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Polizisten wehren sich gegen Tattoo- und Piercing-Verbot

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Eine Entscheidung für ein Unterarm-Tattoo kann eine Entscheidung gegen die Anstellung bei der saarländischen Polizei sein. Denn das Innenministerium schreibt vor, dass „im Dienst - ausgenommen Dienstsport - Hautzeichnungen nicht sichtbar sein dürfen“.

Innenministerium schreibt Regelung vor
Als Maßstab für die Sichtbarkeit werde das Uniformkurzhemd angewandt. Wird die Tätowierung durch dieses nicht verdeckt, hat ein potenzieller Polizist ein Problem. Dann muss er „mit der Entfernung der Tätowierung im sichtbaren Bereich (mit dem Ziel einer kompletten Entfernung) noch vor dem Einstellungstermin beginnen.“

Die Regelung, dass Tattoos nicht sichtbar sein dürfen, begründet das Innenministerium so: Präsenz und Auftreten der Polizei in der Öffentlichkeit hätten Auswirkungen auf das Sicherheitsempfinden der Bürger. „Mit einem angemessenen äußeren Erscheinungsbild tragen die Polizisten den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an Uniformträger Rechnung.“

Ähnliches gilt auch für Gesichts-Piercings: Diese seien während des Dienstes zu entfernen, teilt Polizeisprecher Stephan Laßotta mit. „Sonstiger Schmuck und Ohrringe dürfen nicht zu erhöhter Gefahr führen. Ob etwas zu erhöhter Gefahr führt, entscheidet entweder der Polizeiarzt oder der Dienstvorgesetzte“, erklärt Laßotta.

Diese Polizisten wehren sich gegen die Tattoo-Regel
Gegen die Tattoo-Regelung wehrt sich nun die Junge Gruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Sie will, dass es ausreicht, die Tattoos mit einem Langarmhemd zu überdecken. Somit sollen die häufig schmerzvollen und kostspieligen Entfernungen vermieden werden.

Die Polizei könne es sich aufgrund stark rückläufiger Bewerberzahlen nicht leisten, Personen mit Tattoos abzulehnen, da dies keinen qualitativen Mangel bedeute. Die Polizei bestreitet allerdings einen starken Rückgang der Bewerberzahlen.

So läuft die Tattoo-Entfernung ab
Viele Polizisten lassen sich die Tattoos entfernen, wie die Geschäftsführerin der Hautlicht GmbH und Lasertherapeutin Lidia Klink weiß: Etwa fünf Prozent ihrer Kunden seien aus dieser Berufsgruppe. „Neben dem Beratungsgespräch erwarten den Kunden fünf bis zehn Sitzungen, um das Tattoo zu entfernen“, sagt sie.

Da zwischen den Behandlungen sechs bis acht Wochen liegen, kann eine vollständige Entfernung des Tattoos mehr als ein Jahr dauern. Bei der Laserbehandlung werden die Farbpigmente zerstört, Hautreaktionen, Blasenbildung und Wunden können Behandlungsfolgen sein. Bei schlechter Wundheilung besteht ein höheres Risiko der Narbenbildung. Die Kosten der Behandlung trägt der Kunde selbst.

Vielleicht schon bald häufiger Polizisten mit langen Hemdsärmeln auf den saarländischen Straßen zu sehen - auch bei sommerlichem Wetter. Denn das Saar-Innenministerium will die Auflage, Tattoos entfernen zu lassen, auf den Prüfstand stellen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Neunkircher Wasserturm wird runderneuert

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1936 wurde der Wasserturm gebaut. Foto: SZ.

Vor gut 20 Jahren war der Umbau des 1936 erbauten Wasserturms auf dem alten Hüttenareal zu einem Kino mit vier Sälen und 420 Plätzen der absolute Knaller. Mit der Gastronomie rundum entwickelte sich der markante Backstein-Bau mit der Stahlhaube zu einem Anziehungspunkt im Herzen von Neunkirchen.

Wind und Wetter haben Spuren hinterlassen
Aber Rost und Verwitterung machen auch vor einem „Alleinstellungsmerkmal“ nicht halt. Bei der Pressekonferenz am Dienstagvormittag im Brauhaus am Wasserturm brachte es die Sprecherin der Investorengruppe Wasserturm, Sigrid Getrey auf den Punkt: „Nun ist der Wasserturm nach 20 Jahren Sturm- und Drangzeit etwas in die Jahre gekommen. Wind und Wetter und jährlich  rund 100.000 Kinogäste haben ihre Spuren hinterlassen“.  

Die Investorengruppe, bestehend aus Mitgliedern der Neunkircher Familie Getrey, hatte damals rund elf Millionen Euro in die Wiederbelebung der Neunkircher Industriebrache investiert, jetzt soll eine Million Euro folgen, um das Ensemble in unmittelbarer Nachbarschaft zu Saarpark-Center, Neuer Gebläsehalle und Stummscher Reithalle wieder in Lack zu bringen.

Die Neunkircher und die Besucher der Stadt werden beobachten können, was da vor sich geht. Die Baufirma hat schon mit dem Aufstellen des Gerüstes begonnen, das Turm von außen begehbar machen wird. Gleichzeitig laufen die Malerarbeiten im inneren des angebauten Glasturmes an.

Im November soll alles fertig werden
Wenn alles fertig ist, womit man im Laufe des Novembers rechnet, wird auch die Kinokasse wieder im Erdgeschoss, wie zu Beginn der Wasserturm-Kino-Zeiten sein. Ein Glastunnel wird sie direkt mit dem Fahrstuhlturm verbinden, wie Sigrig Getrey erläuterte. Sie verspricht im Eingangsbereich ein „Lounge-Ambiente“.

Mittlerweile ist das Wasserturm-Kino nach der Schließung des Neuen Eden in der Hüttenbergstraße der einzige Kino-Standort in der zweitgrößten Stadt des Saarlandes. Während der Bauarbeiten sind alle mit der neuesten Kino-Technik ausgestatteten Säle zu erreichen und auch die Gastronomie rundum ist geöffnet, In Arbeit ist auch ein  Beleuchtungskonzept, passend zu den Industrierelikten, das den Turm auch als weithin sichtbaren Werbeträger wieder zum Einsatz kommen lässt.

Mit Verwendung von SZ-Material (Solveig Lenz-Engel).

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Corona in Kliniken – sind wir ausreichend vorbereitet?

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Foto: Knappschaftsklinikum

Die Nachrichten überschlagen sich schon seit Monaten: Corona ist immer noch das brennende Thema in den Medien. Gerade in den Krankenhäusern scheint sich derzeit alles nur noch um Corona-Patienten zu drehen. Das ist natürlich nicht so – denn auch die Mehrheit der Nicht-Corona-Patienten muss betreut werden. Da jedoch die Versorgung der Covid-19-Patienten sehr aufwändig ist, sollten drohende Personal-Engpässe beizeiten abgefangen bzw. vermieden werden. Viele Kliniken haben sich darauf bereits rechtzeitig vorbereitet und richtig geplant.

Vorbereitungen von langer Hand

Das Knappschaftsklinikum Saar (KKSaar ) zum Beispiel arbeitet bereits seit dem Frühjahr daran, für eine erneute Zunahme von Corona-Patienten gewappnet zu sein:

- strengste Hygiene-Richtlinien gelten auf dem gesamten Klinik-Gelände 
- beide Klinik-Standorte (Püttlingen und Sulzbach) in ständiger Alarmbereitschaft
- Intensivkapazitäten wurden aufgebaut
- zusätzliche Mitarbeiter geschult

Angst vor Ansteckung führen zu Terminverschiebungen

Laut Geschäftsführerin Andrea Massone wurde das Pflegepersonal-Team bereits vor Corona mit über 200 neuen Fachkräften aufgestockt – das zahlt sich jetzt aus. Und kann durchaus zur Beruhigung und Unterstützung anderer Patienten dienen. Denn wie der ärztliche Direktor und Hygiene-Verantwortlichen der Knappschaftsklinikum Saar GmbH, Dr. Klaus-Dieter Gerber, berichtet, waren bereits währen der ersten Corona-Welle im Frühjar viele Menschen bezüglich Corona verunsichert: Wichtige Arzt- und Kliniktermine werden abgesagt und sogar der Notruf wird in lebensbedrohlichen Situationen nur zögerlich gewählt. Das alles aus Angst, sich mit Corona anzustecken. Die Folgen dieser Furcht können natürlich im Ernstfall fatal sein: „Gerade Vorsorgeuntersuchungen, zum Beispiel Brust- oder Prostatakrebsvorsorge darf man auf gar keinen Fall vor sich herschieben", so Dr. Gerber.

Regelmäßige Tests plus Hygienekonzept - vermindertes Risiko

Um immer auf der sicheren Seite zu sein und die Patienten zu schützen und zu beruhigen hat die KKSaar ein ordentliches Hygienepaket auf die Beine gestellt. Dazu gehören natürlich auch gezielte Tests, um den bestmöglichen Schutz von Patienten und Mitarbeitern zu gewährleisten. Gerade deshalb, weil die überwiegende Mehrheit der Patienten keine Covid-Patienten sind und vor Ansteckung geschützt werden müssen. Dafür betreibt die KKSaar enormes Aufwand: Covid- Patienten und –Verdachtsfälle werden schon bei der Patientenaufnahme isoliert behandelt und abgefertigt. Bei Notfällen sorgen erste Schnelltests noch vor den regulären PCR-Tests dafür, dass ansteckende Neuzugänge direkt festgestellt und isoliert werden. Die KKSaar hat spezielle isolierte Corona-Bereiche mit entsprechendem, eigens dafür zuständigem Personal rekrutiert – auch so werden riskante Kontakte so gut es geht ausgeschlossen.

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, die in der Coronazeit ebenfalls an vorderster Front stehen, hat die KKSaar  ebenfalls im Blick - auch sie müssen geschützt werden, um die klinischen Arbeitsabläufe aufrecht zu erhalten. „Selbst wenn uns die Corona-Pandemie noch über längere Zeit begleiten sollte, können wir einen regulären Krankenhausbetrieb parallel zur Versorgung von Corona-Patienten aufrechterhalten“so Dr. Gerber. 

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Logo: Knappschaftsklinikum

KONTAKT:

Knappschaftsklinikum Saar GmbH
An der Klinik 10
66280 Sulzbach/Saar

Tel: (06897) 5740
Website: http://www.kksaar.de/

Knappschaftsklinikum Saar GmbH
In der Humes 35
66346 Püttlingen
Tel: (06898) 550

Website: http://www.kksaar.de/ 

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Personalausweise können ab 2020 online beantragt werden

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Personalausweise können ab 2020 online beantragt werden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-Bildfunk.

Ab dem Jahr 2020 sollen Bürger im Saarland Behördengänge digital erledigen können. Die Landesregierung wird den Entwurf für ein sogenanntes E-Government-Gesetz kommende Woche im Landtag einbringen.

„Ziel ist es, zum Beispiel von zu Hause aus oder auf einem mobilen Endgerät einfach, sicher und schnell das Auto zuzulassen, den Wohnsitz umzumelden oder den Personalausweis zu beantragen“, sagte Finanzstaatssekretär Ulli Meyer (CDU) am Dienstag.

Der Bund schreibt vor, dass spätestens bis zum Jahr 2022 alle Verwaltungsbereiche in Deutschland elektronisch abrufbar sein müssen. „Die Grundidee ist, dass der Bürger sich einmal in einem Bürgerportal anmeldet und dann den kompletten Schriftverkehr elektronisch abwickeln kann“, sagte Meyer.

Alle Portale miteinander vernetzt
Da alle Portale miteinander vernetzt sein sollen, könne der Bürger dann deutschlandweit Dienstleistungen abfragen, beispielsweise eine Kopie seiner Geburtsurkunde aus Hamburg anfordern.

Mit der Digitalisierung will die Landesregierung die Verwaltung für die Bürger nutzerfreundlicher machen, aber auch Kosten einsparen. Technische Sicherheitsstandards werden in dem Gesetz nicht festgeschrieben. Dies ergebe keinen Sinn, da die Technologie sich in diesem Bereich zu schnell entwickele, sagte Meyer.

Bei der Umsetzung würden die aktuellen Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik berücksichtigt. Die Daten sollen nicht bei privaten Firmen, sondern in Rechenzentren von Land und Kommunen gespeichert werden.

Im Gesetz ist Meyer zufolge auch eine Öffnungsklausel für elektronische Identifikationsverfahren der Nachbarländer Frankreich, Luxemburg und Belgien enthalten.

Mit Verwendung von SZ-Material (Nora Ernst).

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Feuerwehr muss Frau aus Wäscheständer befreien

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Symbolfoto (rechts): dpa.

Aus einer unangenehmen Lage konnten Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen am Dienstagvormittag (22. August 2017) eine ältere Dame in ihrer Wohnung in der Neunkircher Heizengasse retten. Die Frau steckte mit dem Kopf zwischen den Stäben eines aufklappbaren Wäscheständers fest, wie ein Feuerwehr-Sprecher mitteilte. Sie war vermutlich gestürzt.

Gegen 11.15 Uhr wurde der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt von der Besatzung des Rettungswagens des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), der schon in der Heizengasse war, zu Hilfe gerufen. Die Feuerwehr sollte für den Rettungsdienst die Frau aus dem Wäscheständer befreien.

Schnell konnten die Feuerwehrleute die Frau aus ihrer misslichen Lage erlösen. Die Stäbe des Wäscheständers, zwischen denen der Kopf der Frau feststeckte, kappten die Feuerwehrleute kurzerhand mit einem Bolzenschneider. Nach der Befreiung aus dem Haushaltsgerät  wurde die Frau durch die Rettungswagenbesatzung des ASB medizinisch versorgt und in ein nahes Krankenhaus eingeliefert.

Nach gerade einmal 15 Minuten dauerte der hilfreiche Einsatz der Feuerwehr bei dieser eher ungewöhnlichen Rettung.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Größte Wasserrutsche Europas „City Slide" am Wochenende in Saarbrücken

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Die Rutsche hat eine Länge von 100 Metern. Foto: City Slide.

Die Sommerferien im Saarland sind längst vorbei. Spaßige Wasserrutschen aus den Hotelanlagen sind Schulbänken gewichen. Um aber nochmal - und möglicherweise zum letzten Mal dieses Jahr - in Urlaubsstimmung zu kommen, reicht von Freitag bis Sonntag der Gang zur Congresshalle nach Saarbrücken.

Nach Angaben der City Slide Event GmbH wartet von jeweils von 12 bis 18 Uhr auf die Gäste die längste aufblasbare Wasserrutsche Europas - mit einer 15 Meter hohen Startrampe und einer Länge von 100 Metern.

Jeder Badegast hat ein zweistündiges Zeitfenster, um zu rutschen. Das heißt entweder von 12 bis 14 Uhr, von 14 bis 16 Uhr oder von 16 bis 18 Uhr. Nach zwei Stunden wird immer gewechselt. Die Organisatoren empfehlen, eine halbe Stunde vorher da zu sein.

Karten online erhältlich
Rutschringe gibt es vor Ort für fünf Euro zu erwerben oder sind von den Gästen mitzubringen. Neben der Rutsche können Besucher auch in menschengroße Wasserblasen, sogenannte Bubble Balls, steigen und über das Wasser laufen.

Die limitierten, kostenlosen, personalisierten Karten sind im Internet unter www.city-slide.com erhältlich. Gestern waren noch für alle drei Tage Karten erhältlich. Das Kontingent ist jedoch bald erschöpft. Falls der Veranstalter online keine Karten mehr anbietet, werden von Freitag bis Sonntag vor Ort noch Resttickets verkauft.

Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt und ist für Kinder ab acht Jahren und mit einer Mindestgröße von 1, 20 Meter geeignet. Bis 1,50 Meter müssen die Kinder in Begleitung eines Erwachsenen rutschen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Luxemburg will Extra-Steuer auf Cola und Limo einführen

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Die Saarländer werden womöglich bald eine neue Erfahrung mit ihren Nachbarn aus Luxemburg machen. Aus steuerlichen Gründen könnten die Luxemburger bald die Getränkemärkte stürmen, um kistenweise Cola und Co. einzukaufen.

Denn die luxemburgische Regierung plant eine Steuer auf zuckerhaltige alkohol­freie Getränke, wie das Online-Magazin „L’essentiel“ berichtet. Abschreckend soll der höhere Preis wirken, heißt es aus dem Gesundheitsministerium, das sich um die Gesundheit der Bürger sorgt.

Steuern fließen in Bekämpfung von Übergewicht
Die Steuereinnahmen sollen dazu verwendet werden, den schädlichen Folgen überhöhten Zuckerkonsums entgegenzuwirken, also Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Letztlich bleibe der Einzelne trotz Zuckersteuer jedoch selbst verantwortlich für seine Gesundheit, räumt das Ministerium ein.

Der eine oder andere Luxemburger dürfte in diesem Sinne die Pläne als Bevormundung empfinden und ins Saarland fahren, um sich hemmungslos mit süßen Limonaden einzudecken.

Mit Verwendung von SZ-Material (Gerhard Franz).

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