{k}/{n}
Artikel {k} von {n}
21°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
21°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
Maciej Spiczak

Quiz: Welche dieser Tiere leben wirklich im Saarland?

image

Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Das sich in den saarländischen Wäldern und Wiesen Wildschwein, Spatz und Fuchs tummeln, sollte selbst der Spezies "urbaner Internetmensch 2.0" bekannt sein. Allerdings hat die Saar-Fauna noch einiges mehr zu bieten.

In diesem Quiz möchten wir wissen: Wie gut kennst du die Tierwelt des Saarlandes?

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein
dpa

Herxheimer Hitlerglocke: Darum zeigt ein Saarländer gleich drei Leute an

image

So sieht die Hitlerglocke aus. Foto: Uwe Anspach/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Monatelange Diskussionen
Die sogenannte Hitlerglocke im pfälzischen Herxheim am Berg erhitzt die Gemüter. Der Klangkörper, der bis vor Kurzem alle Viertelstunde im Turm der Jakobskirche schlug, trägt ein Hakenkreuz und die Aufschrift „Alles fuer‘s Vaterland Adolf Hitler“. In einem Zeitungsartikel hatte eine pensionierte Lehrerin kritisiert, dass er immer noch genutzt wird, aber nichts auf seine Geschichte hinweist. Pikant: Die Glocke hängt zwar im Kirchturm, gehört aber der Ortsgemeinde.

Bürgermeister tritt zurück
Nach heftiger Kritik an seinen Äußerungen über die NS-Zeit im Zusammenhang mit der Glocke trat der Bürgermeister Roland Becker (Freie Wähler) am 6. September zurück. Ein Interview im ARD-Magazin „Kontraste“ zur Herxheimer Glocke habe den Ausschlag dafür gegeben, heißt es in Mitteilung von Becker.

Die Entscheidung
Vor etwa einer Woche dann die Nachricht: Die Glocke ist nach monatelangen Diskussionen verstummt. Die Leitung der protestantischen Kirchengemeinde beschloss, dass der Klangkörper aus der NS-Zeit künftig nicht mehr den Gottesdienst ankündigt. 

Die Anzeige
Hier kommt schließlich der Saarländer jüdischen Glaubens ins Spiel. Seine Anzeige gegen Roland Becker sei am 29. August eingegangen. Doch nun hat er diese ausgeweitet - auf den Gemeindepfarrer Helmut Meinhardt sowie einen Mann, der in dem Beitrag des ARD-Magazins zu Wort kam. Das berichtet die Rheinpfalz. Dort heißt es weiter: "Die Glocke gefährde nicht nur die öffentliche Ordnung, sondern gleichsam die Sicherheit", so die Aussage des Saarländers. Darüber hinaus fordere er, die Glocke einzuschmelzen.

Ob nun Ermittlungen eingeleitet werden, ist bisher nicht bekannt. Aktuell werde nur der Anfangsverdacht geprüft.

Mit Verwendung von dpa-Material.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein
Anzeige

Aus einer Hand: Experten-Tipps in Wohlfühl-Atmosphäre

image

Einladend: Gemütliche Sitzecke mit Kaffeebar statt typischer Büroatmosphäre (Foto: Sparkasse/LBS).

Wer ein großes Projekt plant, muss meistens viele unterschiedliche Experten zu Rate ziehen. Im Normalfall bedeutet das: Die Lage sondieren, Tipps, Kostenvoranschläge und Gutachten von Fachleuten einholen und vor allem eines: Viele ermüdende Wege von A nach B bewältigen. Die Kreissparkasse Saarpfalz und die LBS Saar haben für dieses Problem jetzt die optimale Lösung gefunden: Zusammen mit ihren Tochterfirmen wurden in Homburg und St. Ingbert jeweils sogenannte Gemeinschaftsbüros eröffnet.

"Heimvorteil" für Kunden vor Ort

Das heißt konkret: Die Kundinnen und Kunden haben unter dem Slogan „#DeinHeimvorteil“ die Möglichkeit, in den neuen Beratungsbüros alle Anliegen rund ums Thema Immobilien und Wohnen bequem unter einem Dach zu erledigen. Das spart Zeit und Nerven!

image

Begeistert vom Konzept: Sarah Bachmann von der LBS und Stefan Gessner von der Sparkasse. (Foto: Sparkasse/LBS).

