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L142 zwischen Saarwellingen und Hoxberg Unfallstelle geräumt (13.11.2019, 22:19)

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Der Fall Kevin Spacey - ein mehr als fragwürdiges Coming Out

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Kevin Spacey. Foto: dpa-Bildfunk / Matthias Balk

Eigentlich ist ein Coming Out ein Befreiungsschlag. Aber als Schauspieler Kevin Spacey sich am Montag outete, hagelte es Kritik.

Die Hintergründe
Angefangen hatte alles mit Vorwürfen des Schauspielerkollegen Anthony Rapp, bekannt etwa aus „A Beautiful Mind“ und „Star Trek: Discovery“. Der hatte den „House of Cards“-Darsteller beschuldigt, ihn 1986 nach einer Party in seinem Apartment in New York auf sein Bett gelegt zu haben und auf ihn gestiegen zu sein.

Es war der Vorwurf eines sexuellen Übergriffs, dazu aber noch auf einen Minderjährigen. Er sei damals erst 14, Spacey dagegen 26 Jahre alt gewesen, sagte Rapp der Website „Buzzfeed“.

Weitere Vorwürfe
Auch der mexikanische Schauspieler Roberto Cavazos erhebt schwere Vorwürfe gegen Spacey. Während dessen Zeit als künstlerischer Direktor des Londoner Old Vic The­atre­ habe es unzählige Übergriffe gegeben. „Es brauchte wohl nur einen jungen Mann unter 30, und Herr Spacey fühlte sich frei, uns anzufassen“, schrieb der 35-jährige Cavazos am Montag auf Facebook.

Zu dem Vorwurf des Schauspielers Rapp hat Spacey derweil Stellung genommen. Er stufte den mutmaßlichen Übergriff zwar als „zutiefst unangemessenes“ und als „betrunkenes Verhalten“ ein. An den Vorfall selbst könne er sich jedoch gar nicht erinnern.

Dass der 58-jährige Spacey ausgerechnet diesen Moment nutzte, um sich als schwul zu outen, brachte das Fass für einige zum Überlaufen. Kritikern zufolge wirkte es wie eine gezielte Taktik, um vom Thema abzulenken.

Netflix zieht den Schlussstrich
Was auch immer Spacey antrieb: Nur rund zwölf Stunden nach seinem Statement folgte ein Paukenschlag aus Los Gatos, Firmensitz des Streaming-Anbieters Netflix. Dessen preisgekrönte Dramaserie „House of Cards“, in der Spacey den skrupellosen Präsidenten Frank Underwood spielt, werde 2018 auslaufen, berichteten US-Medien unter Berufung auf eine Netflix-Sprecherin.

Zwar hieß es, der Entschluss sei vor Monaten gefallen. Dennoch entstand der Eindruck, Netflix habe direkt auf die Übergriffsvorwürfe reagiert und deshalb bei der erfolgreichen Serie den Stecker gezogen.

Mit Verwendung von SZ- und dpa-Material.

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Darum lohnt sich das Bäckerhandwerk im Saarland auch noch heute

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Bäckermeister Karl Weilhammer (82) in seiner Wohnung in Güdingen. Foto: Becker&Bredel

Karl Weilhammer aus Saarbrücken erinnert sich an eine Landeshauptstadt mit 220 selbstständigen Bäckereien. Das war während des Krieges, heute gibt es vielleicht ebenso viele Brotverkaufsstellen, aber die Zahl der selbstständigen Handwerker ist massiv geschrumpft.

Die Auszeichnung
Weilhammer
, den die Handwerkskammer des Saarlandes kürzlich mit dem Diamanteten Meisterbrief für 60 Jahre als Meister ehrte, hat den Niedergang vieler Bäckereien miterlebt. Als Berater der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stuttgart hat er sogar in Baden-Württemberg lange Jahre Betriebe besucht und versucht, diesen wichtige Tipps zu geben. „Den Trend konnte man dennoch nicht aufhalten“, sagt Weilhammer.

Der Bäcker- und Konditormeister hatte in der Saarbrücker Talstraße von 1940 bis 1999 einen eigenen Betrieb und unterhielt zwei Cafés in der Eisenbahnstraße und der Lebacher Straße. In allen Berufsjahren habe er ausgebildet, berichtet Weilhammer.

Das Handwerk
Er erinnert sich an keinen Auszubildenden, der in der näheren Umgebung einen Betrieb eröffnet habe. „Auch ein Bäcker hat ein Recht auf fairen Lohn und Freizeit. Das ist schwierig, wenn ein Brötchen vom Handwerker doppelt so viel kostet, wie eine Fertigbackmischung aus der Fabrik, die in irgendeinem Laden nur aufgebacken werden muss. Die Verbraucher müssen ihrem Handwerks-Bäcker die Treue halten, anders geht es nicht“, sagt er heute.

Zwei seiner Söhne sind auch Bäcker geworden. Einer betreibe das Cafe in der Alten Feuerwache, der andere eine Brezelbäckerei in Güdingen. „Natürlich erinnern wir uns, dass die Oberbürgermeisterin irgendwann die Verkaufswagen in der Bahnhofstraße als unschön für das Stadtbild empfand und die Konzessionen einzog. Da konnten wir die Daarler Brezel nicht mehr wie gewohnt verkaufen und mussten den Betrieb umstellen.“ Doch die Krise sei gemeistert worden.

Lohnt sich das Handwerk auch heute noch?
Heute beliefere man Schulen, Kantinen und andere größere Abnehmer. Weilhammer würde auch heute noch Bäcker werden. Als Kind half er in der elterlichen Backstube, machte zwei Ausbildungen und bereute es nach eigenen Worten nie. „Das Bäckerhandwerk lohnt sich auch heute noch“, ist er sicher.

Wer gute Produkte habe, könne die Kunden an sich binden, auch wenn die Industrieware billiger sei. In seinem eigenen Berufsleben sei ihm das stets gelungen. Heute verbringt er seine Zeit mit Lesen und Reisen. Nächstes Ziel: die USA. Ob er dort Brot vom Bäckermeister bekommt, ist zumindest zweifelhaft.

Mit Verwendung von SZ-Material (Frank Bredel).

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Winterträume Überherrn – Weihnachtszauber auf dem Linslerhof

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Foto: Veranstalter

Die Winterträume Messe zeigt vom 25. bis 27. Oktober die neuesten Trends der bevorstehenden Saison und lädt zum vorweihnachtlichen Bummeln vor der verzaubernden Kulisse des Linslerhofs in Überherrn ein.

An drei Tagen präsentieren rund 90 ausgesuchte Aussteller Wohnaccessoires, alles für Feinschmecker, Blumen und weihnachtliche Floristik, Bastelei und Kreatives, Neues aus Kunst und Kultur, Kleidung, Beauty- und Wellnessprodukte sowie Schönes für Kinder. Neben inspirierenden und ansprechenden Verkaufsständen, werden die Besucher mit einem besonderen Rahmenprogramm und Live-Musik unterhalten – ein Erlebnisausflug für die ganze Familie!

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Foto: Veranstalter

Neu 2019: Lichterfestival

Das gesamte Messegelände wird mit kunstvollen und atemberaubenden Lichtinstallationen in Szene gesetzt. Neben den bereits spielerisch beleuchteten Zelten, gehören auch die Wege, Bäume und Gebäude zum herrlichen Lichtermeer.

Der verzaubernde Treffpunkt

Die Messe wird mit einem feierlichen Countdown eingeläutet. Ab dem 15.10. können Besucher der Winterträume-Webseite jeden Tag ganz besondere Preise von den Ausstellern im Überraschungskalender gewinnen.

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Foto: Veranstalter

Mehr Informationen zur Teilnahme und den Preisen gibt es unter www.wintertraeume.com/ueberherrn.

Messe Winterträume

• Linslerhof in 66802 Überherrn
• 25. – 27. Oktober, Freitag von 11 bis 21 Uhr, Samstag von 11 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 19 Uhr
• Online-Ticket 8,- €, Tageskasse 9,- €
• Kostenloser Parkplatz

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Foto: Veranstalter

Adresse und Anreise

Linslerhof
Linslerhof 1
66802 Überherrn

Mit dem Auto:
Von Saarbrücken kommend, fahren Sie in Richtung Saarlouis auf der A620 und nehmen die Ausfahrt (4) Lisdorf/Ensdorf/Überherrn. Danach nehmen Sie die 2. Ausfahrt nach etwa 300 m in Richtung Überherrn (B 269). Folgen Sie der Beschilderung und schon sind Sie auf dem Linslerhof.

Aus Richtung Luxemburg kommend, fahren Sie auf der A8/A620. Sie nehmen die Ausfahrt (4) Lisdorf/Überherrn/St. Avold und fahren geradeaus über den Kreisverkehr Richtung St. Avold/Überherrn/Häsfeld/Linslerhof. Folgen Sie der Beschilderung und schon sind Sie auf dem Linslerhof.

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Foto: Veranstalter

Von der A1 aus Richtung Norden kommend, fahren Sie am Autobahnkreuz Saarbrücken auf die A8 in Richtung Saarlouis/Saarbrücken und wechseln später am Autobahndreieck Saarlouis auf die A620 km in Richtung Saarlouis/Saarbrücken.
Bei der Ausfahrt Lisdorf/Überherrn/St. Avold verlassen Sie die Autobahn und fahren geradeaus über den Kreisverkehr Richtung St. Avold/Überherrn/Häsfeld/Linslerhof.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Es besteht keine Möglichkeit das Messegelände mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

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Warum die Halde Lydia zu den magischen Orten des Saarlandes gehört

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Die Bergehalde Lydia in der Abendsonne. Foto: Robby Lorenz

Die Lage
Auf der Ostseite die wenig stille Autobahn, Dudweiler, Hochhäuser. Am Westfuß der Halde die Grube Camphausen – aus deren Stollen der Lydia-Halden-Abraum stammt. Die Eisenbahn im Fischbachtal, das Netzbachtal. Im Norden die Grube Göttelborn nebst Kraftwerk. Im Westen: der Saarkohlenwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet im Saarland.

Erneuerung
Bis 2003 ist ihr Zustand erbärmlich. Im Nordwesten steht sie auf einem alten Absinkweiher, droht auf dem schwammigen Gelände über die Bahngleise zu rutschen. Haldenbrände im Innern lassen Lydia dampfen. Dann beginnt ihre Schönheits-OP.

Bagger bewegen 400 000 Kubikmeter Bergematerial von oben nach unten. Planierraupen ebnen den neuen Belag ein. Walzen verdichten ihn. Terrassen, neue Wege, Sand wird ins Innere geblasen, um die Brände zu ersticken. Knapp zwei Millionen Euro kostet die OP. 2006 ist Lydia wieder soweit, Gäste zu empfangen.

Erwachsen ist sie geworden, thront auf dem Bergzug Grühlingshöhe und verschlingt eine Fläche von circa 66 Hektar. Das entspricht etwa 100 Fußballfeldern. Lydia überragt das Relief um 60 bis 120 Meter. Ihr höchster Punkt liegt 360 Meter über dem Meer.

Zwei Aufstiege gibt es. Einen kurzen auf der Autobahnseite über die grüne Haldenflanke. Auf der Waldseite ist der Aufstieg über die kahle Haldenseite beschwerlicher. Auf dem zwölf Hektar großen Haldenplateau angekommen, wirkt Lydia gar ein wenig entrückt. Was sie auch soll.

#haldelydia #trailrunning #sunset

Ein Beitrag geteilt von Alexander (@hasenstall1510) am

Das Lydia-Plateau
Zumindest waren das Unerwartbare und Mystische Leitmotive für Jörg Gimmler und Harald Hullmann. Die beiden haben 2005 das Lydia-Plateau gestaltet. Ohne eine „Pseudo-Natur“ entstehen lassen zu wollen, wie sie sagen. Sie setzen nur dezente Eingriffe. Die Schutthaufen an den Rändern lassen sie einfach liegen. Es sind die letzten Lkw-Ladungen Bergeabraum.

Hullmann und Gimmler pflanzen darauf ein paar Bäume und nennen die Landschaft „Jardin mystique“, mystischer Garten. In der Mitte des Plateaus legen die Landschaftsplaner drei Senken an, verfüllen sie mit einer Lehmschicht. Wasser kann nicht mehr versickern.

Die kleinen Teiche taufen sie „Himmelsspiegel“. Tatsächlich fordert dieser Ort zum Innehalten auf. Zum Widerspiegeln. Zur Neu-Orientierung. Zum Einordnen. Nicht nur die Mondlandschaft fordert dies vom Besucher ab. Auch die Stille an diesem schwarzen Strand, dessen Meer im Westen der grüne Wald ist. Und im Osten die wuselige Zivilisation.

Fossilien kann der Besucher auf der Halde suchen – und vielleicht die Antwort auf die Frage, warum die Lydia Lydia heißt. Das kommt so: 1924 nennt die Grubenverwaltung einen Wetterschacht der Grube in Lydia-Schacht um. Weil die Frau des damals zuständigen Grubendirektors so heißt. Den Schacht gibt es heute nicht mehr. Die Lydia steht drauf. Und schließt jeden ins Herz, der einen Sinn fürs Unerwartbare hat. Außer er will auf ihr einen Schießstand bauen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Michael Kipp).

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Kommt der Luchs ins Saarland zurück?

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Symbolfoto: Pixabay (CC0-Lizenz)

Seit mehr als fünf Jahren ist das Saarland auf den Luchs vorbereitet, doch bislang hat sich noch keines der Tiere dort wieder angesiedelt. Das Umweltministerium sieht in einer möglichen Rückkehr des Luchses in einer dicht besiedelten Landschaft „eine große Herausforderung“. Der Luchs-Managementplan soll „eine mögliche Rückkehr angemessen begleiten.“

Bei den Nachbarn im Pfälzerwald wurden seit Juli 2016 sieben Tiere von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz freigelassen. Im Mai wurden die ersten beiden Jungen geboren.

Luchse im Saarland?
Die Vermutung, einzelne Luchse könnten die Landesgrenze überschreiten, hat sich bislang nicht bewahrheitet. Nur einer von ihnen, „Arcos“, sei im April in Höhe Bliesbrücken „ein Stückchen durchs Saarland gelaufen“, berichtete der Vorsitzende vom Luchs-Projekt Pfälzerwald/Vosges du Nord, Karl-Heinz Klein.

Anders als „Cyril“, der Anfang Juni den Rhein und damit die Landesgrenze nach Baden-Württemberg überschritt. Weil es dort für das Männchen keinerlei Aussicht auf ein Weibchen gab, wurde er vom Projektteam der Stiftung eingefangen und wieder im Pfälzerwald freigelassen. „Dort ist er jetzt am Standort geblieben“, sagte Klein.

Eine Aussetzung im Saarland wäre allerdings kontraproduktiv, sagte der Vereinsvorsitzende. „Man sollte lieber warten, bis sich der Populationsdruck in der Kernregion Pfälzerwald soweit aufgebaut hat, dass ein Abwanderungsdruck entsteht.“

Das sagen die Jäger dazu
Auch bei der Landesjägerschaft steht man dem Thema offen gegenüber: „Die saarländischen Jäger haben kein Problem mit dem Luchs“, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, Johannes Schorr. „Der Luchs wird sich Lebensräume im Saarland suchen, die ihm zusagen. Das sind die Flächen, in denen relativ wenig Menschen in unserem dicht besiedelten Bundesland leben und relativ geschlossener Wald da ist.“

Karl-Heinz Klein hofft, dass die Population der Luchse weiter wächst und das Verständnis bei der Bevölkerung groß bleibt.

Mit Verwendung von SZ-Material (Katja Sponholz).

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Was wird aus dem Pingussonbau in Saarbrücken?

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Das „schmale Handtuch“ sah schon mal besser aus. Es bröckelt sichtlich an der Fassade des Baus. Foto: Oliver Schwambach

Wer in diesen Wochen an Georges-Henri Pingussons ehemaliger Französischer Botschaft, später jahrzehntelang Sitz des Kultusministeriums, vorbeifährt, dem drängt sich beim Blick auf die immer mehr verrottende Betonfassade des denkmalgeschützten Bauwerks mittlerweile die Frage auf, ob durch anhaltendes Nichtstun sein Ruin herbeigeführt werden soll.

Die Hintergründe
Seit April 2014 steht das „Schmale Handtuch“ leer, fast ebenso lang schon werden nun schon „Sachverhaltsermittlungen“ durchgeführt und unterschiedliche Sanierungsvarianten durchgespielt. Dreieinhalb Jahre „ergebnisoffene Planung“?

Nach Lage der Dinge geht es – diese Vermutung kann man inzwischen gewinnen – in erster Linie darum, Zeit zu gewinnen. Weil sich das Land die unbestätigten Gerüchten zufolge 30 Millionen Euro teure Ertüchtigung des Gebäudes unter anderem derzeit nicht leisten kann.

Die Möglichkeiten
Drei Varianten, wie es weitergeht, stehen im Raum. Erstens: eine bloß konservierende Minimalsanierung, um den weiteren Verfall zu stoppen. Zweitens: Eine umfassendes In-Wert-setzen des gesamten Gebäudekomplexes in Würdigung seiner herausragenden Bedeutung als architektonische wie auch regionalhistorische Landmarke. Drittens: Ein Abriss oder Verkauf der Immobilie an einen Investor.

Mit Verwendung von SZ-Material (Christoph Schreiner).

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15-Jährige in St. Wendel mit Glasflasche bewusstlos geschlagen

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk / Lukas Schulze

Wie die Polizei berichtet, wartete das Mädchen gegen 22 Uhr nach einem Besuch der St. Wendeler Kirmes am Irish Pub. Dort wollte sie sich wie vereinbart abholen lassen.

Bei Anzeigenerstattung war ihr noch eine Person in Erinnerung, die stark schwankend aus Richtung Kirmes kam. Die 15-Jährige ging dieser schwankenden Gestalt aus dem Weg, drehte ihr jedoch den Rücken zu. Plötzlich spürte sie einen starken Schlag auf den Hinterkopf. Nach kurzer Bewusstlosigkeit wachte sie inmitten von Glasscherben wieder auf.

Bei dem Unbekannten soll es sich um einen Mann im Alter zwischen 30 und 35 Jahren gehandelt haben. Er soll etwa 175 bis 180 cm groß und von kräftiger Statur sein.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise bitte an folgende Telefonnummer: 06851/898 0.

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Saarlouiser Oberbürgermeister Roland Henz verstorben

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Roland Henz, aufgenommen im Jahr 2007. Foto: Becker&Bredel

Saarlouis trauert. Roland Henz, seit 1. März 2005 Oberbürgermeister der Stadt, ist gestern Abend gestorben. Er hat den Kampf gegen seine lange Erkrankung im Alter von 67 Jahren verloren.

Er wurde am 12. Dezember 1949 in Nalbach geboren. Dort absolvierte er die Schule bis zum Hauptschulabschluss und danach das Berufsbildungszentrum Mügelsberg in Saarbrücken. Als gelernter Offsetdrucker kam er 1973 zu Saarstahl, wo er ab 1986 Ausbilder in der anerkannten Werkstätte für Menschen mit Behinderung war. Er engagierte sich stark in der Arbeitnehmervertretung bei Saarstahl.

Seit 1972 gehörte er der SPD an. 2005 wurde er zum Oberbürgermeister von Saarlouis gewählt und 2012 im Amt bestätigt.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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17-Jähriger in Saarbrücken betrunken und ohne Führerschein im Auto unterwegs

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk / Patrick Seeger

Wie die Polizei in Saarbrücken-Burbach mitteilte, wurden Beamte in der St. Johanner Straße in Saarbrücken auf einen weißen Renault Kangoo aufmerksam, der unbeleuchtet, mit überhöhter Geschwindigkeit und in unsicherer Fahrweise in Richtung Saarbrücken-Burbach fuhr.

Nachdem der Fahrzeugführer auf alle Anhaltesignale des verfolgenden Streifenwagens nicht reagiert hatte, konnte das Fahrzeug in der Breite Straße zunächst gestoppt werden. Beim Versuch der Polizeibeamten, den Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen, fuhr dieser plötzlich auf die Beamten zu: Um nicht überfahren zu werden, mussten die Polizisten zur Seite springen.

So ging's weiter
Im Verlauf der weiteren Flucht überfuhr der 17-Jährige den Kreisverkehr „Burbacher Stern“ in der Hochstraße geradeaus, wobei das Fahrzeug beschädigt wurde und erneut angehalten werden konnte. Als der Fahrer wieder einmal versuchte mit dem verschlossenen Fahrzeug zu flüchten, schlugen die Beamten die Frontscheibe des Pkw ein - um ihn so an einer weiteren Flucht zu hindern.

Wie die Polizei weiter mitteilte, leistete der betrunkene 17-Jährige (ein Jugendlicher aus Annweiler am Trifels) Widerstand gegen die Polizeibeamten, wobei er sich leichte Verletzungen zuzog.

Wie sich herausstellte, hatte der junge Mann, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, das Auto zuvor offensichtlich entwendet und zwischenzeitlich in der Innenstadt von Saarbrücken bereits einen Verkehrsunfall verursacht (inklusive Flucht von der Unfallstelle).

