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Maciej Spiczak

Wann kommen endlich die Saarland-Emojis?

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Ganz wichtig: Der Globus-Fleischkäse-Endstück-Emoji. Grafik: instagram.com/griefmaker

Abraham Lincoln und das (erste?) Emoji
Es ist der 7. August 1862.
In der New York Times erscheint ein Zeitungsartikel, in dem eine Rede des US-Präsidenten Lincoln wiedergegeben wird. Soweit also nichts Besonderes. 142 Jahre später, im Jahre 2004, machen Sprachwissenschaftler, Historiker und Informatiker in jenem Zeitungsartikel allerdings eine außergewöhnliche Entdeckung: „[...] being here yourselves, (applause and laughter ;) and I offer [...].“ 

Na, habt ihr's bemerkt? Vor der zweiten runden Klammer befindet sich ein Strichpunkt, auch Semikolon genannt. Heutzutage würden wir diese Zeichenkombination als zwinkerndes Gesicht „lesen“.  Bleibt also die Frage: War das Ganze im Jahr 1862 Druckfehler oder Absicht? Die Experten sind sich nicht sicher. 

Gewiss hingegen ist die Tatsache, dass Emojis, Smileys, Emoticons und Co. schon seit vielen Jahren nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken sind. Sei es aus dem Whatsapp-Chat, beim Tragen von Emoji-Shirts (was soll das eigentlich?) oder dem Emoji-Film (auch hier: Was soll das eigentlich?).

Ein kleiner Emoji-Stammbaum
So selbstverständlich wie wir die bunten Bildchen tagein tagaus auch benutzen: Emojis sind nicht gleich Emojis. Und Emoticons oder Smileys ebenso wenig. Doch wo sind da die Unterschiede?

Der „klassische“ Smiley besteht aus den Zeichen „Doppelpunkt“ sowie „runde Klammer“. 1982 hat Professor Scott E. Fahlman in einer Mail an seine Studenten vorgeschlagen, diese beiden Zeichen seitwärts zu lesen - um somit in einem Text Witz oder Ironie zu markieren. In diesem Augenblick war das erste Emoticon geboren.

Emoticons bestehen also aus Zeichen (Satz-, Sonderzeichen sowie Buchstaben) und repräsentieren damit einen bestimmten Gefühlszustand. Emojis hingegen gibt es erst seit den Neunziger Jahren. Im Gegensatz zu den Emoticons werden sie nicht als Zeichen, sondern bereits als fertige Grafiken (um genau zu sein Ideogramme, also Bildzeichen) dargestellt.

Was kam zuerst: Das Huhn- oder das Ei-Emoji?
Bevor wir uns nun den Saar-Emojis widmen, müsste noch eine Frage geklärt werden: Wer entscheidet eigentlich, dass Spiegelei-, Sportarten- und Schlangen-Emojis ins Smartphone kommen - Windhund, Wirsing oder Waschmaschine nicht?

Die Antwort: Das Unicode-Konsortiumin Kalifornien. Dabei handelt es sich um ein gemeinnütziges Gremium, das zum Teil aus Konzernen wie Microsoft oder Apple besteht. Das Konsortium entscheidet einmal im Jahr, was genau zum Emoji wird - und was nicht.

Die große Stunde der Saar-Emojis
Erst einmal die gute Nachricht: Jeder Nutzer kann neue Emojis beantragen. Das geht über dieses Formular. Neben Bezeichnung und Beispiel-Bild spielen allerdings viele Faktoren eine Rolle, die über eine Zulassung entscheiden. Dazu gehören unter anderem:

- Kompatibilität
mit bestehender Software, etwa WhatsApp oder Snapchat

- Multiple Bedeutungen
(das Hai-Emoji steht zum Beispiel nicht nur für das Tier, sondern auch für den Kredithai oder eine gierige Person)

- Erkennbarkeit des Bildzeichens
(Benutzer müssen klar erkennen können, was mit dem Emoji abgebildet werden soll)

Auf unsere Beispiele trifft das doch zu, oder?

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Diesen Wuchtbrummer habt ihr ja schon in der Vorschau gesehen.

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Ebenso essentiell: Die goldbraune Maggi-Würze.