Ein Beratungsbüro der "besonderen Art"

Laut Sarah Bachmann, Geschäftsführerin der LBS Vertriebs GmbH, und Stefan Gessner, Bereichsleiter Vorstandsstäbe der Kreissparkasse Saarpfalz, ist das Konzept der neuen Beratungsbüros in Deutschland einzigartig. „Mit unserem Konzept haben wir ein umfassendes Dienstleistungspaket geschaffen. Das heißt für unsere Kunden, dass wir ihnen bei allen Themen rund ums Wohnen sowie bei Fragen zur Immobilie weiterhelfen können“ erläutert Stefan Gessner die Gründe für die Eröffnung der Gemeinschaftsbüros „der besonderen Art“. Den Kunden kann auf diese Weise direkt kompetent weitergeholfen werden. Denn: Erfahrungsgemäß ergeben sich bei der Immobiliensuche und Finanzierung bis hin zur Renovierung viele Unklarheiten so Stefan Gessner. Da ist man als „Immobilienlaie“ froh, wenn Fachleute unmittelbar mit Tipps zur Seite stehen und Entscheidungen erleichtern können.

Alle Experten unter einem Dach

Auch die Geschäftsführerin der LBS Vertriebs GmbH, Sarah Bachmann, hat die Vorteile für die Kunden erkannt und weiß sie zu schätzen: „Wir haben in den gemeinsamen Büros Immobilienberater (Makler), Finanzierungsberater, Gutachter, Hausverwalter, Versicherungsberater und Interessentenbetreuer. Dabei profitieren unsere Kunden von einem sehr umfassenden Beratungsangebot“.

image

Die Leistungen der Beratungsbüros (Grafik: LBS/Sparkasse).

Nah am Kunden und offen für alle Fragen

Kunden werden erfahrungsgemäß von einer Flut von Fragen beschäftigt – auf die sie meist keine Antwort haben: Was kann ich mir leisten? Welche Immobilie passt zu mir und wie finde ich sie? Wie bekomme ich eine Finanzierungsbestätigung? Welche Investitionskosten muss ich für meine Immobilie kalkulieren? Und nicht zu vergessen: Welchen Versicherungsschutz brauche ich? Hier helfen die sogenannten „Interessentenbetreuer“ zuverlässig und kompetent in angenehmer Atmosphäre.

Stichwort Ambiente: Auch in der Finanzwelt wird es immer wichtiger, dass sich der Kunde in einer Beratung auch räumlich rundum wohlfühlt. Dieser Gedanke wurde für die Kunden bei der Gestaltung in Homburg berücksichtigt und umgesetzt. Laut Stefan Gessner werden die Kunden in den Beratungsbüros bereits in einer angenehmen Wohn- und Esszimmeratmosphäre empfangen: „Dabei wurde auf einen gemütlichen sowie modernen Charakter geachtet und auch an die Kleinsten wurde gedacht. Die Kinder können sich während der Beratung in der Spielküche ausprobieren oder in der Malecke beschäftigen.“

Zukunftssicher auch im Online-Zeitalter

Die Zukunftsfähigkeit eines Beratungsbüros im digitalen Zeitalter beurteilt Geschäftsführerin Sarah Bachmann übrigens positiv: „Neben einer optisch modernen Ausstattung haben wir den Fokus auch auf die neueste Technik gelegt. Unseren Beratern bieten sich dadurch viele Möglichkeiten, den Kunden online oder auch zu Hause zu beraten. Somit hat der Kunde immer die Wahl zwischen räumlicher Nähe oder Beratung von zu Hause aus. Das ist natürlich gerade in Zeiten von Corona von besonderer Bedeutung“ . Hier lautet das Motto „Alles kann, nichts muss.“ Kunden werden auf Wunsch von den Interessentenbetreuern beispielsweise zu Besichtigungsterminen begleitet und erhalten von ihnen konkrete Angaben zu finanziellen Rahmen, Wertermittlungen oder Gutachten. Sarah Bachmann: „Uns ist es einfach wichtig, in der Nähe unserer Kunden zu sein und sie in allen Situationen bestmöglich zu unterstützen“.

image

Alberina Karaxha und Martina Bettinger (Fotos: LBS/Sparkasse)

Was macht ein Interessentenbetreuer?

Alberina Karaxha und Martina Bettinger sind Interessentenbetreuerinnen im Saarpfalz- Kreis. Sie erzählen mit wenigen Worten, was ihre Aufgaben sind.