Nach Entnahme einer Blutprobe, die nach Angaben der Polizei den Grenzwert von 1,1 Promille überstieg, wurde der Jugendliche in die Obhut von Angehörigen übergeben. Ihn erwarten nun Strafverfahren wegen Pkw-Diebstahls, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Vier Menschen schauen zu: Überfall auf Mann in Bexbach

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Symbolfoto: +++(c) dpa - Bildfunk+++

Das Opfer wurde dabei leicht verletzt, teilte die Polizei Homburg mit. Vier weitere Menschen, eventuell auch mehr, hätten der Tat zugesehen. Die Namen der Täter seien der Polizei mittlerweile bekannt.

Zeugen, die Angaben zu dem gewalttätigen Vorfall machen können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Homburg unter der Telefonnummer 06841 10 60 in Verbindung zu setzen.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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An Bordell geklingelt: Unbekannter wirft in Völklingen Glasflasche nach verkleideten Kindern

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Symbolfoto: dpa-Bildfunk / Marcus Führer

Dies teilte die Polizei in Völklingen mit. Ein Kind, das vermutlich von der Flasche getroffen worden wäre, konnte im letzten Moment von seiner Mutter, die die Gruppe begleitete, zurückgezogen und vor ernsthaften Verletzungen bewahrt werden.

Wie die Polizeibeamten anschließend feststellten, hatten die Kinder an einem dort ansässigen Bordell geklingelt. In einem Strafverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung wird nun versucht, den Täter unter den zur Tatzeit anwesenden Angestellten und Gästen des Bordells zu ermitteln.

Mit Verwendung von SZ-Material.

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Warum die Polizei nicht immer da ist, wenn es sich staut

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In Saarbrücken ist Stau ein häufiger Anblick. Foto: BeckerBredel.

Der Stau nervt, und niemand tut etwas dagegen. Wo ist eigentlich die Polizei, wenn man sie mal braucht? Wieso regeln die nicht den Verkehr so, dass es zumindest etwas schneller vorangeht? Wissen die womöglich gar nicht, was auf dieser Straße gerade abgeht? Also: Handy raus und die 110 wählen. Dann wird sich wohl was tun.

110 wählen kann gefährlich sein
Falsch, sagt Polizei-Direktor Frank Mink, teilweise sogar gefährlich. Zum einen sei die Polizei über Staus informiert. Man beobachte sogar Facebook, um auf dem Laufenden zu sein. 

Es gibt aber offenbar nicht wenige Autofahrer, die ihrem Unmut über die Notrufnummer 110 Luft machen. Diese Nummer, erinnert der Polizei-Direktor alle, die sie benutzen, ist Notfällen vorbehalten.

Wer Staus über die 110 meldet oder seinen Ärger zum Ausdruck bringen will, gefährdet unter Umständen Menschenleben, denn „man blockiert so diese Nummer für die wirklich wichtigen Fälle“, sagt Mink.

Außerdem: Nicht jeder Stau sei einer für die Polizei. Die Staus, die sich bilden, wenn auf den Burbacher Saarterrassen im E-Werk oder auf dem Festzplatz eine Veranstaltung zu Ende ist, zum Beispiel. Er könne gut verstehen, dass mancher Autofahrer sich einen Polizisten wünscht, der die Ampel ausschaltet und den Verkehr etwas flüssiger regelt. Aber: „Ein Polizei-Einsatz ist nicht das, was wir in solchen Fällen favorisieren“, sagt Polizei-Direktor Mink.

Mink sieht Stadtverwaltung in der Pflicht
Es sei zunächst Aufgabe der Stadtverwaltung, Flächen, auf denen es ein besonders hohes Besucheraufkommen gibt, verkehrlich gut anzubinden. Das könne durch eine entsprechende Straße sein, durch eine besonders gute Bus- oder Bahnverbindung oder durch ein Park & Ride-Angebot.

Verkehrsplanung sei „etwas Schwieriges“. Diese Aufgabe sei bei den zuständigen Ämtern deshalb richtig angesiedelt. „Das ist völlig zu Recht in einer anderen Verantwortung“, sagt Mink. Wenn es eine besondere Situation erfordert, sei die Polizei selbstverständlich im Einsatz. Aber wenn die Polizei zum Beispiel nach größeren Veranstaltungen auf den Saarterrassen und an ähnlichen Orten eingreifen würde, „dann würden würden wir den Ausnahmetatbestand zur Regel machen“, erklärt Mink.

Aber zum Glück, sagt er, seien wirklich große Staus im Saarland verglichen mit andern Bundesländern eher selten. Und die Saarländer sehr ortskundig, um auf andere Strecken auszuweichen.

Mit Verwendung von SZ-Material (Martin Rolshausen).

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