Darüber hinaus wären natürlich noch folgenden Emojis wichtig: die Saarschleife, ein Ring Lyoner, Ur-Pils oder auch ein Schwenker. Und den können wir dann für den Schwenker im Weck sowie den Schwenkgrill verwenden. Geil, oder?

Das letzte Wort
Selbst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind: Eine Aufnahme durch das Unicode-Konsortium heißt noch lange nicht, dass die Emojis auch überall erscheinen. Letztendlich entscheiden die jeweiligen Software-Entwickler von iOS, Android und Co., wann und ob die neuen Bildzeichen überhaupt integriert werden. 

Wir fangen dann gleich mal an, unseren Saar-Emoji-Antrag an das Unicode-Konsortium zu verfassen. Und wenn der Antrag durch ist (das wird doch wohl klappen), müsste nur noch eine Kleinigkeit passen: Hoffentlich hat einer der Software-Entwickler uff da Grub geschafft.

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SaarVV-Fahrscheine zu teuer? Eltern, Bürgermeister und Landrat beschweren sich

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Symbolfoto: Becker&Bredel

„Wer darüber hinaus fährt, zahlt kräftig drauf“, sagte eine Mutter von zwei Schülern sichtlich sauer. In manchen Bundesländern wie in Nordrhein-Westfalen ist der Schülertransport sogar kostenlos. Und die Beschwerden der Eltern und Schüler häufen sich besonders in solchen Regionen, wo die Schüler auf dem Weg zur Schule mehrere Waben des Verkehrsbunds SaarVV durchfahren müssen.

Das Waben-Problem im Saarland
So sandten Eltern und Schüler aus Otzenhausen, die Schulen in Wadern besuchen, jüngst einen Hilferuf an die SZ. Die Monatskosten auf drei möglichen Busrouten zwischen Otzenhausen (Kreis St. Wendel) und Wadern betragen zwischen 63,80 Euro und 85,80 Euro. Gerade bei mehr als einem Kind wird das richtig teuer.

Daraufhin meldete sich St. Wendels Landrat Udo Recktenwald (CDU) mit der Forderung zu Wort, „über die Einführung landkreisübergreifender Schülertickets zu diskutieren“. Recktenwald will, dass das Schüler-Monats-Ticket für den Landkreis St. Wendel für 57,50 Euro künftig im ganzen Saarland gilt.

Der Grund, warum die Landräte und der Saarbrücker Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) bisher nicht über ihren Tellerrand hinausblicken können, ist die gesetzliche Struktur, die den Landkreis als Aufgabenträger für den Busverkehr nur in seinem Gebiet benennt.

ÖPNV im Bundesvergleich 
Wie desaströs die Bus- und Bahnverbindungen im Saarland sind, zeigt allein die Mitteilung aus dem Statistischen Landesamt: Demnach nutzten 2016 nur sieben Prozent der Erwerbstätigen im Saarland den ÖPNV auf dem Weg zur Arbeit. Bundesweit nutzten dagegen doppelt so viele Erwerbstätige 2016 Busse und Bahnen.

Auch Saar-Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) hat langsam die Tragweite des miserablen ÖPNV-Angebots für den Wirtschaftsstandort Saarland begriffen. Deshalb hat sie im Benehmen mit der Saarländischen Nahverkehrs-Service GmbH (SNS), die hinter dem SaarVV steckt, eine Gutachterin beauftragt, die dem Saarland den Weg in eine bessere ÖPNV-Zukunft weisen soll.

Wie das Verkehrsministerium der SZ mitteilte, werden am morgigen Dienstag erste Ergebnisse des Gutachtens hinter verschlossenen Türen des Ministeriums Vertretern der Landkreise, der SNS und der Landesregierung präsentiert.

Wolfgang Kerkhoff, Sprecher von Rehlinger, dämpfte allerdings gegenüber der Saarbrücker Zeitung zu große Erwartungen. „Konsequenzen aus dem Gutachten sind nicht über Nacht zu erwarten“, sagte er.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Diskutieren und austauschen in Zeiten von Corona: So funktioniert's!