„Dein Projekt ist unser Projekt.“ Das ist unser grundsätzlicher Antritt in Richtung unserer Kunden. Viele junge Menschen – gerade im Saarland – wissen schon früh, dass sie in den nächsten Jahren ins Eigenheim möchten. Dabei brauchen sie Unterstützung. Angefangen bei der Planung ihres Wohntraums, der Suche, Finanzierung bis hin zur späteren Realisierung gibt es ganz viele Zwischenschritte. Insbesondere bei der Suche nach einer Immobilie können wir auf einen eigenen Bestand an Häusern und Wohnungen zugreifen und haben viele Kontakte zu Drittmaklern. Auch bei der Suche nach Handwerkern für anstehende Renovierungsmaßnahmen steht uns das A1-Netzwerk mit vielen Handwerkern und vielen guten Empfehlungen zur Seite, damit der Wohntraum unserer Kunden in Erfüllung gehen kann.

image

Logo: LBS

Beratungsbüro Homburg
#DeinHeimvorteil

Talstraße 7, 66424 Homburg
Telefon: 06841 - 100 20 50

Beratungsbüro St. Ingbert

Am Markt 3 – 5, 66386 St. Ingbert
Telefon: 06841 - 100 20 50
Servicezeiten: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr,
13.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Terminvereinbarungen zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr möglich

 

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Ig-Nobelpreise 2017: Alte Menschen haben große Ohren und Didgeridoos helfen gegen das Schnarchen

image

Diese Forscher konnten nachweisen, dass Didgeridoo-Spielen gegen Schnarchen und Schlafprobleme hilft. Foto: Michael Dwyer/AP/dpa-Bildfunk.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Wie das Fanradio des 1. FC Saarbrücken zum Kult wurde

image

Symbolfoto: Armin Weigel+++(c) dpa - Bildfunk+++

So entstand das Fanradio
Die Idee kam von Frank Strack und Frank Brach, die für den Internet-Sender RMN-Radio tätig waren. Nachdem ein Versuch bei Borussia Neunkirchen nicht den gewünschten Erfolg brachte, fand Strack im FCS und seinem damaligen Präsidenten Horst Hinschberger mehr Unterstützung.

Anekdoten aus der Anfangszeit
Neben Strack wurden in der Anfangszeit gestandene Radiomoderatoren für das Projekt begeistert. Beispielsweise Sandra Betrand von Radio Salü oder Christoph Tautz und Frank Falkenauer vom Saarländischen Rundfunk.

„Christoph und ich durften die Premiere kommentieren. Im Buchwegstadion gegen den FSV Mainz II. 90 Minuten am Stück live war auch für uns Neuland“, erzählt Falkenauer: „Einmal war ich mit Frank Strack auf einem Dorfsportplatz. Das Spiel war so langweilig, da habe ich angefangen, Kartoffelchips zu essen. Das gab heftige Reaktionen, dabei hatten wir nur Lust auf Chips.“

Fans für Fans
Schon damals zeichnete sich ein Wechsel ab. Die Radio-Profis zogen sich wegen anderer beruflicher Verpflichtungen mehr und mehr zurück. Auch die Zusammenarbeit mit RMN endete. Nun übernahm der Verein mit anderen Providern die Übertragung. Fans begannen, für Fans zu kommentieren. So wie Patrick Reitler.

„Meinen ersten Auftritt mit dem Headset auf dem Kopf hatte ich am 1. März 2008 bei der Partie Köllerbach gegen den FCS. Gerne erinnere ich mich an diesen 2:1-Sieg gegen die Köllerbacher“, sagt Reitler, der bei einem saarländischen Rundfunkanbieter arbeitet, dort aber nicht am Mikrofon tätig ist.

„Mit Grausen aber erinnere mich mich, wie peinlich es mir war, irgendwann ans Mikrofon zu dürfen und vor Aufregung nur ein paar unzusammenhängende Ähs und Öhs herauszustottern. Ich war froh, dass ich von den alten Hasen noch einiges lernen durfte, ehe ich plötzlich und unerwartet nach drei Monaten als ‚Showpraktikant‘ zum ‚Chefreporter‘ aufstieg.“ Es stießen Kai Zimmer und Sven Stiller dazu, später Frederic Graus sowie einige „Feuerwehrleute und Gastmoderatoren.“

Emotionen sind das Ziel
„Die Urväter und -mütter haben Radio-Journalismus betrieben auf hohem Niveau“, beschreibt Reitler den Unterschied, „wir versuchen mehr Emotionen zu vermitteln, trotz der wachsenden Routine bleiben wir Amateure und stehen dazu“.

