konnten gerade noch zurückweichen, ebenso ältere Leute, mir persönlich ist dies auch schon ein paar mal passiert“. Wenn Peter Schöpe beschreibt, was er am Mecklenburgring auf dem Eschberg erlebt, dann klingt das nach Leben an einer Rennstrecke und nach Autofahrern, die keine Rücksicht kennen. Es gibt „keine zwingende Notwendigkeiten“ am Mecklenburgring das Tempo zu drosseln und das auch in besonderer Weise zu kontrollieren. So klingt das, wenn die Stadtverwaltung sich zu Schöpes Beschreibungen äußert.

Schöpe schreibt Brief an Oberbürgermeisterin
In der Innenstadt gibt es sehr viele „Tempo 30“-Zonen. Vor wenigen Wochen erst hat die Stadtverwaltung weitere solcher Zonen ausgewiesen. Warum sollte die Stadt es also nicht „fertigkriegen“, auch dort eine einzurichten, wo viele Kinder, und alte Menschen wohnen, dachte sich Schöpe und schrieb einen Brief an Oberbürgemeisterin Charlotte Britz. Wenn die Einrichtung einer „Tempo 30“-Zone daran scheitern sollte, dass die Schilder zu teuer sind, dann starten wir direkt einen Spendenaufruf dafür“, sagt er.

So antwortete Britz
Von Geld war im Schreiben der Amtsleiterin, der die Oberbürgermeisterin den Brief zur Beantwortung weitergeleitet hatte, allerdings nicht die Rede. Die neuen „Tempo 30“-Zonen seien nicht wegen der Vermeidung von Unfällen eingerichtet worden, sondern um die Innenstadt leiser zu machen, wurde Schöpe erklärt.

„Die neu ausgewiesenen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h, auf die Sie Bezug genommen haben, gehören zu den im aktuellen Lärmaktionsplan der Landeshauptstadt dargestellten 22 Maßnahmenbereichen, in denen wegen zu hoher Verkehrslärmbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner ein kurzfristiger Handlungsbedarf festgestellt wurde“, heißt es im Amtsdeutsch.

Anwohner fassungslos
Der Mecklenburgring sei „dagegen mit einer deutlich geringeren Betroffenheit nicht unter den genannten Straßen im Lärmaktionsplan aufgeführt“, schreibt die Amtsleiterin. Der Satz löst bei vielen Anwohnern Fassungslosigkeit aus. Denn die Stadtverwaltung folgert daraus, dass „hier in absehbarer Zeit auch keine Maßnahmen zur Lärmminderung geplant“ werden. Zudem werden in der Breslauer Straße die Fahrbahnen erneuert.

„Nach Fertigstellung dieser Maßnahme werden Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert und die vorhandene Schutzstreifenlücke zum Mecklenburgring geschlossen. Die damit einhergehende Reduzierung der Fahrbahnbreite wird sicherlich zur weiteren Verkehrsberuhigung beitragen“, heißt es im Brief aus dem Rathaus. Sobald die Straßenarbeiten beendet sind, werde das Ordnungsamt „im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten Geschwindigkeitskontrollen am Mecklenburgring durchführen“.

Das klingt nicht so, als ob da etwas passiert, sagen Anwohner. Im Gegenteil, sagt Schöpe: Man fühle sich von der Verwaltung alleine gelassen. Und ein neuer Straßenbelag führe wohl eher dazu, dass noch schneller gefahren wird. Die Politik werde erst wach, befürchtet Schöpe.

Mit Verwendung von SZ-Material (Martin Rolshausen).

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Nach Brandstiftungen auf geplantes Flüchtlingsheim: Staatsanwaltschaft setzt Belohnung aus

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Diesen Gebäudekomplex trafen mehrere Brandstiftungen. Foto: Landespolizeipräsidium.

Nach mehreren Brandstiftungen auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Völklingen-Wehrden hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken jetzt eine Belohnung für Hinweise auf den Täter ausgesetzt.

Was war passiert?
In den Nächten zum 30. Juni, 5. Juli und 7. Juli 2017 verübten bislang unbekannte Täter Brandstiftungen gegen einen Gebäudekomplex der Caritas in der Zilleichstraße 2 in Völklingen-Wehrden.

Der Komplex befand sich zu diesem Zeitpunkt in Renovierung und sollte für eine mögliche Nutzung durch Flüchtlinge hergerichtet werden. Die Abteilung Staatsschutz des Landepolizeipräsidiums richtete deshalb eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Zille" ein.

Bei den Ermittlungen wurden zwei Taschen aufgefunden; diese könnten nach Auffassung der Ermittler in Zusammenhang mit den Taten stehen und so weitere Erkenntnisse zu den Tätern liefern.

