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Saar-Polizei: „Hier im Saarland gibt es keine illegale Tuning- oder Autorennen-Szene“

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Wer rast, bringt sich und andere in Lebensgefahr. Das zeigte 2016 zum Beispiel ein Unfall in Hagen (siehe Foto). Bild: Alex Talash / dpa

Fiktion und Realität
Bei den Fahrern, die in Saarbrücken, Homburg oder Merzig auf den Ausfallstraßen zur Autobahn die Kräfte ihrer getunten Autos messen, handele es sich zumeist um junge Männer. „Die gucken zuerst im Internet Fast-and-Furious-Filme mit Vin Diesel. Und dann verwechseln sie Fiktion mit der Realität“, sagt Ralf Geisert, im Landespolizeipräsidium zuständig für Verkehrsthemen.

„Die Leute kennen sich gar nicht. Die bleiben dann sogar an einer grünen Ampel stehen, nur um zu warten, ob nicht jemand kommt, der es mit ihnen aufnehmen will“, erklärt er. Wenn dann die Gleichgesinnten da sind, gehe es mit hohem Tempo los bis zur nächsten roten Ampel. „Auch Franzosen sind mit dabei. Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit den Polizeikollegen aus Frankreich, um die Fahrer belangen zu können“, betont der Polizist.

Rheinland-Pfalz
Die Beamten in der benachbarten Westpfalz haben zu Jahresanfang ein „Expertenteam Tuning“ aufgestellt, um die Raser mit ihren aufgemotzten Schlitten zu erwischen. Wie der Leiter der Einheit, René Schärer, kürzlich gegenüber den Medien mitteilte, seien zwar längst nicht alle Auto-Tuner automatisch Raser. Doch es gebe einen geringen Prozentsatz, der insbesondere die leistungsgesteigerten Umbauten auf der Straße austesten möchte.

Saarland
Hier im Saarland gibt es keine illegale Tuning- oder Autorennen-Szene“, sagt dagegen der Saar-Polizei-Experte Geisert. Im Oktober habe es drei Anzeigen wegen Autorennen im Großraum Sulzbachtal gegeben. Drei Autos seien danach überprüft worden. Es seien erhebliche technische Mängel und sicherheitsgefährdende Umbaumaßnahmen festgestellt worden. Im Gegensatz zur Westpfalz, hat es im Saarland noch keine Auto-Konfiszierung gegeben.

Die Gesetzeslage
Seit dem 19. Oktober hat sich die Gesetzeslage bei illegalen Autorennen verschärft. „Das ist jetzt ein Verbrechenstatbestand“, sagt Geisert. Da ist eine Gefängnisstrafe obligatorisch, wo es bisher nur Bußgelder bis 450 Euro gab.

Geisert betont, dass die Saar-Polizei keines Teams „Tuning“ bedürfe. „Hier kümmert sich jeder Polizist um diese Fälle und nicht nur eine Gruppe von acht bis zehn Beamten“, sagt er. Dabei sei der Polizist froh über jeden Fahrer, der sein getuntes Auto auf den Anhänger lade, zum Nürburg­ring fahre und dort teste.

„Irgendwo wollen sich die Leute austoben“, sagt der Polizist. Er sei selbst Einsatzleiter bei der Deutschland-Rallye im Nordsaarland gewesen. Man solle diejenigen, die schnelle Autos schätzten und sich an die Gesetze hielten, nicht verteufeln, erklärt Geisert.

Mit Verwendung von SZ-Material (Dietmar Klostermann).

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