Viele Fans des FCS-Fanradios kommen von außerhalb des Saarlandes. „Es ist einfach ein tolles Angebot an alle, die nicht zu einem Spiel kommen können. Auch meine Kinder, die ja bekanntlich nicht mehr hier wohnen, verfolgen jede Übertragung und fiebern voll mit“, erzählt der aktuelle FCS-Präsident Hartmut Ostermann: „Das Fanradio ist zu einem wichtigen Bestandteil unserer Fankultur geworden. Das wird der Verein auch in Zukunft unterstützen und fördern.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Patric Cordier).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Schlafsäcke für Obdachlose gesucht

image

Schlafsäcke werden in Saarbrücken benötigt. Symbolfoto: Paul Zinken/dpa-Bildfunk.

Langsam wird es Herbst und die Nächte werden wieder kälter. Trotzdem müssen in Saarbrücken viele Obdachlose im Freien übernachten. Sie werden von den Mitarbeitern der „Aufsuchenden Arbeit“ der Diakonie Saar betreut.

Unter dem Motto „Hingehen statt wegsehen“ suchen sie Menschen in schwierigen sozialen Lebenssituationen auf der Straße oder öffentlichen Plätzen auf. Sie bieten vor Ort Kontakt, Gespräche und Vermittlungshilfen an.

Damit die Obdachlosen nicht frieren, sucht die Wohnungslosenarbeit dringend gut erhaltene, warme Schlafsäcke. „Sie sind eine konkrete Hilfe, wenn der Bedürftige kein Übernachtungsangebot annehmen möchte. Andere haben einen Hund und finden deshalb keine Unterkunft“, erklärt Mitarbeiter Thomas Braun.

Auch warme Kleidung kann gespendet werden. Die Sachen können in der St. Johanner Börse in der Johannisstr. 4 in Saarbrücken abgegeben werden (täglich von 8 bis 14 Uhr).

Weitere Infos: Tel. (06 81) 389 83 30.

Mit Verwendung von SZ-Material.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Piratenpartei in Saarlouis fordert kostenloses „Bibliotheken-Netflix“

image

Symbolfoto: Nicolas Armer/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Filmfriend, das gibt es bisher nur in Berlin. Doch was verbirgt sich dahinter? Das Unternehmen ist ein Filmportal für Bibliotheken. Schließt sich also eine Bibliothek Filmfriend an, so können die Mitglieder vor Ort kostenlos Filme oder auch Serien schauen.

Holger Gier, Stadtratsmitglied der Piraten Saarlouis, sagt dazu: „Ein kostenloser Zugang zu Bildung und Wissen ist ein wichtiger Baustein für die soziale und gesellschaftliche Teilhabe aller. Mit dem Angebot Filmfriend erhalten die Bibliotheken-Nutzer ein breites Sortiment an Filmen und Serien und gleichzeitig eine Ergänzung beziehungsweise freie Alternative zu den Inhalten kommerzieller Plattformen wie Amazon Video oder Netflix."

Einen Aufpreis müsse man für den Dienst nicht zahlen, so Gier. Die einzige Voraussetzung sei ein gültiger Ausweis.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Rollerfahrer mit Drogen und Waffe unterwegs

image

Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich (dpa)

Der Polizei Lebach gingen in der Nacht zu Freitag (15. September 2017) zwei Männer ins Netz. Der Fahrer eines Rollers war laut Polizei mit einem Beifahrer auf der Düppenweiler Straße in Schmelz unterwegs, als er den Polizisten durch seine unsichere Fahrweise auffiel. 

Der Grund: Offenbar war der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. So konnten auch Haschisch und Tabletten bei ihm gefunden werden. Brisant: Er hatte außerdem ein Wurfmesser dabei. Auch beim Beifahrer konnten Drogen und ein Butterflymesser sichergestellt werden.

Gegen die zwei wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Bundespolizei hilft verzweifeltem jungen Neunkircher

image

Ein 32-Jähriger musste in Neunkirchen für sein Medikament betteln. Symbolfoto: Silas Stein/dpa-Bildfunk.

Ein verzweifelter junger Mann bettelt in der Halle des Neunkircher Hauptbahnhofs, weil er Geld für ein Medikament braucht. Der Sicherheitsdienst der Bahn greift ihn auf, weil Betteln auf dem Bahnhofsgelände verboten ist.