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Diese beiden Taschen wurden von der Polizei gefunden. Foto: Landespolizeipräsidium.

Die Polizei sucht daher Zeugen, die Hinweise zu den Taschen geben können oder Beobachtungen in den fraglichen Nächten gemacht haben. Der Hinweis, der zur Ermittlung des Täters führt, wird mit 2000 Euro belohnt.

Hinweise an den Kriminaldauerdienst, Tel. (06 81) 962 2133 oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Warum man sich frühzeitig um einen Masterplatz kümmern sollte

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Auch an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken können Master studiert werden. Foto: BeckerBredel.

Nach dem Studium ist vor dem Studium. Denn viele Bachelor-Absolventen wollen direkt noch einen Master oben drauf legen. Damit das reibungslos klappt, lohnt sich allerdings frühzeitige Planung. Denn wer sich für den Master entscheidet, muss sich um einen Studienplatz erst bewerben.

Die Anforderungen variieren je nach Fach und Hochschule und sind zum Teil hoch. Und bei bei einem Hochschulwechsel kann es oft Schwierigkeiten geben, sagt Cort-Denis Hachmeister. Er ist Experte für Hochschulzulassung beim Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh (CHE).

Sein Rat: „Auf jeden Fall bei den Hochschulen nachfragen, was die Voraussetzungen sind. Das muss man relativ frühzeitig wissen, um eventuell noch etwas zu belegen, was man braucht.“ Sonst stehen Studierende auf einmal unvorbereitet ohne Masterstudienplatz da.

Auch Auswahlgespräch möglich
Denn neben dem bestandenen Bachelor können die Hochschulen „zur Qualitätssicherung oder aus Kapazitätsgründen weitere Voraussetzungen bestimmen“, erklärt Ralf Kellershohn, stellvertretender Pressesprecher der Hochschulrektorenkonferenz in Berlin. Dazu gehören vor allem Mindestnoten, Sprachkenntnisse oder standardisierte Tests. Auch Motivationsschreiben oder Auswahlgespräche sind manchmal Pflicht.

An privaten Hochschulen mit kleinem Studierendenkontingent gibt es solche Kriterien häufig. Daniel Ritchie ist an der Handelshochschule Leipzig (HHL) verantwortlich für den Marketing- und Recruiting-Bereich des Vollzeit-Master-Programms. Rund 300 Bewerber kommen in jedem Herbstsemester auf 40 Plätze. Mindestens 90 Leistungspunkte und eine gute Bachelor-Note sind Voraussetzung, doch ausschlaggebend seien andere Kriterien.

Berufserfahrung wichtig
Im Lebenslauf sollten am besten internationale Erfahrungen verzeichnet sein, sagt Ritchie, außerdem mindestens drei Monate Berufserfahrung, etwa in Form von Praktika. Auch das Motivationsschreiben muss überzeugen. Wer mit seinem Anschreiben überzeugt hat, wird zum Zulassungstag geladen.

Etwa ein Viertel der Bewerber schafft laut Ritchie diesen Sprung. Es gibt ein Gespräch mit einem Professor und eins mit einem HHL-Absolventen. „Warum wollen Sie an der HHL studieren?“, werde auf jeden Fall gefragt, so Ritchie. „Darauf sollte man eine gute Antwort haben.“

Außerdem steht eine Präsentation auf dem Programm, wahlweise in Deutsch oder Englisch. Diese Viertelstunde sagt viel über die Bewerber aus. „Sie müssen selbstbewusst sein, überzeugend argumentieren können und bereit sein, kritische Fragen zu beantworten“, so Ritchie. Viel Aufwand für einen Studienplatz. Allerdings: Wer eine solche Masterbewerbung erfolgreich absolviert hat, ist für die Bewerbung auf den Job nach dem Studium bestens gerüstet.

Mit Verwendung von SZ-Material (dpa).

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Mit Rempel-Trick 1000 Euro ergaunert: Wer kennt diesen Mann?

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1000 Euro wurden an einem Geldautomaten abgehoben. Wer kennt diesen Mann? Foto: Polizei.

Mit einem Bild fahndet die Polizei Merzig jetzt öffentlich nach einem Dieb. Laut den Beamten ereignete sich die Tat bereits am 2. Juni 2017, gegen 9 Uhr, in einem Merziger Einkaufsmarkt.

Dort rempelte ein bisher unbekannter Mann einen 57-Jährigen an. Dieser stellte erst später fest, dass sein Geldbeutel weg war.

Direkt nach der Tat hob der mutmaßliche Dieb mit der gestohlenen Bankkarte 1000 Euro an einem Geldautomaten ab. Dabei wurde der Mann von einer Überwachungskamera aufgenommen.

Wer kennt diese Person? Hinweise an die Polizei Merzig, Tel. (0 68 61) 70 40.

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Er wollte sein Haus in die Luft sprengen: Angeklagter schuldunfähig

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Aus dem Haus quoll dichter Rauch. Foto: Feuerwehr Beckingen.

Ein Mann, der im vergangenen Frühjahr sein Haus in Beckingen-Düppenweiler in die Luft sprengen wollte, ist nach Meinung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken nicht schuldfähig. Der 57-Jährige sei für die Allgemeinheit gefährlich und solle dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden, teilte die Anklagebehörde gestern mit.

Nach der vorläufigen Stellungnahme der psychiatrischen Sachverständigen soll der Beschuldigte an einem Hirntumor mit Sehstörungen und epileptischen Anfällen sowie einer Persönlichkeitsstörung leiden, die mit einer Neigung zur Aggressivität einhergehe. Er sei zwar in der Lage, das Unrecht einer Tat einzusehen, könne aber nicht mehr nach dieser Einsicht handeln.

Das war in Düppenweiler passiert
Der 57-Jährige hatte sich am 8. Mai in seinem Haus verschanzt und damit gedroht, das Gebäude in die Luft zu sprengen. Damit wollte er sich gegen eine Zwangsräumung wehren, die ihm und seiner Frau drohten. Spezialkräfte umstellten das Haus. Als der Mann nicht aufgeben wollte, stürmten sie das Gebäude und überwältigten ihn.

Er hatte bereits eine Gasleitung im Haus mit einer Axt zerschlagen, Benzin sowie Öl ausgeschüttet und Feuer gelegt. Ein Polizist konnte jedoch den Gashahn außerhalb des Hauses schließen und damit Schlimmeres verhindern. Es entstand ein Schaden in Höhe von 150.000 Euro.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Wegen „Arabisch-Unterricht": Saar-Bildungsminister Commerçon mit Hass-Post überhäuft

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Ulrich Commerçon (SPD) wird momentan mit Schmäh-Mails überhäuft. Foto: Birgit Reicher/dpa-Bildfunk.

Auf viele Mails, die Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) in diesen Tagen bekommt, könnte er gut verzichten. Außerdem sind sie ein Fall für die Polizei: Mit übelsten Schmähungen wird der Minister überschüttet. Angeblich weil er Arabisch-Unterricht an saarländischen Schulen einführen wolle. So titelte jedenfalls eine Boulevardzeitung. Und prompt hagelte es Hass-Post.

Tatsächlich geht es Commerçon um den so genannten herkunftssprachlichen Unterricht. Dabei können Kinder etwa von Zuwanderern oder junge Flüchtlinge neben dem regulären Unterricht in Deutsch auch ihre Muttersprache vertiefen. Nichts Neues. Das gab’s bereits in den 60er Jahren im Saarland für Kinder von italienischen Einwanderern; allerdings am Nachmittag und nicht staatlich organisiert.

Angriffe „unter der Gürtellinie"
Der Bildungsminister möchte nun muttersprachlichen Unterricht - egal ob Russisch oder Arabisch - als Wahlpflichtfach anbieten. Die Idee dahinter: So hat man auch Einfluss auf sonstige Lehrinhalte; was derzeit etwa beim Konsulatsunterricht für türkische Kinder nicht möglich ist.

Für seinen Plan bekommt Commerçon nun Unterstützung der Landtagsfraktionen, die sich in Teilen auch dem Attackierten zur Seite stellen. „Die Angriffe auf den Bildungsminister sind unter der Gürtellinie“, sagt Jochen Flackus, parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion.

Auch SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn empört sich über die Hasskommentare: „Das macht mich einfach nur wütend.“ Viele hätten nicht mal verstanden, um was es geht. Denn natürlich behalte der Unterricht in Deutsch Priorität.

Nur AfD dagegen
Die CDU steht grundsätzlich auch zum herkunftssprachlichen Unterricht. „Es macht im Übrigen auch Sinn, wenn es sich um Geflüchtete handelt, die ja irgendwann nochmal in ihr Herkunftsland zurückgehen, dass sie ihre Fertigkeiten in ihrer Muttersprache nicht verlieren“, sagt Fraktionschef Tobias Hans.

Allein die AfD geht auf Distanz. „Arabisch ist uns ziemlich fern hier, da sind wir nicht dafür“, erklärt AfD-Landes- und Fraktionschef Josef Dörr. Wobei der pensionierte Schulleiter da fein nach Sprachen sortiert: „Bei den Italienern hat das damals sehr gut funktioniert.“ Und er ist dagegen, dass solcher Unterricht staatlich sein soll: „Das ist nicht die Aufgabe des Saarlandes.“

Mit Verwendung von SZ-Material.

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