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Foto: Villa Lessing

Um das Coronavirus dreht sich zur Zeit so ziemlich alles – angefangen beim Privatleben, wo jeder Einzelne sich seiner Verantwortung stellen und soziale Kontakte meiden soll. Und draußen in der Wirtschaft sieht's nicht anders aus: Kneipen, Restaurants und Veranstaltungs-Locations sind geschlossen – Ansammlungen von mehr als zwei Menschen untersagt. Doch auch wenn jeder sich angesichts frühlingshaften Wetters mit Sonnenschein und blauem Himmel am Riemen reißen muss, um nicht an fröhliche Grillabende, Picknicks oder einfach nur hitzige Diskussionen unter Freunden zu denken, ist es derzeit einfach besser, zuhause zu bleiben.

Live und in Farbe: Veranstaltungen online verfolgen

Zum Glück leben wir ja im digitalen Jahrtausend: Damit wir trotz Corona-Krise verantwortungsvoll handeln können, ohne auf geistige Nahrung, Unterhaltung und kulturellen Input verzichten zu müssen, werden viele Veranstaltungen – Konzerte, Lesungen, Fachgespräche und Diskussionen – ins Web verlagert und per Online-Event angeboten. Die Vorgehensweise ist einfach: Erreichbar sind die Angebote über einen vom Organisator bereitgestellten Link plus Passwort. Oder einfach via Facebook: Interessierte klicken sich zum angekündigten Termin auf die Seite des Veranstalters ein und können das Geschehen live und vom heimischen Sofa aus mitverfolgen.

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Foto von John Petalcurin/Pexels

Fachvortrag zum Thema Corona-Krise

So auch die Villa Lessing – Liberale Stiftung Saar in Saarbrücken: Hier finden das ganze Jahr über Veranstaltungen wie Tagungen, Seminare und Vorträge zu den Themen Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft im Saarland statt. Das Erfreuliche: Auch von Corona lässt man sich nicht in die Schranken weisen und stellt ab sofort auf unbestimmte Zeit alle Veranstaltungen als Online-Event zur Verfügung.

Die erste findet bereits am Donnerstag, 02. April statt - und trifft präzise den Nerv der Zeit:

MIT DER VILLA DURCH DIE ZEIT! Blick nach vorn: Fachgespräch zur finanziellen Hilfe für Unternehmen

Ab 19 Uhr diskutiert Volker Gemba, Wirtschaftsprüfer und Geschäftsführender Gesellschafter der W+ST Revision GmbH mit Wirtschaftsjournalist Lothar Warscheid.

Ihr wollt live dabei sein? Dann klickt Euch am Donnerstag, 2. April 2020 um 19:00 Uhr auf der Facebook Seite der Villa Lessing rein: >> hier geht es zur Facebook-Seite der Villa Lessing und im Anschluss auf der Homepage der Villa.

Diskussion erwünscht!

Das Thema ist brandheiß - und wir möchten mit Euch ins Gespräch kommen. Unsere Experten beantworten deshalb gerne Fragen. Diese können vorab oder während der Sendezeit an veranstaltungen@villa-lessing.de oder auf Facebook direkt gestellt werden.

Freut Euch übrigens auf weitere interessante Online-Veranstaltungen am 7.4, 9.4 , 16.4  und 23.04!

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Foto: Villa Lessing

KONTAKT:

Villa Lessing Lessingstraße 10
66121 Saarbrücken
Telefon: (0681) 967080
Internet: www.villa-lessing.de
E-Mail: info@villa-lessing.de

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Kalifornische Rockband bleibt mit Tourbus liegen - Taxifahrer lädt sie zum Übernachten ein

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Ein Taxiunternehmer hat einer in der Südwestpfalz gestrandeten kalifornischen Rockband in der Nacht zum Samstag (7. Oktober 2017) Unterschlupf gewährt. Die Musiker waren mit ihrem Kleinbus auf einer Bundesstraße liegen geblieben, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer des gerufenen Taxis fand für die sieben Erwachsenen, die mit zwei kleinen Kindern unterwegs waren, kein Hotel - und nahm sie deswegen einfach mit nach Hause.

„Was sollte ich denn machen? Ich konnte die ja nicht einfach stehen lassen“, sagte Stefan Traxel, Chef eines Dahner Taxiunternehmens, der Deutschen Presse-Agentur.

Band war von Rom nach England unterwegs
Die Polizei habe ihn um 1 Uhr an die Pannenstelle gerufen. Er habe es dann telefonisch bei sechs oder sieben Hotels probiert. „Aber alle waren sie ausgebucht. Oder sie sind gar nicht erst ans Telefon gegangen“, sagte Traxel. Da habe er die fünf Männer und zwei Frauen sowie die beiden Kinder im Alter von drei und vier Jahren zu sich genommen.

An den Namen der Band könne sich Traxel nicht mehr genau erinnern. Er wisse aber, dass die jungen Musiker aus Kalifornien kommen, zwei Monate lang durch Europa touren und gerade auf dem Weg von Rom nach England waren, als ihr Kleinbus auf der B10 liegenblieb. Den Bus hatte ihnen nach eigener Aussage ein rumänischer Pfarrer geschenkt.

Mit Verwendung von SZ-Material und dpa.

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Paketbote in St. Wendel mit Schrottkarre unterwegs

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk.

Das Fahrzeug eines Paketzustellers ist einer Streife der Polizei St. Wendel am Freitag (6. Oktober 2017) gegen 17 Uhr aufgefallen. Grund: der desolate Zustand.

An dem Fahrzeug waren die Profile der Vorderreifen völlig abgefahren und die Windschutzscheibe gerissen, so die Polizei. Zudem war die Stoßstange derart stark beschädigt, dass die Gefahr bestand, dass sie jeden Augenblick abfallen könnte.

Die Weiterfahrt wurde untersagt, das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Fahrer und Halter müssen nun mit Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten rechnen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Melanie Mai).

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Diese Biere werden 2018 teurer

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Mehrere große Brauer wollen 2018 Preiserhöhungen bei Flaschenbier durchsetzen. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presseagentur unter Bierherstellern ergeben.

Krombacher
Der Pils-Marktführer Krombacher verschob im Sommer noch eine Preisanhebung, will die Sache jetzt aber doch angehen. „Ja, in der Tat werden wir die Preiserhöhung aktuell zum 1. März 2018 durchführen“, teilte ein Krombacher-Sprecher mit. 

Radeberger
Der deutsche Biermarktführer, die Oetker-Tochter Radeberger Gruppe, will auch 2018 an der Preisschraube drehen. Zum 1. Februar 2018 sei eine Preisanpassung für Teile des Flaschenbiersortiments und bei Fünf-Liter-Partyfässern geplant, einschließlich der Importmarken Guinness und Kilkenny.

„Hierbei handelt es sich um die Marken Radeberger Pilsner, Jever, Berliner Kindl, Berliner Bürgerbräu, Ur-Krostitzer, Stuttgarter Hofbräu, Altenmünster Brauer Bier sowie Allgäuer Büble Bier“, hieß es. Das Fassbiersortiment und alle anderen Dosengebinde der Radeberger Gruppe seien von den Preisanpassungen nicht betroffen.

Bitburger
Die Bitburger Braugruppe will in Teilbereichen an der Preisschraube drehen. „Die Bitburger Braugruppe passt zum 15. Januar 2018 über alle Marken hinweg die Preise für die Kastengebinde ausgewählter Sorten an. Damit setzt das Unternehmen die Strategie der nachhaltigen Sicherung der Werthaltigkeit seiner Marken konsequent fort“, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe, Axel Dahm.

Der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels geht davon aus, dass höhere Abgabepreise Auswirkungen auf die Endverbraucherpreise haben werden. Das sagte der Geschäftsführende Vorstand Günther Guder. Die Getränkehändler könnten gestiegene Einkaufspreise nicht auffangen.

Veltins und Karlsberg
Die Privatbrauerei Veltins will noch im Oktober entscheiden, ob sie ihre Abgabepreise ausschließlich für Flaschenbier zu einem Termin im neuen Jahr anheben wird. Im August hatte die Homburger Karls­berg-Brauerei eine Preiserhöhung für den Handel im zweiten Halbjahr 2017 angekündigt. Begründet wurde dies mit gestiegenen Kosten.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Günther Oettinger lästert übers Saarland - So reagiert unsere Landesregierung

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EU-Kommissar Günther Oettinger hat über das Saarland gelästert. Foto: Foto: Julien Warnand/EPA/dpa-Bildfunk.

Vor Jahren schon hatte CSU-Chef Horst Seehofer über die Kleinheit des Saarlandes gelästert. Wenn man hier ein Fahrrad leihe, tauche irgendwann die Frage auf: „Was machen wir nachmittags?“ 

Jetzt hat EU-Kommissar Günther Oettinger nachgelegt. Weil das Saarland im März eine Sitzung der Ministerpräsidentenkonferenz in Brüssel/Belgien abhält, kam er zu dem Schluss, dass es „nicht genügend freie Säle im Saarland gibt“.

So kontert die saarländische Landesregierung
Alles Quatsch, hieß es jetzt von der Landesregierung. Das Treffen finde in Brüssel statt, um „die Bedeutung Europas klar zu machen“. Ein Raumproblem gebe es nicht. „Wir laden ihn gerne ein und zeigen ihm das schönste Bundesland der Welt“, sagte ein Sprecher über die verbale Spitze Oettingers.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Mehrfach überschlagen: 24-jähriger Oberthaler sturzbetrunken am Steuer

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So sah die Unfallstelle aus. Foto: Dirk Schäfer / Dirk Schäfer / Feuerwehr

Das ist passiert
Mit seinem Auto hat sich in der Nacht auf Sonntag (8. Oktober) ein 24-Jähriger aus der Gemeinde Oberthal mehrfach überschlagen. Ein Taxifahrer hatte den Unfall auf der Landstraße 133 zwischen Winterbach und Bliesen bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert.

Der Golf war auf dem Dach im Straßengraben liegen geblieben. Die St. Wendeler Polizei geht davon aus, dass der Wagen viel zu schnell war und der Fahrer die Straßen- und Witterungsverhältnisse missachtete.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte hatte sich der Fahrer bereits aus seinem Wagen befreit. Da es vor Ort widersprüchliche Meldungen über die Anzahl der im Wagen befindlichen Personen gab, suchte die Feuerwehr die Umgebung auf eventuell weitere Verletzte ab. Dabei wurde niemand gefunden. Der junge Fahrer wurde mit dem Rettungswagen in die Klinik nach Homburg gebracht.

Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei fest, dass der Fahrer Alkohol getrunken hatte. Zudem waren die Reifenprofile an dem Unfallfahrzeug kaum erkennbar, so die Polizei. Der Führerschein wurde einbehalten und eine Blutprobe entnommen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Melanie Mai).

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Saar-Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer macht SPD für AfD-Erfolg mitverantwortlich

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Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht am 08.10.2017 in Dresden (Sachsen) zum Abschluss des Deutschlandtages der Jungen Union. Foto: dpa-Bildfunk / Monika Skolimowska

Die Vorwürfe
Die AfD hätte von der Angst vieler Menschen profitiert, dass sie wegen der Flüchtlinge auf etwas verzichten müssten. „Es waren die Linken und es war die SPD, die diesen Wind gesät und die diesen Sturm für ganz Deutschland mitgeerntet haben“, sagte sie gestern beim „Deutschlandtag“ der Jungen Union in Dresden.

Kramp-Karrenbauer kritisierte zudem die am Wochenende von Parteichef Martin Schulz nochmals bekräftigte Entscheidung der SPD für die Oppositionsrolle. „Die Sozialdemokraten fühlen sich nur wohl, wenn sie zuerst an die Partei und dann an das Land denken.“ Die SPD werde deshalb nie geeignet sein, das Land zu führen.

Den Sozialdemokraten im Bundestag warf sie ein „Rennen um die populistische Opposition“ gegen Linke und AfD vor. Sie würde sich nicht wundern, wenn der ehemalige Parteichef Willy Brandtvor lauter Scham auf die Sozialdemokraten im Grab rotieren“ würde.

Die Verteidigung
Derweil verteidigte Kramp-Karrenbauer das Recht auf Asyl. „Ein Einwanderungsgesetz alleine wird nicht dazu führen und wird vor allen Dingen keine Gewähr sein dafür, dass wir keine humanitäre Zuwanderung haben“, sagte sie. Man stehe zum Grundgesetz, auch habe sich Deutschland der Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet.

Genau dieses Thema stand gestern im Zentrum eines Krisentreffens von Kanzlerin Angela Merkel mit Spitzenvertretern von CDU und CSU. Laut Teilnehmerkreisen verständigte sich die Runde auf eine Höchstgrenze von 200 000 Flüchtlingen pro Jahr.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Christiane Blatt (SPD) wird neue Oberbürgermeisterin von Völklingen

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Ab Juni 2018 Oberbürgermeisterin von Völklingen: Christiane Blatt (SPD).

Christiane Blatt (SPD) wird im Juni 2018 Nachfolgerin von Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) im Völklinger Rathaus. Am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr stand nach einem Auszählungs-Krimi das Ergebnis der Stichwahl fest: Exakt 51,09 Prozent der Wähler hatten für Christiane Blatt, 48,91 Prozent für Mitbewerber Stephan Tautz (parteilos) gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag diesmal mit 12.514 abgegebenen gültigen Stimmen bei nur 42,2 Prozent.

Amtsinhaber Lorig hört freiwillig auf
Christiane Blatt (51), gelernte Kauffrau, Völklinger Landtagsabgeordnete und Ludweiler Ortsvorsteherin, hatte anfangs noch mit ihrer Kandidatur gezögert. Die SPD war kalt erwischt worden, als Amtsinhaber Lorig (65), eigentlich noch bis September 2019 gewählt, Mitte Mai überraschend bekanntgab, zum 31. Mai 2018 freiwillig auszuscheiden.

Völklingen dürfe kein Vorort von Saarbrücken werden
Anschließend hatte sich Blatt, die auch SPD-Parteichefin in Völklingen ist, aber engagiert in den Wahlkampf gestürzt. Sie werde die Stadt wieder auf die Beine stellen, verkündete sie. Völklingen dürfe kein Vorort von Saarbrücken werden. Am Wahlabend bezeichnete sie nun als ihre erste Aufgabe, „mit den Rathaus-Mitarbeitern Gespräche zu führen, damit sie wissen, wie die Chefin tickt“.

Der Kaufmann Stephan Tautz (58) aus Wehrden, bisher politisch nicht engagiert, war als absoluter Überraschungskandidat angetreten. Mit solch einem Ergebnis habe er nicht gerechnet, bekannte Tautz. „Mir haben nur 125 Stimmen gefehlt.“

Mit Verwendung von SZ-Material (Bernhard Geber).

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dpa

GOLD: Saarbrückerin Pauline Schäfer holt WM-Titel am Schwebebalken

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Zum ersten Mal gewann mit Pauline Schäfer eine Deutsche WM-Gold am Schwebebalken. Foto: Paul Chiasson/The Canadian Press/dpa-Bildfunk.

Pauline Schäfer hat am Sonntag in Montreal/Kanada am Schwebebalken die erste Goldmedaille für Athletinnen des Deutschen Turner-Bundes in der Geschichte von Weltmeisterschaften erkämpft. Die gebürtige Saarbrückerin kam nach glänzender Darbietung vor 10.000 Zuschauern im ausverkauften Olympic Stadium auf 13,533 Punkte.

Schäfer, die in Chemnitz/Sachsen wohnt und trainiert, musste als Erste ans Gerät und überzeugte mit Perfektion ihrer Übungen. Nachdem sie ihre Schwierigkeit noch einmal um zwei Zehntel aufgestockt hatte, durfte sie sich über eine höhere Wertung als in de Qualifikation freuen. Sie hatte vor zwei Jahren in Glasgow WM-Bronze am einstigen Zittergerät der Deutschen gewonnen. 

Auch Tabea Alt gewinnt Medaille
„Endlich mal ein Erfolgserlebnis", hatte Schäfer schon beim Einzug in das Finale erzählt, einen Gedanken an Gold hatte sie da nicht verschwenden können.

Die nach Bestwerten im Vorkampf und im Mehrkampf-Finale favorisierte Tabea Alt aus Ludwigsburg/Baden-Württemberg leistete sich kleinere Wackler, freute sich am Ende riesig über WM-Bronze (13,300).

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Schäfer überzeugte mit Perfektion. Foto: Paul Chiasson/The Canadian Press/dpa-Bildfunk.

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