Der 32-Jährige hat nur seine Krankenversicherungskarte dabei, deshalb wird er ins Büro des Ermittlungsdienstes der Bundespolizei geführt, damit die Beamten seine Identität überprüfen können.

Keine große Sache für die Ermittler. Der Mann ist in Neunkirchen gemeldet und erhält das Hausverbot vom Sicherheitsdienst der Bahn gleich schriftlich in die Hand gedrückt. „Doch da fing für uns das Problem erst an“, berichtet Polizeihauptkommissar Markus Bruhn der SZ.

Mann braucht dringend sein Medikament
Der Mann berichtet, er brauche dringend Geld für Diazepam. Das starke Schlaf- und Beruhigungsmittel bekomme er im Rahmen einer Drogenentgiftungstherapie normalerweise von seiner Hausärztin verschrieben. Deren Vertretung habe ihm jedoch diesmal ein Privatrezept ausgestellt, für das er 11,40 Euro bezahlen müsse. Und diese Summe habe er jetzt erbetteln wollen. 70 Cent hatte er bereits zusammen.

Das Kuriose dabei, so Bruhn: Das Rezept war schon am 7. September in einer Neunkircher Apotheke eingelöst worden. Offenbar von einem Kumpel des Mannes, der ihm das Geld vorstrecken wollte. Der gab das Rezept aber dann ohne Medikament zurück. Vermutlich vertickte er das Diazepam selbst.

Arzt kommt zu Hilfe
Kein Geld, kein Rezept, kein Medikament - das war offenbar zu viel für den abhängigen Mann. „Er weinte, war abwechselnd verzweifelt und wütend. So konnten wir ihn nicht gehen lassen“, weiß Markus Bruhn.

Dann die Rettung: Ein Arzt der kassenärztlichen Bereitschaft kam tatsächlich in den Bahnhof, untersuchte den Mann und stellte ein Rezept für das Mittel aus. Die Polizeibeamten begleiteten ihn zur Apotheke, wo er sein Medikament auch gleich einnahm. „Der Mann war superglücklich, hat uns umarmt und sich überschwänglich bedankt“, erzählt Bruhn.

„Kein alltäglicher Vorfall"
Das sei doch ihr Job, meinte er noch. Das stimme ja auch, betont Polizeihauptkommissar Dieter Schwan im SZ-Gespräch. Der Pressesprecher der in Bexbach ansässigen Bundespolizei betont: „Das war sicher kein alltäglicher Vorfall, aber schließlich ist es unsere Aufgabe, Menschen zu helfen.“ Markus Bruhn ergänzt: „Wir behandeln jeden gleich, egal welche Vorgeschichte er hat.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Heike Jungmann).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein

Burnout im Job: Saarland trauriger Spitzenreiter

image

Stress ist immer häufiger Grund führ Fehlzeiten. Foto: Oliver Berg/dpa-Bildfunk.

Beruflicher Stress und private Sorgen machen immer mehr krank - vor allem im Saarland. Wie aus dem gestern vorgestellten „Fehlzeiten-Report“ der Krankenkasse AOK hervorgeht, sind in Deutschland immer mehr Arbeitnehmer wegen psychischer Probleme krankgeschrieben.

Während die Versicherten demnach im vergangenen Jahr bundesweit im Schnitt 2,8 Tage wegen psychischer Leiden fehlten, waren es im Saarland mit 3,4 Tagen deutlich mehr. Insgesamt fehlten Arbeitnehmer 2016 in Deutschland 19,4 Tage im Job, im Saarland 22,8 Tage.

Nirgendwo in Deutschland ist der Krankenstand höher als im Saarland: Er liegt mit 6,1 Prozent zwar leicht unter dem Vorjahreswert von 6,4, aber immer noch deutlich über dem konstant gebliebenen Bundesschnitt von 5,3 Prozent.

Immer mehr Fehltage wegen psychischer Probleme
„Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen sind in den letzten zehn Jahren konstant gestiegen“, teilte die Kasse in Berlin mit. Seit 2005 stieg die Zahl der Tage um fast 80 Prozent (Saarland: 62 Prozent). Die meisten Fehltage verursachen bundesweit aber Muskel- und Skelett-Erkrankungen, gefolgt von Atemwegserkrankungen.

Wegen immer mehr Arbeitsausfällen aufgrund psychischer Probleme
mahnte die AOK Unternehmen, ihr Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter in Lebenskrisen zu verbessern.

Mit Verwendung von SZ-Material (Frauke Scholl & Sebastian Vetter).

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein